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Trump unter Druck
Der Iran und die USA haben zu Beginn der Auffahrtswoche ihre gegenseitigen Entwürfe eines Friedensvertrages abgelehnt.
Stillstand im Nahostkonflikt belastet Weltpolitik
Erneut zeigt sich, wie weit auseinander die Positionen der Parteien liegen und dass keine der Seiten zu Zugeständnissen bereit ist. Zugleich erhält die Waffenruhe zunehmend Risse. Die Strasse von Hormus bleibt entsprechend blockiert, was die Energiepreise und den inflationären Druck hoch hält. Angesichts dessen befinden sich die Umfragewerte von Donald Trump im freien Fall. Die im Herbst anstehenden Zwischenwahlen dürften für ihn wohl kaum noch zu retten sein. Auch aussenpolitisch steht der US-Präsident mit dem Rücken zur Wand. Er findet derzeit weder militärisch noch diplomatisch einen Weg, aus dem Krieg auszusteigen. Zudem stärkt Trump damit indirekt die strategischen Positionen von China und Russland. Am derzeit in Peking stattfindenden Gipfeltreffen dürfte Präsident Xi entsprechend selbstbewusst auftreten.
Märkte zwischen Optimismus und Rückschlaggefahr
Die Aktienmärkte zeigen sich ob der Situation im Nahen Osten nach wie vor erstaunlich resilient. Allerdings sollte die Gefahr einer Korrektur nicht unterschätzt werden. Denn die Kurse werden nicht von Fundamentaldaten gestützt, sondern primär vom Optimismus der Börsianer. Zugleich steigen mit jedem Tag, an dem keine Schiffe die Passage von Hormus durchfahren, die Stagflationsrisiken für die Weltwirtschaft. Das unterstreichen die in den USA und Europa klar über ihren Niveaus von Jahresanfang liegenden Zinskurven. Die erhöhten Energiepreise schlagen sich derweil zusehends auf die US-Inflation nieder. Im April kletterte die Teuerungsrate auf Konsumentenebene von 3,3 auf 3,8 Prozent – den höchsten Wert seit Mai 2023. Die Analysten hatten einen Anstieg auf 3,7 Prozent erwartet
Schweizer Unternehmen mit soliden Zahlen trotz Gegenwind
Hierzulande profitierte der Versicherungskonzern Zurich zum Jahresstart von Tariferhöhungen sowie den Wachstumsinitiativen bei den Spezialversicherungen und Firmenkunden. Mit einem Umsatzplus von 11Prozent entwickelte sich vor allem die Schaden- und Unfallsparte stark. Trotz des schwierigen Marktumfeldes hält das Unternehmen an seinen bis 2027 gesetzten Zielen fest. Im ersten Quartal ebenfalls gewachsen ist Adecco. Der Gewinn stieg von 60 auf 69 Millionen Euro. Zugleich gelang es dem Personaldienstleister, sich weitere Marktanteile zu sichern. Bei Sunrise resultierte ein Nettoverlust von 39,4 Millionen Franken, nach einem Minus von 1,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Hauptgründe dafür sind höhere Restrukturierungskosten und der Wegfall von Devisenkursgewinnen. Mit den Zahlen hat der Telekomanbieter die Analystenschätzungen dennoch geschlagen. Der Immobilienkonzern PSP Property legte in den Monaten Januar bis März beim Liegenschaftsertrag zu. Zugleich kletterte der Reingewinn um 8,4 Prozent auf 54,2 Millionen Franken. Dank Effizienzverbesserungen und einer stärkeren Positionierung als Premium-Marke hat der Laufschuhspezialist On seinen Gewinn um 45 Prozent gesteigert. Die Bruttomarge lag bei rekordhohen 64 Prozent. Infolgedessen wurde der Ausblick für 2026 angehoben.
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