News
Freundlicher Start in den August
Die neuerlichen Entspannungstendenzen im Nahen Osten befeuerten die Hoffnung der Börsianer auf eine Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die für den Rohstoffhandel so wichtige Strasse von Hormus. Das spiegelte sich in einem Rückgang der Ölpreise sowie tieferen Zins- und Inflationsaussichten.
Börsen auf Rekordkurs
Entsprechend tendierten die Aktienmärkte zum Start in den August höher. Die US-Indizes markierten gar Bestmarken. Ihnen bescherte dabei die wiedererwachte Nachfrage nach Technologiewerten mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) zusätzlichen Aufwind. Auch Gold profitierte von den Deeskalationstendenzen in der Golfregion. Der Preis für das Edelmetall kletterte bis auf 4’268 US-Dollar pro Unze, den höchsten Stand seit Mitte Juni.
Schweizer Unternehmen überzeugen
Die Versicherungsriesen Swiss Re und Zurich konnten ihren Gewinn im ersten Halbjahr klar steigern. Ersterer profitierte mitunter von der regen Handelstätigkeit an den Börsen, zweiterer von einem starken Wachstum im Unfall- und Schadensversicherungsgeschäft. Ebenfalls rund lief es bei Adecco. Der Personaldienstleister setzte im zweiten Quartal mit 6 Milliarden Euro 4 Prozent mehr um als im Vorjahr. Zugleich wurde er profitabler. Beim Industriekonzern Oerlikon hat derweil der Auftragseingang von Januar bis Juni währungsbereinigt um 19 Prozent zugelegt. Hauptverantwortlich dafür sind Vorzieheffekte infolge der geopolitischen Risiken und der höheren Rohstoffpreise. Wegen des Konkurrenzdrucks und des schwachen Euro schrumpfte bei Swisscom der Umsatz um 3 Prozent. Dass der Telekommunikationsanbieter dennoch 6,9 Prozent mehr Reingewinn einfuhr, liegt vor allem an Kosteneinsparungen und Synergieeffekten. AMS Osram hat seinen Umsatz im zweiten Quartal um 3,9 Prozent auf 805 Millionen Euro gesteigert und ist profitabler geworden. Zudem wurde der Abschluss des Verkaufs des nicht-optischen Sensorgeschäfts an den deutschen Konkurrenten Infineon vermeldet. Auf ein solides erstes Semester blickt Sandoz zurück. Der Generikahersteller setzte 5,8 Milliarden US-Dollar um, was einem Plus von 10 Prozent zum Vorjahr entspricht. Wichtigster Wachstumstreiber war das margenstarke Geschäft mit Biosimiliars. Ein durchwachsenes Fazit zog hingegen der Vermögensverwalter GAM. Dieser konnte die Mittelabflüsse zwar stoppen, schrieb aber erneut rote Zahlen.
Anleger strafen SpaceX ab
Die ersten Quartalsergebnisse von SpaceX nach dem Börsendebüt im Juni lieferten derweil ein durchzogenes Bild. Dank der gut laufenden Satelliten-Tochter Starlink konnte der amerikanische Raumfahrtkonzern seinen Umsatz verglichen mit dem Vorjahr um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar steigern. Wegen der immensen Ausgaben für den Bau von KI-Rechenzentren resultierte unter dem Strich aber ein Verlust. Über diesen konnte auch die Prognose von Firmenchef Elon Musk für eine Billion Dollar Jahresumsatz ab 2030 die Börsianer nicht hinwegtrösten. Die Aktie sackte am Mittwoch um knapp 14 Prozent ab.
Bei weiteren Fragen rund um die Wirtschaft und aktuelle Anlagempfehlungen hilft Ihnen unser Team der Vermögensberatung gerne weiter.
Ihre Raiffeisenbank Allschwil-Schönenbuch