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Endlich Eigenheim: Kleiner als gedacht, besser als erträumt

30.06.2016 |
  • Wirtschaft

Woher der Wunsch nach Eigenheim – nach den EIGENEN vier Wänden? Ist es die Sehnsucht nach Sicherheit und Heimatgefühl? «Sicher auch – aber nicht nur,» meint Familie Moser aus Würenlos (AG). Für die junge Familie hat sich mit dem Hauserwerb- und umbau ein sanft schlummernder Traum erfüllt, der zu ihren individuellen Ansprüchen passt. Sie erzählen uns, wie es dazu kam.

Eigenheim der Familie Moser aus Würenlos (AG) mit Anbau und Garten
Eigenheim der Familie Moser aus Würenlos (AG) mit Anbau und Garten

Seit ein paar Monaten leben wir nun schon in unserem eigenen Haus. Auch wenn wir nicht ein Leben lang davon geträumt haben, in den eigenen vier Wänden zu wohnen, so hat sich für uns mit dem Einzug in «unser eigenes Zuhause» dennoch ein romantischer Lebenstraum erfüllt. Der Wunsch nach einem Eigenheim entstand für uns im Laufe der Zeit und wuchs zusammen mit der Gründung unserer Familie weiter heran. Die eigenen Ansprüche an die Wohnverhältnisse verändern sich, wenn Kinder da sind. Gerne wollten wir unseren Kindern auch eine ähnliche Umgebung bieten, wie jene, in der wir aufwachsen durften. «Türe auf und raus in den Garten!» – das ist der Luxus, den wir unseren Kindern ermöglichen können. Wir wohnen heute genauso, wie wir es uns erhofft haben. Hier fühlen wir uns als Familie wohl und zuhause.

Die eigenen Ansprüche an die Wohnverhältnisse verändern sich, wenn Kinder da sind.

Unser Haus ist seit jeher in Familienbesitz und wir durften es aus einer Erbgemeinschaft auskaufen. Vor dem Um- bzw. Ausbau war es eines dieser kleinen Einfamilienhäuser aus den 50er Jahren. Ausgestattet war es mit wenigen kleinen Zimmern und einer engen, abgeschlossenen und einfachen Küche – dafür aber mit einem grosszügigen Umschwung. 

 

Realitätscheck

Wir haben im ursprünglichen Hausteil viel selber saniert, renoviert und umgebaut. Den neuen Anbau haben wir von einem Architekten planen und von Handwerkern umsetzen lassen.

Anfänglich gingen wir davon aus, den alten, bestehenden Hausteil nur ganz sanft zu renovieren. Kaum hatten die Renovationsarbeiten begonnen, wurde uns schnell klar, dass es nur mit neuen Böden und gestrichenen Wänden nicht getan war. Der Gesamtzustand des Hauses war zwar dem Alter entsprechend, aber dennoch schlechter als wir erwartet bzw. gehofft hatten. Grundlegende Sanierungsmassnahmen waren notwendig: So holten wir u.a. Offerten und Umsetzungspläne für Wärmedämmung oder Dampfbremse ein. Das waren alles kostenintensive Investitionen, die uns und unsere Budgetplanung erst Mal ziemlich «durchgeschüttelt» hatten. Gingen wir doch zu Beginn von viel tieferen Kosten aus. Aber ist das nicht bei jedem Hausbau- oder Renovation so?

Realistische Ziele setzen

Schritt für Schritt gelang es uns, einen realistischen Umsatzplan auf die Beine zu stellen. Dieser sah vor, dass wir einen Grossteil der Sanierungsarbeiten im alten Hausteil selber machen würden. Ja! Das war die richtige Entscheidung – auch wenn ganz viel Arbeit damit verbunden war. Viel Heimarbeit zugunsten kostspieliger Fremdausführung war also eine der ersten wegweisenden Entscheidungen für unseren persönlichen Finanzierungsplan. Zum Glück brachten wir genug Geschick, Können und Zeit mit für diese Umsetzungsform.

Aussenansicht neuer und alter Teil
Aussenansicht neuer und alter Teil

Den neuen Teil, der uns zu etwas mehr Platz, Raum und Licht verhelfen sollte, liessen wir von einem Architekten planen und umsetzen – dieses Vorhaben trauten wir uns nicht in Eigenregie zu.

Gut Ding will Weile haben

Der Faktor Zeit war wichtig für den positiven Verlauf unseres Vorhabens.

Wir hatten keinen zeitlichen Druck.

Vom Kaufentscheid über den Um- und Anbau bis hin zum Einzug sind fast fünf Jahre vergangen.

Das Haus war nur mit einer Kleinst-Hypothek von rund CHF 500.00/Monat belastet. Zum Glück! Die beste Voraussetzung, unseren Wunsch vom Eigenheim finanzieren zu können. Diese tiefe Hypothek konnten wir während der langen Planungs- und Umbauphase problemlos tragen – ohne uns im Alltag einschränken zu müssen. Ansonsten hätten wir die Arbeiten schneller vorantreiben müssen. Das hätte uns gestresst, weil wir dann längst nicht so viele Arbeiten hätten selber ausführen können – und das wäre sehr kostenintensiv geworden.

