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Finanzielle Starthilfe für den Nachwuchs sichern

28.07.2016 |
  • Wirtschaft

Alle Eltern machen sich Gedanken über die Zukunft ihrer Sprösslinge und hoffen, dass es ihren Kindern einmal gleich gut – oder sogar besser – geht als ihnen selbst. Neben Gesundheit und Zufriedenheit wünschen sich Eltern für ihre Kinder auch eine sichere berufliche und finanzielle Zukunft. So auch Karin und Reto Stalder, die mit ihren zwei kleinen Söhnen Linus (6) und Niklas (4) in Luzern leben. Die künftige finanzielle Selbständigkeit ihrer Kinder ist ihnen wichtig – gleichzeitig wollen sie ihnen eine gehörige Portion Lebensfreude mit auf den Weg geben.

Blick in die Zukunft – Linus Stalder

Blick in die Zukunft – Linus Stalder

Um ihren Kindern den Sprung in die erwachsene Selbständigkeit zu erleichtern, ist eine elterliche finanzielle Starthilfe eine willkommene Unterstützung. Zwar ist der Vater von Linus und Niklas Stalder kein Fan grosser Langzeitpläne, aber er und seine Frau haben trotzdem vorsorglich für ihre beiden Jungs je ein Sparkonto angelegt: «Denn es kann ja immer einen Engpass oder ein unvorhersehbares Ereignis geben, wo man als Eltern einspringt und die Kinder finanziell unterstützt, falls es nötig ist. Es gibt Opportunitäten im Leben, die nicht wegen einem finanziellen Engpass verpasst werden sollten», erklärt Reto Stalder.

Dabei denkt er gerne an seine eigene Erfahrung zurück, als er nach abgeschlossenem Studium zwar über viel Zeit, aber kaum Geld verfügte. Dank dem geliehenen Geld seines Vaters konnte er mit der Transsibirischen Eisenbahn von der Schweiz bis nach Shanghai, China reisen. Ohne diese finanzielle Überbrückung seines Vaters hätte Reto Stalder eine seiner prägendsten Erfahrungen und sein spannendstes Reiseerlebnis verpasst. «Nach Antritt meiner ersten Stelle habe ich ihm das Geld ziemlich rasch zurückbezahlt. Ungefähr so werde ich es auch mit meinen Kindern handhaben und einspringen, wo nötig. Zusätzlich erhalten sie zur Volljährigkeit ihr Sparkonto. Das hilft ihnen, sich etwas zu leisten, was sonst in diesem Alter nicht in Griffweite wäre», sinniert der zweifache Vater weiter über die Zukunft seiner Kinder.

Die Stalders bezahlen monatlich einen kleinen Batzen auf das Sparkonto ihrer Jungs. Daraus ergibt sich Kapital, das der Nachwuchs später verwenden kann – am ehesten wohl für eine Ausbildung.

 

Nicht planbare Zukunft, aber planbare Strategie

Vieles im Leben ist nicht planbar und liegt ausserhalb unserer Kontrolle. Der Zufall, das nicht Planbare, hat auch bei der Familie Stalder eine gewichtige Rolle gespielt. So wurde Niklas, der jüngere Sohn, mit dem Down Syndrom geboren. Ihr Sohn wird in seiner Entwicklung eingeschränkt sein. In welchem Masse ist noch unklar – wie bei nicht behinderten Menschen ist die Spannbreite von kognitiven und motorischen Fähigkeiten sehr breit. Die Familie hat erfahren, dass nicht immer alles im Leben nach Plan läuft. Deshalb ist es ihnen wichtig, dass künftig beide ihrer Söhne ein möglichst selbstbestimmtes, finanziell unabhängiges Leben führen können.

Wie sich das konkret in einem bestimmten Lebenskonzept niederschlägt, bleibt offen. Die Eltern Stalder sind sich aber einig, dass eine Vorsorge-Strategie wertvoll ist. Sie fassen das Thema Nachwuchs und finanzielle Vorsorge in einem Satz zusammen: «Kinder haben heisst auch, sich das ganze Leben für sie (mit)verantwortlich fühlen – das gilt auch in Sachen Finanzen.»

Die persönlichen Ansprüche an die eigene Finanzplanung sind so individuell wie unsere Raiffeisen-Kunden. Je nach Lebensabschnitt oder persönlicher Lebensgestaltung verändern sich die eigenen Ansprüche. Wir haben uns mit vier ausgewählten Raiffeisen-Kunden schweizweit unterhalten, um mehr über ihre lebensabschnittbedingten Ansprüche zu erfahren, sei dies als selbständige Unternehmerin, frischgebackene Eigenheim-Besitzer, rüstige Rentner oder als junge Familie. Lesen Sie hier über die nächsten Wochen hinweg, was diese Menschen bewegt und welche Ansprüche sie an die eigene Finanzplanung stellen.
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