Auf der Bühne am Jugendforum: BEM-Praktikantin Leah Voisard

Wie teile ich mein Budget ein? Worauf muss ich bei der Vorsorge achten? Und wie kann ich mein Geld sinnvoll anlegen? Diese Fragen hat Raiffeisen beim Jugendforum beantwortet. Unsere BEM-Praktikantin war als Speakerin dabei. Wir haben sie an dem Anlass in Basel begleitet.

Volles Haus in den Oslo-Studios auf dem Dreispitzareal! Jugendliche aus der ganzen Region sind gekommen, um sich am Raiffeisen Jugendforum mit Finanzthemen vertraut zu machen. Mittendrin am Anlass «Think Finance: Dein Wissen zählt»: unsere BEM(Berufseinstiegsmassnahme)-Praktikantin Leah Voisard. 

«Ich finde es wichtig, dass sich Jugendliche mit dem Thema Finanzen auseinandersetzen», sagt Leah beim Apéro kurz vor Beginn der Veranstaltung. «In diesem Alter verdient man sein erstes Geld – bei einem Nebenjob im Studium oder nach der Lehre mit dem ersten richtigen Lohn.» Viele seien unsicher, weiss die 20-Jährige aus eigener Erfahrung. «Reicht mein Geld, wenn ich von zu Hause ausziehe und die Krankenkasse selbst bezahlen muss? Es ist die Sorge vor dem Unbekannten, weil viele Kosten versteckt sind.»

Damit die Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren auf ihre finanzielle Zukunft vorbereitet sind, gibt es das Raiffeisen-Jugendforum. Bei seiner Begrüssungsrede zieht Moderator Jeff Baltermia den Vergleich zwischen Sport und Finanzen: «Heute Abend möchten wir euch einen Matchplan mitgeben, wie ihr es in eine höhere Finanzliga schafft.» Und er betont, wie wichtig auch in der Finanzwelt die Nachwuchsförderung ist. 

 

Wie der Kopf über Geld entscheidet

Bevor die Lernenden an der Reihe waren, sprach Patric Federspiel, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisen Basel. In seinem Referat «Wie dein Kopf über dein Geld entscheidet» gab er einen Einblick in die menschlichen Denkprozesse. Welche Faktoren beeinflussen unsere Kaufentscheide? Was wiegt stärker: ein Gewinn oder ein Verlust von 1000 Franken? Die Jugendlichen stimmten via Votingtool menti.com ab – und so entstand eine spannende Diskussion.

Anschliessend erklärten Lernende gemeinsam mit erfahrenen Fachpersonen aus anderen regionalen Raiffeisenbanken die einzelnen Finanzthemen. Unsere BEM-Praktikantin Leah machte zusammen mit Vermögensberater Tobias Messmer von der Raiffeisen Leimental den Anfang zum Thema Budget und Steuern. Unter anderem stellte Leah die 50-30-20-Regel vor. Eine Methode, um das Einkommen sinnvoll aufzuteilen. Konkret: 50 Prozent sollten für die Fixkosten, wie zum Beispiel die Miete, reserviert werden. 30 Prozent für persönliche Ausgaben wie Hobbys, Einkäufe oder ein Nachtessen mit Freunden. 20 Prozent sollten gespart oder für Notfälle zurückgelegt werden. Um das Ganze zu veranschaulichen, baten Leah und Tobias zudem einen Freiwilligen auf die Bühne, um sein Budget beispielhaft vorzurechnen. Schliesslich erklärte Tobias noch die verschiedenen Arten von Steuern, die man berücksichtigen muss.

 

Vorwissen zum Thema AHV und Säule 3a

Ein weiteres grosses Thema war die Vorsorge. Wie gut kennen sich die Jugendlichen mit AHV und Säule 3a aus? Das wollten die Individualkundenberaterin Estefenia Rana von der Raiffeisen Basel und die Lernende Paula Scherz von der Raiffeisen Leimental herausfinden. Aus dem Publikum kamen einige Meldungen, viele anwesende Jugendliche waren bereits gut vorinformiert. Unter anderem erklärte Paula eine Lohnabrechnung und zeigte anhand von drei Beispielen von Gleichaltrigen, was Vorsorge je nach Lebenssituation bedeutet.

 

Stv. Leiter der Geschäftsstelle Basel Rafael Solé und der Lernende Xavier Strassmann von der Raiffeisen Reinach brachten den Jugendlichen das Thema Anlegen näher. Sie erklärten, welche Anlageformen es gibt und wie sich ihr Risiko unterscheidet.

 

Beratungsgespräche am Food Festival

Nach rund einer Stunde Programm folgte ein Food Festival. An verschiedenen Ständen gab es Burger, Risotto oder Flammenkuchen zu geniessen. Viele Teilnehmende nutzten zudem die Gelegenheit, sich mit den Finanzprofis auszutauschen. «Ich hoffe, dass die Jugendlichen nach dem Anlass ihre Ein- und Ausgaben genauer anschauen und ein Budget erstellen – gerne auch zusammen mit den Mitarbeitenden unserer Bank», sagte Leah nach ihrem Auftritt auf der Bühne. Für unsere BEM-Praktikantin war der Abend ein grosser Erfolg: «Am Anfang war ich etwas nervös, aber nach zwei Minuten war ich drin. Es war eine coole Erfahrung.»