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16.01.2026

Fed-Chef droht Anklage

Wegen angeblicher Falschaussagen im Zusammenhang mit der Sanierung des Gebäudes der US-Notenbank Fed in Washington hat die US-Regierung strafrechtliche Ermittlungen gegen deren Chef Jerome Powell eingeleitet. An den Börsen sorgte die neuerliche Eskalation im Kampf um die Unabhängigkeit der Fed für Nervosität. 

Zusätzlich dämpften der ausstehende Entscheid des obersten US-Gerichtshofes zu den Handelszöllen, die Zuspitzung im Iran-Konflikt sowie Trumps Annexionsgelüste hinsichtlich Grönlands den Risikoappetit der Anlegerinnen und Anleger. Als sicherer Kapitalhafen war insbesondere Gold gefragt.

Positive Impulse aus Unternehmenszahlen

Dank seiner defensiven Qualitäten entwickelte sich der Schweizer Aktienmarkt über weite Strecken positiv. Dazu beigetragen haben auch solide Unternehmenszahlen. So gelang es Partners Group und VAT im abgelaufenen Geschäftsjahr, die Analystenschätzungen zu schlagen. Während die Private-Equity-Firma die verwalteten Kundenvermögen von 174 auf 185 Milliarden US-Dollar steigerte, zog der Auftragseingang des Vakuumventilspezialisten im vierten Quartal deutlich an. Auch bei Richemont liefen die Geschäfte rund. Die Verkäufe des Luxusgüterherstellers legten im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) in Lokalwährungen um 11 Prozent zu. Stark entwickelte sich vor allem die Schmucksparte. Im vergangenen Jahr die Erwartungen erfüllt haben Geberit und Bossard. Der Sanitärtechnikkonzern wie auch der Industriezulieferer sind gewachsen. Bei ersterem waren die höheren Verkaufsvolumina der Haupttreiber, bei zweiterem die Akquisitionen. Deutlich weniger Schokolade verkauft hat Lindt & Sprüngli. Dank massiver Preiserhöhungen stieg der Umsatz dennoch um 12,4 Prozent. Abseits der Berichtssaison sorgte die UBS für Gesprächsstoff. Die Grossbank lehnt den Plan des Bundesrates zur vollständigen Kapitalunterlegung ihrer Auslandstöchter ab. Zugleich plant Medienberichten zufolge CEO Sergio Ermotti für Frühling 2027 seinen Rücktritt. Die UBS-Aktie zeigte sich davon unbeeindruckt.

Preisdruck bleibt hinter Erwartungen

Die Konsumentenpreise in den USA sind im Dezember, wie schon im Vormonat, um 2,7 Prozent gestiegen. Damit bleibt der zollbedingte Teuerungsdruck hinter den Erwartungen zurück. Die Notenbank Fed dürfte das in ihrem Entscheid bestärken, ihren Fokus auf die Stützung des Arbeitsmarktes zu legen.

Exportboom trotz Zollstreit

Trotz des Zollstreites mit den USA hat China derweil 2025 einen Rekordhandelsüberschuss von gut 1,2 Billionen US-Dollar erzielt. Getragen wurde er von den Exporten, die zum Vorjahr um 5,5 Prozent zulegten. Die Einfuhren verharrten indes bei 2,6 Billionen Dollar. Die Bilanz unterstreicht die anhaltende Schwäche der Binnennachfrage.

Bei weiteren Fragen rund um die Wirtschaft und aktuelle Anlagempfehlungen hilft Ihnen unser Team der Vermögensberatung gerne weiter. 

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