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Die Top 5 «Digital Workplace» Trends

05.03.2018 |
  • Unser Unternehmen

Der digitale Wandel prägt nicht nur unseren persönlichen Alltag, sondern betrifft zunehmend auch unser Berufsleben. Schon jetzt macht die Arbeit am Computer oder Smartphone viele Arbeitnehmende im Büro, unterwegs oder im Home-Office zu Internet-Dauergästen. Es scheint, als ob täglich neue Technologien entwickelt werden, die mehr Produktivität, Mobilität und Flexibilität am Arbeitsplatz versprechen. Lesen Sie hier, welches tatsächlich die neuesten Trends im Bereich «Digital Workspace» sind und wie moderne Unternehmen wie Raiffeisen diese im Arbeitsalltag integrieren (werden).

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz für mehr Mobilität und Flexibilität am Arbeitsplatz

1. Virtuelle Assistenz dank künstlicher Intelligenz (KI) und Voice-Activated Search (Sprachsteuerungssuche)

Die Stimme von Apples intelligenter Sprachassistentin Siri kennen die meisten. Genutzt wird die Sprachsuchfunktion momentan vorwiegend zuhause oder unterwegs. Experten sagen voraus, dass sich intelligente, virtuelle Assistenz, die uns mühsame organisatorische und administrative Arbeiten abnehmen kann, bald im Büroalltag etablieren wird. Von der Termin- und Sitzungszimmerplanung über die E-Mail-Bearbeitung bis zum selbständigen Schreiben von wissensbasierten Artikeln – persönliche Assistenten könnten eine Menge Routinearbeiten für Mitarbeitende übernehmen. So wird zum Beispiel Eva, eine intelligente Meeting-Assistentin, bereits von internationalen Firmen erfolgreich im Tagesgeschäft eingesetzt. Sie nimmt während Sitzungen die Gespräche auf und liefert danach dank Sprachsteuerungstechnologie und künstlicher Intelligenz ein Protokoll markiert mit den wichtigsten Entscheidungen ab. Zusätzlich übernimmt sie automatisch die Aufgaben, die ihr während des Meetings zugewiesen worden sind: Fehlende Dokumente den Teilnehmern zusenden oder nicht teilnehmenden Mitarbeitenden das Protokoll zukommen lassen.

Nicht nur im Büro oder an Sitzungen werden diese Technologien Fuss fassen. Der Leiter Digital Workplace & Collaboration Services bei Raiffeisen, Marco Keel, kann sich vorstellen, dass diese intelligenten Assistenten auch im Kunden-Service-Center der Bank erfolgreich zum Zuge kommen werden: «In Kundenschnittstellen, wie beispielsweise das Online-Banking, könnten zukünftig virtuelle Sprachassistenten mit künstlicher Intelligenz Kunden-Probleme lösen oder Hilfestellung leisten.»

 

2. Virtual-Reality-Technologien

Produkte wie die Google Glass werden uns zukünftig im Arbeitsalltag virtuell beim Multitasking unterstützen: Pläne, Präsentationen oder Gesprächspartner werden schon bald in unser Blickfeld projiziert. Gezielt lassen sich dabei einzelne Details herausheben. Und währenddessen können die Arbeitnehmenden andere Arbeiten erledigen oder ihr Mittagessen einnehmen.

Future Glasses – Microsoft HoloLens

Die Virtual-Reality-Technologien werden uns im Arbeitsalltag beim Multitasking unterstützen.

Die Virtual-Reality-Technologien (VR) werden auch den Rekrutierungsprozess der Unternehmen grundlegend verändern. Einerseits um eine noch realistischere Telepräsenz während Einführungsgesprächen via Videokonferenz zu erzeugen. Andererseits um Kandidaten mit VR-Spielen in simulierten Situationen auf Herz und Nieren zu prüfen. Beispielsweise um die taktischen, strategischen und emotionalen Stärken eines Arztes unter Stress zu testen, ohne dabei einen echten Patienten zu involvieren. Oder um die Reaktion einer Bankberaterin in einer virtuellen Kundensituation zu beobachten, die mit dessen unterschiedlichen Wünschen und Anliegen konfrontiert wird.


