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Supreme Court bremst Trump aus
Der Oberste Gerichtshof der USA hat die auf dem Notstandsgesetz (IEEPA) fussenden Handelszölle gekippt. Für Donald Trump ist das eine Niederlage. Nichtsdestotrotz hat er kurz danach neue, weltweite Importaufschläge erlassen. Damit löst er zusätzliche Unsicherheit aus.
Gestoppter Handelsdeal und Flucht in Goldanlagen
Die Europäische Union (EU) hat in einer ersten Reaktion die Ratifizierung ihres Handelsabkommens mit Washington gestoppt. Zugleich kündeten mehrere Firmen – unter anderem der Schweizer Uhrenhersteller Swatch – an, eine Rückerstattung der gezahlten IEEPA-Aufschläge zu beantragen. Ob, wann und an wen diese erfolgt, ist Stand heute aber offen. Entsprechend ist ein Aufatmen an den Finanzmärkten ausgeblieben. Gold stand einmal mehr als sicherer Hafen im Fokus der Investoren.
Schweizer Börse auf Rekordkurs dank Nestlé und Novartis
Der Swiss Market Index (SMI) kletterte erstmals über die Marke von 14’000 Punkte. Dazu beigetragen hat die positive Entwicklung der Schwergewichte Nestlé und Novartis. Weiter im Fokus stehen die Geschäftszahlen der Firmen. Wegen der schwächelnden Weltwirtschaft und negativer Währungseffekte hat der Industriekonzern Oerlikon 2025 weniger verdient. Der Verkauf der Tochter Barmag brachte ihm jedoch einen Buchgewinn von 287 Millionen Franken ein. Diesen will das Unternehmen nutzen, um eine Sonderdividende in Höhe von 0,65 Franken pro Aktie auszuschütten. Die Valoren quittierten das am Dienstag mit einem Plus von 16 Prozent. Infolge von Portfolioaufwertungen kletterte derweil der Reingewinn der Immobiliengesellschaft PSP Swiss Property um fast 9 Prozent. Die Anteilseigner dürfen sich über eine Dividendenanhebung um 5 Rappen auf 3,95 Franken je Aktie freuen.
Gemischte Bilanz in einzelnen Industriesektoren
Der Personaldienstleister Adecco ist weiter gewachsen, konnte allerdings mit seinem Ausblick nicht vollumfänglich überzeugen. Ganz unterschiedlich fiel das Fazit bei den ehemaligen Novartis-Töchtern Sandoz und Alcon aus. Während der Generikahersteller dank der hohen Wachstumsdynamik in der Biosimilar-Sparte die Analystenprognosen übertroffen hat, konnte der Augenheilkonzern die Erwartungen nur zum Teil erfüllen. Für 2026 gibt sich das Unternehmen aber vorsichtig optimistisch.
KI Boom treibt Rekordumsätze
Die Erwartungen an Nvidia im Vorfeld der Ergebnispräsentation waren hoch. Doch der US-Chiphersteller konnte sie wieder einmal übertreffen. Dank des anhaltend hohen Bedarfs an Hochleistungsprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI) steigerte er seinen Umsatz im vierten Quartal 2025 um 73 Prozent auf 68 Milliarden US-Dollar. In den zwölf Monaten bis Ende Januar setzte das Unternehmen damit fast 216 Milliarden US-Dollar um. Zugleich verdiente es 120 Milliarden US-Dollar: ein Plus von 65 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Auch der Ausblick fiel optimistisch aus. Einziger Wehrmutstropfen: Nvidia warnte vor dem möglicherweise stärker werdenden Druck durch die chinesische Konkurrenz.
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