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09.10.2026

Steigende Zinsen belasten

Französische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren kletterten diese Woche beinahe über die Marke von 5 Prozent. So hoch waren sie zuletzt im Jahr 2002. Weil höhere Zinsen den defizitären Staatshaushalt (vgl. Chart der Woche) mit zusätzlichen Kosten belasten, schürte dies Befürchtungen vor einer erneuten europäischen Finanzkrise. Im Sog dieser Bewegung erhöhten sich auch die entsprechenden italienischen Renditen auf 4,7 Prozent. Damit ist die Risikoprämie für beide Länder deutlich angestiegen, denn der deutsche Staat muss für seine Schulden «nur» 3,5 Prozent bezahlen.

SMI tritt auf der Stelle

In einem nachrichtenarmen Umfeld tendierte der Swiss Market Index (SMI) im Wochenverlauf weitgehend seitwärts. Der Luftfahrtzulieferer Montana Aerospace hat seine Wachstumsstrategie bekräftigt und die Ziele für das laufende und das kommende Jahr bestätigt. Der Aktienkurs hat darauf allerdings nicht reagiert. Seit Anfang Jahr haben die Valoren rund einen Fünftel ihres Wertes eingebüsst.

US-Börsen weiter auf Erfolgskurs

In den USA scheint die Welt der Anlegerinnen und Anleger in Ordnung. Der breite S&P 500 sowie der technologielastige Nasdaq kletterten zu Wochenbeginn erneut auf Rekordstände, bevor sie in der zweiten Wochenhälfte etwas konsolidierten. Getrieben werden die Börsenindizes unter anderem von Nvidia. Dank einer Aktienperformance von fast 30 Prozent seit Anfang Jahr manifestiert der Halbleiterhersteller seine Stellung als wertvollstes Unternehmen der Welt. Mittlerweile beträgt die Marktkapitalisierung 5,7 Billionen US-Dollar. Das bedeutet allerdings auch, dass das Börsengeschehen massgeblich vom Aktienkurs von Nvidia abhängt. Dass es im Technologiesektor aber weiterhin rund läuft, zeigte der koreanische Elektronikkonzern Samsung, der seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal verneunfachte. Der taiwanesische Halbleiterauftragsfertiger TSMC steigerte seinen Umsatz in den vergangenen drei Monaten gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent und übertraf die eigenen Prognosen.  

KI-Projekte: Wettlauf um Kapital

Das Weltraumunternehmen SpaceX will beim Halbleiterkonzern Nvidia für 40 Milliarden US-Dollar Halbleiterprodukte kaufen. Damit soll die KI-Infrastruktur ausgebaut werden. Während 10 Milliarden über einen Bankkredit finanziert werden, will SpaceX die restlichen 30 Milliarden über Anleihen am Kapitalmarkt besorgen. Eine Herausforderung könnte sein, dass derzeit viele Unternehmen mit ähnlichen Bedürfnissen an den Markt gelangen. Das Rennen ums Geld der Anlegerinnen und Anleger ist also in vollem Gang. Wie gross die Bereitschaft der Investoren ist, diese KI-Projekte zu finanzieren, wird sich zeigen. 

Bei weiteren Fragen rund um die Wirtschaft und aktuelle Anlagempfehlungen hilft Ihnen unser Team der Vermögensberatung gerne weiter. 

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