3. 3D-Drucker

Noch sind wir nicht so weit, dass jedes Unternehmen einen eigenen 3D-Drucker besitzt, um gewünschte Produkte zu entwickeln und sogleich auszudrucken. Experten sagen aber voraus, dass die 3D-Technologie insbesondere die Industrie, das Gesundheitswesen oder die Konsumgüterbranche verändern wird. Genauso könnte auch der Büroalltag in anderen Branchen betroffen sein: In Dubai sind bereits ganze Bürogebäude aus dem 3D-Drucker entstanden. Wer weiss, vielleicht werden Kugelschreiber und Notizblöcke bald auch nur noch direkt dem 3D-Drucker entnommen und nicht mehr aus dem Materialschrank bezogen?

Der Digital-Workplace-Experte Stephan Schillerwein denkt da schon viel weiter: «Mit der Digitalisierung werden wir Kugelschreiber und Notizblöcke sowieso nicht mehr brauchen. Insofern sollten wir lieber über viel weitergehende Anwendungsmöglichkeiten für diese Technologien nachdenken», so Schillerwein. Er nennt als Beispiel einen Automobilhersteller, der gerade über die nächste Generation von Lenkrädern nachdenkt. Anstatt selber etwas zu entwerfen, könnten die Hersteller sich direkt mit begeisterten Kunden zusammentun und diese per Animationssoftware und 3D-Drucker neue Lenkräder nach ihren eigenen Vorstellungen designen und gleich in der Praxis ausprobieren lassen.

 

4. Mobilität und Home-/Remote-Arbeit

Dank der Digitalisierung ist es heute bereits einfacher denn je, während Geschäftsreisen, unterwegs oder von zuhause aus die Arbeit zu erledigen. Zugriff auf E-Mails ist von verschiedenen Devices aus gewährleistet, aber auch interne Programme und Dokumente können fernab des Büros einfach aufgerufen werden. Bei Raiffeisen ist das Thema Mobilität mit den neusten Technologien umgesetzt und Home-Office wird durch flexible Arbeitsmodelle und die Auflösung von fixen Arbeitsplätzen unterstützt. Gemäss Marco Keel profitieren auch Kunden von der gesteigerten Mobilität der Raiffeisen-Mitarbeitenden: «Da unsere Berater und Beraterinnen sicher und geschützt von überall aus der Schweiz auf alle Daten zugreifen, können beispielsweise Beratungsgespräche beim Kunden zu Hause durchgeführt werden. Mobilität bedeutet in diesem Falle, vermehrt und eingehender auf Kundenwünsche einzugehen.»

Es gibt immer mehr Unternehmen wie Raiffeisen, die Mobilität und Home-Office ins Zentrum stellen. In Zukunft werden daher sogenannte Collaboration-Plattformen einen noch wichtigeren Stellenwert einnehmen, als dass sie jetzt schon tun. Diese Plattformen vereinen Kommunikation (Chat/Messaging und Video-/Audiokonferenzen), Projektmanagement und Dokumentenverwaltung in einem und vereinfachen somit die Zusammenarbeit von Teams, die regional verstreut arbeiten oder nicht an den gleichen Arbeitstagen im Büro sind. Experten sagen daher voraus, dass der interne E-Mail-Verkehr sich durch diese Collaboration-Tools drastisch verändern wird und unsere Mailboxen weniger überquellen werden.

