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F10 und das RAI Lab – gemeinsam für Start-ups

30.08.2018 |
  • Innovation

Seit Anfang Jahr ist das RAI Lab Partner von F10, einem Begleiter für Start-ups. Neuen Sichtweisen begegnen, gegenseitig von Erfahrungen lernen – die Partnerschaft ist für beide Parteien das grosse Los. Ende August besuchten 13 Gründerteams das RAI Lab und pitchten ihre Geschäftsideen.

Im Rahmen der letzten Masterclass von F10 «Prototype to Product»-Programms präsentierten die 13 besten Start-ups von insgesamt 300 ihre Geschäftsideen vor  Raiffeisen-Mitarbeitenden.

Im Rahmen der letzten Masterclass von F10 «Prototype to Product»-Programms präsentierten die 13 besten Start-ups von insgesamt 300 ihre Geschäftsideen vor Raiffeisen-Mitarbeitenden.

Drei Fragen an Thomas Landis, Head of F10 & Start-up Coach – SIX Group

Thomas Landis, Head of F10 & Start-up Coach – SIX Group

Thomas Landis, Head of F10 & Start-up Coach – SIX Group

1. Was ist F10?

F10 unterstützt und begleitet Start-ups auf ihrem Weg von Jungunternehmen mit revolutionären Ideen zu erfolgreichen Firmen. Dazu gehört auch, die innovativen Start-ups mit finanziellen Institutionen zusammenzubringen, um gemeinsam die Herausforderungen der sich im Umbruch befindenden Finanzbranche zu meistern. Raiffeisen stellt einen wichtigen Teil des Schweizer FinTech-Ökosystems dar und wir sind froh, dass unsere Start-ups die Chance hatten, ihre Geschäftsideen vor Entscheidungsträgern bei Raiffeisen zu präsentieren.
 

2. Was bedeutet die Partnerschaft mit dem RAI Lab für F10?

Die Partnerschaft mit dem RAI Lab hilft Start-ups dabei, ihre Konzepte zu verbessern und besser auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Schweizer Bankenindustrie einzugehen. Beim Scouting der besten Start-ups in den Bereichen FinTech, RegTech und InsurTech stellen wir immer wieder fest, dass vielfach zwar gute Ideen mit Disruptionspotenzial vorhanden sind, aber ein grosser Teil der Jungunternehmen ihre Produkte zu wenig auf die Bedürfnisse der Branche ausrichten. Dem wollen wir bei F10 entgegenwirken, indem wir die ausgewählten Start-ups unseres «Prototype to Product»-Programms so früh wie möglich mit potenziellen Partnern mit jahrelanger Erfahrung zusammenbringen. Dadurch erhalten die Start-ups unersetzbare Rückmeldungen aus der Branche zu einem Zeitpunkt, zu dem Neuausrichtungen und Anpassungen des Geschäftsmodells noch möglich wären.
 

3. Was waren die drei wichtigsten Erkenntnisse des Pitch-Tages?

Im Rahmen der letzten Masterclass unseres «Prototype to Product»-Programms präsentierten die 13 besten Start-ups von insgesamt 300 ihre Geschäftsideen vor drei unserer Platinum-Partner. Es macht uns stolz zu sehen, wie die Pitches immer besser werden. Bei den dreiminütigen Präsentationen für Raiffeisen wurden keine Standard-Folien verwendet. Die meisten Start-ups zeigten konkrete Kollaborationsmöglichkeiten auf und richteten sich mit ihren Pitches gezielt an diesen wichtigen Partner.

Ein Highlight des Pitching-Anlasses war das Instant-Feedback-Tool, mit dem die Raiffeisen-Mitarbeitenden nach der Präsentation abstimmen konnten, ob Raiffeisen mit dem Start-up zusammenarbeiten soll. Dieses sofortige und ehrliche Feedback ist sehr wertvoll, da lange Entscheidungs- und Rückmeldungsprozesse bei Korporationen für Start-ups oftmals zeitliche und finanzielle Verluste bedeuten. Ausserdem wurde so die Feedback-Kultur Raiffeisens gespiegelt, was eine Zusammenarbeit für die Start-ups noch ansprechender macht. Innovation kann aber erst beginnen, wenn die Ideen auch umgesetzt werden – und somit steht die schwierigste Aufgabe noch bevor. Es ist zentral, dass Raiffeisen nun mit den Start-ups in Kontakt bleibt und die Kooperationsmöglichkeiten ausprobiert werden. Wir freuen uns darauf, gemeinsam die Finanzindustrie von morgen mitzugestalten.

 

Drei Fragen an Stefan Jeker, Leiter RAI Lab

Stefan Jeker, Leiter RAI Lab, Raiffeisen Schweiz

Stefan Jeker, Leiter RAI Lab, Raiffeisen Schweiz

1. Was erhofft sich das RAI Lab von der Partnerschaft mit F10?

Durch die Partnerschaft mit F10 können wir vor allem Erfahrungen sammeln. Eine Zusammenarbeit mit Start-ups, insbesondere eine enge Kollaboration, ist für grosse Unternehmen eine Herausforderung. Während F10 die Teams professionell betreut, fokussieren wir uns vom RAI Lab stärker auf den Austausch und mögliche Geschäftsbeziehungen. So können die Gründer (auch ohne uns) ihre Ideen und Produkte weiterentwickeln.

F10 ermöglicht uns:

  • den Innovationsprozess zu öffnen
  • an neue Impulse von aussen heranzukommen und
  • diese einfach beobachten zu können.

Zusätzlich liefern die Teams von F10 und neue Sichtweisen auf alte Herausforderungen.
 

2. Was waren die drei wichtigsten Erkenntnisse des Pitch-Tages?

Wir durften die 13 Start-ups in unserem Lab-Space in St.Gallen begrüssen. Rund 30 Mitarbeitende von Raiffeisen aus unterschiedlichen Fachbereichen haben sich von den Pitches inspirieren lassen. Dabei konnten sie den Start-ups und uns als RAI Lab Feedback geben zur Idee und ob wir die Zusammenarbeit aus ihrer Optik vertiefen sollen.

Meine drei wichtigsten Erkenntnisse:

  • Raiffeisen-Mitarbeitende sind offen für den Austausch und die Kooperation mit Start-ups.
  • Unsere Feedbacks helfen den Start-ups, sich fokussiert weiterzuentwickeln.
  • Wir können gegenseitig voneinander lernen. Als Raiffeisen Organisation von der Agilität, als Start-ups von unseren Erfahrungen und Impulsen, um ihr Business zu entwickeln.
     

3. Wie geht es nun weiter mit den präsentierten Ideen?

Jeder Pitch der Start-ups von F10 wurde von den teilnehmenden Raiffeisen-Mitarbeitenden bewertet und die Start-ups mit dem meisten Potenzial für Kooperationen ausgewählt. Wir werden als RAI Lab zusammen mit den Start-ups und mit den Fachbereichen die konkreten Möglichkeiten validieren. Diejenigen mit dem grössten Potenzial werden im Rahmen des RAI Lab Innovations-Prozesses vorgestellt und entschieden, ob und wie wir ein Experiment durchführen werden.