Aescher Börsenspiel 2020

Finanzweltvergleich mit Tieren

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Wenn sich die Finanzwelt mit Tieren vergleicht –

wir stellen Ihnen Woche für Woche eine Metapher genauer vor. 

 

Taube, Geier, Hai und Heuschrecke: Wenn Profis die komplexe Finanzwelt erklären, greifen sie auf Tiere zurück. Können Sie mitreden? Schauen Sie doch mal, ob Sie die Bedeutung der Tiere kennen.

Es scheint ein menschliches Grundbedürfnis zu sein, seinesgleichen mit Vertretern der Tierwelt zu vergleichen. Da wird mit Mäusen und Hasen liebkost, da werden Füchse und Wiesel bewundert, da werden Schweine und Rindviecher verwunschen.

In der Fabel übernehmen sie gar die Stelle der Menschen, verkleidet als Adebar, Isegrim oder Meister Petz. Tiere sind eben auch nur Menschen.

Da ist es nur logisch, dass es in der Finanzwelt ebenfalls allerorten kreucht und fleucht. Auch Sparer und Spekulanten bemühen gern die Fauna, wenn sie ihre Welt dem geneigten Laien verständlich machen wollen.

Wobei sie fein unterscheiden: In den Notenbanken sind eher die gefiederten Freunde zu Hause, am Aktienmarkt das Großwild. Und schwimmende Arten sind eher selten.

Manche Tiermetapher wurde inzwischen in den Alltag integriert, vor allem natürlich im angelsächsischen Raum, wo die Finanzwelt weit größeren Einfluss auf die Gesellschaft hat als hierzulande. So entstanden im Englischen sogar neue Eigenschaftswörter, die auf der Bedeutung eines Tiernamens fußen und speziell für ein bestimmtes Verhalten am Finanzmarkt gelten – dort kann jemand inzwischen „bärig“ oder „bullig“, „taubig“ oder „falkig“ sein.

Unterschiede zwischen den Regionen

In unseren Breiten wurden dafür neue Tiere rekrutiert, die in anderen Regionen bislang nicht als finanzaffin aufgefallen sind, allen voran ein zirpendes Insekt, das die meisten bis vor kurzem nur als sympathischen Gefährten der Biene Maja kannten. Seit einigen Jahren jedoch hüpft die Heuschrecke auch durch die Börsenlandschaft.

Aber eben nur hierzulande. Wer dagegen in New York oder London einen aggressiven Spekulanten als „grasshopper“ bezeichnet, dürfte mindestens Stirnrunzeln, wenn nicht ein herzhaftes Lachen ernten. Daher lohnt ein genauerer Blick auf den Zoo, den sich Banker, Sparer und Investoren heute halten.

Er hilft dem unbedarften Beobachter, genauer zu verstehen, worüber die Anlageprofis reden, und er präsentiert dem Experten manch interessante oder lustige Geschichte. Für beide gilt jedoch in jedem Fall: Man sollte einfach alles nicht so tierisch ernst nehmen.

 

Metapher 1:  Der Bulle (PDF, 239.3KB)

Metapher 2:  Der Bär

Metapher 3:  Das Einhorn (PDF, 185.2KB)

Metapher 4:  Der Falke (PDF, 170.8KB)

Metapher 5:  Der Geier (PDF, 162.7KB)