Sicher in die Sommerferien: So schützen Sie sich vor Betrugsfallen

Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude gross – und genau das nutzen Betrügerinnen und Betrüger in der Reisezeit gezielt aus. Mit diesen sieben Tipps erkennen Sie die häufigsten Scam-Fallen, bevor sie Ihnen die Ferien vermiesen.

Der Laptop steht zwischen Reisekoffer, Strandtuch und Necessaire, ein Dutzend Browser-Tabs mit Hotelangeboten und Flugpreisen sind geöffnet: Die Ferienplanung läuft auf Hochtouren. Genau in dieser Phase sind Reisende besonders angreifbar. Kriminelle tarnen sich als Vermieter, Fluggesellschaft oder Behörde und setzen ihre Opfer mit gefälschten Angeboten oder angeblichen Fristen unter Druck. Die Fallen lauern beim Buchen, bei der Einreise, beim Ticketkauf vor Ort, aber auch im Ferien-WLAN. Aber auch nach der Ankunft bleibt Wachsamkeit gefragt: etwa beim Kundendienst oder bei einem verlorenen Portemonnaie. Der folgende Überblick zeigt, wo die grössten Risiken liegen und wie Sie sich rechtzeitig davor schützen.

 

Buchungsportale: Skepsis bei Traumangeboten

Ein Ferienhaus mit Meerblick zum Schnäppchenpreis? Klingt gut, aber: Ein solches Inserat lockt schnell in die Falle. Kriminelle stellen gefälschte Angebote auf bekannte Plattformen oder bauen täuschend echte Buchungsseiten nach. Prüfen Sie deshalb immer, ob ein vollständiges Impressum vorhanden ist, und lesen Sie unabhängige Bewertungen, bevor Sie eine Anzahlung leisten. Klingt ein Angebot deutlich günstiger als vergleichbare Unterkünfte, ist Vorsicht angebracht.

 

Zahlungsaufforderungen: Nach der Buchung nicht nochmals zahlen

Auch nach einer echten Reservation ist die Gefahr nicht gebannt. Immer häufiger erhalten Reisende per E-Mail oder WhatsApp eine Nachricht, die zu einer erneuten Zahlung oder zur Eingabe der Kreditkartendaten auffordert, um die Buchung angeblich zu bestätigen. Hintergrund ist oft ein gehacktes Hotelkonto auf der Buchungsplattform. Kontaktieren Sie bei einer solchen Nachricht das Hotel oder den Anbieter direkt über die Angaben auf der offiziellen Website – nie über einen Link aus der verdächtigen Nachricht.

 

Öffentliches WLAN: Vorsicht beim Einloggen unterwegs

Wer unterwegs ist, freut sich über ein kostenloses WLAN am Flughafen, im Hotel oder am Strand. Diese Gratisangebote sind aber mit Vorsicht zu geniessen. Zwar sind die meisten Verbindungen zu E-Banking oder Mail verschlüsselt, doch gefälschte oder gekaperte Hotspots können diesen Schutz umgehen. Nehmen Sie Zertifikatswarnungen im Browser oder in der App immer ernst, deaktivieren Sie die automatische Verbindung zu offenen Netzwerken und fragen Sie im Zweifel nach dem korrekten Netzwerknamen.

 

Vignetten und Einreiseformulare: Nur offizielle Seiten nutzen

Bei der Einreise in gewisse Länder sind eine Vignette oder ein Formular wie ESTA Pflicht. Genau das nutzen Kriminelle aus. Sie schalten Werbeanzeigen für gefälschte Vignetten- oder ESTA-Seiten, die noch vor den echten Suchresultaten erscheinen. Erkennbar sind solche Anzeigen am Vermerk «gesponsert». Kaufen Sie Vignetten und Einreisedokumente deshalb ausschliesslich über die offizielle Website der zuständigen Behörde.

 

Ticketverkauf: Auch bei Sehenswürdigkeiten aufmerksam bleiben

Ob Kolosseum oder Zoo: Für gefragte Sehenswürdigkeiten in den Ferien tauchen im Netz zahlreiche Ticketanbieter auf, die mit Rabatten von bis zu 40 Prozent und einer kurzen Bestellfrist Druck aufbauen. Bestellen Sie Tickets nur über die offizielle Seite der Attraktion und geben Sie im Zweifel den Anbieternamen zusammen mit dem Zusatz «Betrug» oder «Scam» in eine Suchmaschine ein, um mögliche Warnungen zu finden.

 

Kundendienst: Support nicht über Social Media suchen

Geht während der Ferien etwas schief, suchen viele Reisende schnelle Hilfe auf Social Media oder über Google. Genau dort geben sich Kriminelle gerne als Mitarbeitende von Airlines oder Reiseveranstaltern aus, verlangen sensible Daten oder eine angebliche Umbuchungsgebühr. Echte Anbieter fragen nie über private Nachrichten nach Kreditkartendaten. Nutzen Sie für den Kontakt ausschliesslich die Telefonnummer oder den Chat auf der offiziellen Website.

 

Kartenverlust: Die Sperrnummer griffbereit haben
Das Portemonnaie ist weg, die Ferienstimmung im Nu dahin: Genau in diesem Moment zählt jede Minute. Notieren Sie sich deshalb vor der Abreise die Sperrnummer für Ihre Karten und bewahren Sie sie unabhängig vom Smartphone auf, etwa auf Papier. So verlieren Sie im Ernstfall keine Zeit. Weiterführende Informationen zum Thema Reisesicherheit liefert das Bundesamt für Cybersicherheit BACS.

 

Fragen rund um Kartensperrungen, E-Banking oder Sicherheit im Zahlungsverkehr beantwortet Ihnen Ihr Team der Raiffeisenbank Allschwil-Schönenbuch jederzeit gerne. Wir wünschen Ihnen schöne und sichere Ferien.