Weshalb das so lange gedauert hat?

Nun, erst die Erkenntnis, dass der Aufwand grösser sein würde, als erwartet. Dann die aufwändige Suche nach dem richtigen Architekten-Partner. Wir liessen uns am Anfang von einem Umsetzungs-Projekt verzaubern, welches für uns eigentlich gar nicht finanzierbar war. Im Wissen um unsere Budget-Limite hatte uns der erste Architekt ein Projekt vorgeschlagen, das rund 100 Prozent teurer war, als es unser Budget erlaubte. Es kostete uns in der Folge viel Zeit und Energie, uns zum einen von unseren Träumen zum anderen aber auch von unserem Architekten zu trennen. Im Rückblick war dieser Loslösungsprozess für uns jedoch eine sehr wertvolle Erfahrung, um unsere Träume und Vorstellungen der Realität, bzw. unserem Budget anzupassen. Konkret mussten wir uns zum Beispiel von der Idee eines grösseren Anbaus, der uns grosszügigere Raumverhältnisse ermöglicht hätte, trennen. Auch eine tolle «Car-Park-Lösung» mussten wir von unserer Wunschliste streichen.

Kurz: In dieser langwierigen aber wertvollen Phase gelang uns der Realitätscheck.

 

Wer sucht, der findet

Wir machten uns erneut auf die Suche nach einem Architekten und wurden fündig – nach einer etwas schwerfälligen Anlaufzeit konnten wir die Arbeit flott vorantreiben. Danach folgte die Frage nach der passenden Finanzierung. Zwar hatten wir nie schlaflose Nächte deswegen dennoch war eine detaillierte und sorgfältige Planung notwendig.

Das Ziel war klar: Eine Hypothek zu definieren, die für uns finanzierbar und für die Banken vertretbar ist. Von Anfang an waren wir uns einig, dass unsere Pensionskassengelder kein Bestandteil unseres Finanzierungsplans sein sollte. Wir suchten also nach anderen Lösungen und wurden fündig: Einerseits hatten wir Glück, dass das Haus in Familienbesitz war. So konnten wir das Haus von einer neutralen Person schätzen lassen, der den Preis auf realistischem und marktüblichem Niveau einstufte – ohne zusätzlich erhöhenden Spekulationsfaktor. Einen überrissenen Preis hätten wir uns nämlich, besonders im Hinblick auf Um- und Anbauten, nicht leisten können. Wir durften zudem auf einen Erbvorbezug setzen, der ca. sieben Prozent der totalen Investitionen ausmachte (Hauskauf, An- und Umbau), ein privates Darlehen seitens Familie von nochmals etwa sieben Prozent und unsere 20 Prozent ersparte Rücklagen rundeten unsere Eigenfinanzierung ab. Wir verfügten also über eine solide Grundlage für unsere Verhandlungen mit der Bank. Die Finanzierung war so gesichert.

 

Endlich einzugsbereit

Bei der Umsetzung der Renovations- und Sanierungsarbeiten des alten Hausteils legten wir selber viel Hand an. Zum Glück konnten wir uns dabei auf die Unterstützung von Freunden und unseren Eltern verlassen.

Seit Ende 2015 leben wir nun in unseren eigenen vier Wänden. Während im Innenbereich alles fix und fertig ist, haben wir für die Instandstellung des Gartens noch einige Pläne. Auch hier braucht es Geduld und natürlich Geld. So bleiben wir unserem Motto treu.

Um keinen Preis würden wir tauschen wollen. Die Dimensionen des Hauses und der Ausbaustandard entsprechen nun unseren Vorstellungen. Wir konnten uns dank guter Planung und viel «Do it yourself»-Arbeit zusätzlich den einen oder anderen langersehnten Luxus leisten, wie zum Beispiel eine hauseigene Sauna, einen neuen Dampfabzug oder auch ein digitales Lichtsystem, welches wir zentral via Handy steuern können. Toll! Hier lässt es sich wohnen. Hier fühlen wir uns als Familie zuhause.

Die lange Projektzeit mit allen ihren Hochs und Tiefs hat sich gelohnt. Wir würden es im Rückblick wieder genau gleich machen.

Die persönlichen Ansprüche an die eigene Finanzplanung sind so individuell wie unsere Raiffeisen-Kunden. Je nach Lebensabschnitt oder persönlicher Lebensgestaltung verändern sich die eigenen Ansprüche. Wir haben uns mit vier ausgewählten Raiffeisen-Kunden schweizweit unterhalten, um mehr über ihre lebensabschnittbedingten Ansprüche zu erfahren, sei dies als selbständige Unternehmerin, frischgebackene Eigenheim-Besitzer, rüstige Rentner oder als junge Familie. Lesen Sie hier über die nächsten Wochen hinweg, was diese Menschen bewegt und welche Ansprüche sie an die eigene Finanzplanung stellen.
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