 

5. Intuitive Touch-Technologien

In US-Serien wie CSI oder NCIS sehen wir seit Jahren, wie Agenten mit intelligenten und intuitiven Technologien Bilder, Tabellen, Videos und in diesem Falle Beweismaterial und DNA-Tests an Multi-Touch-Screens aufblasen, herumschieben, bearbeiten und dann wieder verschwinden lassen. Im normalen Büroalltag ist dies noch nicht flächendeckend im Gebrauch, aber bei Raiffeisen kommen diese Technologien bereits zum Zuge: Bei der Raiffeisenbank Lungern zum Beispiel werden Kunden mittels Touch- und videobasierten Technologien beraten. Der Kunde wählt auf dem vor Ort installierten Touch-Monitor seine Bedürfnisse aus und wird dann mit dem richtigen Berater via Videotechnologie zur Hauptbank verbunden. Ausserdem kommen berührungsempfindliche Touch-Technologien bei Raiffeisen in multimedialen Sitzungszimmern im Einsatz.

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  • Raiffeisenbank Lungern – die unbemannte Beraterbank
    Bei der Raiffeisenbank Lungern werden Kunden mittels Touch- und videobasierten Technologien beraten.
  • Touch-Monitor und Videotechnologie bei der Raiffeisenbank Lungern
    Der Kunde wählt auf dem vor Ort installierten Touch-Monitor seine Bedürfnisse aus und wird dann mit dem richtigen Berater via Videotechnologie zur Hauptbank verbunden.
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    Der selbständige Digital-Workplace-Berater Stephan Schillerwein zeichnet ein weiteres Szenario, wie wir diese Technologie in Zukunft nützen könnten: «Nehmen wir ein Unternehmen mit einem weltweit verteilten Team, das während einer Virtual-Reality-Konferenz an einer Konstruktionszeichnung arbeitet. Manche sind in verschiedenen Offices, manche zuhause, manche unterwegs – trotzdem können alle gemeinsam und in Echtzeit zusammenarbeiten: in den Meetingräumen wird die Konstruktion an grossen Wänden dargestellt und kann direkt per Touch-Gesten bearbeitet werden. Der Mitarbeitende, der gerade in der Wartelounge am Flughafen sitzt, kann das per 3D-Brille nur für sich projizieren und so manipulieren.» Das heisst: Dank den Touch- und Virtual-Reality-Technologien können alle Mitarbeitenden völlig unabhängig von einem physischen gemeinsamen Ort und physischen zu bearbeitenden Objekt gemeinsam etwas designen.

    Als eine der grössten und modernsten Arbeitgeberinnen der Schweiz ist Raiffeisen bestrebt, neue Technologien sehr früh zu prüfen – und wenn es Sinn macht, ihren Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen. Marco Keel setzt sich zusammen mit seinem Team «Digital Workplace & Collaboration Services» dafür ein, dass Raiffeisen ihren Mitarbeitenden auf dem sich stetig wandelnden Weg der Digitalisierung begleitet und an neue Technologien und Arbeitsweisen heranführt. Ausserdem ist er im regelmässigen Austausch mit dem hauseigenen Zukunftslabor RAI Lab, um sich gegenseitig von Innovationsimpulsen inspirieren zu lassen.

    Laut Digital-Workplace-Experte Keel stehen bei Raiffeisen Mobilität und Flexibilität beim Arbeitsplatz im Zentrum, zudem setzt die Schweizer Bank auf das Prinzip einer serviceorientierten Bereitstellung neuer Technologien: «Unsere Mitarbeitenden können aus einer Fülle von Workplace-Services individuell auswählen. Nicht jeder nutzt gleichwohl neue Technologien. Einige Services stellen wir jedoch flächendeckend zur Verfügung, da sie intern die Zusammenarbeit und Kommunikation fördern», so der Abteilungsleiter von Digital Workplace & Collaboration Services.

    Keel verrät, dass es Monate oder sogar Jahre braucht, bis neue Technologien intern optimal zur Anwendung kommen. Daher sind umfassende Schulungsprogramme enorm wichtig, damit Mitarbeitende mit den neuen Tools mithalten können und deren Nutzen erkennen. «Der digitale Wandel am Arbeitsplatz kann nur gelingen, wenn Unternehmen ihre Mitarbeitenden im Veränderungsprozess begleiten und aktiv unterstützen», ist Keel überzeugt.