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Wie die Goba Mineralwasser in einen Schmetterling verwandelt

07.06.2018 |
  • Erlebnis

Was geschieht, damit aus dem sprudelnden Mineralwasser das beliebte «Flauder» wird? Wir sind den Geheimnissen des Appenzeller Erfrischungsgetränk auf die Spur gegangen.

Schriftzug auf dem verschlossenen Bunkereingang zur Goba-Quelle: Hier fliesst unsere Quelle, hier schlägt unser Herz.

Dass es sich bei dem von aussen unscheinbaren Bunker um das Herzstück des Unternehmens handelt, wird spätestens mit dem Schriftzug am Eingang deutlich.

Wenn das Wasser der Quelle in Gontenbad entspringt, schmeckt es noch nicht so, wie man sich frisches Quellwasser vorstellt. Das Wasser, das über mindestens 25 Jahre Minerale angesammelt hat, weist einen leichten Metallgeschmack auf. Dieser stammt vom hohen Eisengehalt im Wasser. Da jedes Mineralwasser über eine einzigartige Zusammensetzung verfügt, darf diesem nichts hinzugefügt werden, entzogen – wie in diesem Fall das Eisen – aber schon. So kommt die Firma Goba denn auch zu ihrem einzigartigen Wasser, wofür sie dank der Marken «Flauder» sowie «Appenzell»-Mineralwasser und «Goba Cola» landesweit berühmt wurde.

Diverse Getränke der Firma Goba.

«Flauder» verhalf dem Unternehmen zum Durchbruch. Aber immer wieder erfindet sich die Goba mit weiteren süssen Kreationen neu – und auch diese werden mit Mineralwasser produziert.

Kein Wunder also, behütet sie ihr Herzstück – die Quelle – wie einen Schatz in einem Betonbunker, eingebettet in der grünen Idylle des Appenzellerlandes. Inwiefern sich die Tradition der Region auch im Traditionsunternehmen widerspiegelt, weiss niemand besser als die preisgekrönte Geschäftsführerin Gabriela Manser, deren Grossvater einst die Getränkeabfüllerei im Gontenbad gegründet hatte:

Erst in der neu entstehenden Produktionshalle gelangt das Wasser in seine bekannte Form: In jene Flaschen mit dem kennzeichnenden Wörterband um deren Hals. Das Design war der Geschäftsführerin und Inhaberin in dritter Generation, Gabriela Manser, wichtig: Auf den Flaschen finden sich wahlweise Wörter wie «Kraft, Quelle, Seele, Freude».

Ehe die Flaschen jedoch ihr Design erhalten, werden sie als PET-Rohlinge angeliefert, erhitzt und in Sekundenschnelle in die bekannte Form vergrössert.

Wer in der Produktionshalle der Goba AG steht, fühlt sich ein wenig wie inmitten eines Werkes von Jean Tinguely: Der vollautomatisierte Prozess vom PET-Rohling bis zur abgefüllten Flasche lässt sich von einer Besucherplattform vollständig beobachten. Der eine Teil wird von den Maschinen zu Sixpacks für den Detailhandel abgepackt, der andere wiederum in Harassen. Zwischen 10'000 und 12'000 Flaschen werden hier innert einer Stunde abgefüllt.

Jede Maschine, jeder Schritt ist für den Laien gut sichtbar gekennzeichnet. Hier also wird die Raupe zum Schmetterling – oder wie die Appenzeller es nennen: zum «(Flick-)Flauder».

Wie vielfältig das Angebot der Goba ist, erfährt der Besucher aber spätestens zu Ende einer Besichtigung. Nicht nur, dass inzwischen die berühmten Produkte «Flauder», «Appenzell Mineral» und «Goba Cola» in diversen Variationen und Geschmacksrichtungen daherkommen – der Besucher darf auch über die riesige Auswahl an Likören, Sirupen, Konfitüren und Aperitifen staunen, die seit der ersten Generation historisch gewachsen ist. 

Gestell mit Likören aus der Goba-Produktion.

Die Goba bietet nebst Erfrischungsgetränken auch eine riesige Auswahl an historischen und neu kreierten Likören.

Die Produkte finden ihre Entstehung in der Manufaktur der Firma. Und im Gegensatz zu den Getränken der Massenproduktion können diese Spezialitäten schnell entwickelt und hergestellt werden: passend zur Saison, einem Trend oder etwa dem aktuellen Thema der «Flauderei». Letztere gilt als der eigentliche Marktplatz der Goba, wo sie ihre Produkte aufwendig inszeniert und der Besucher noch mehr in die Welt und die Geschichte des Familienunternehmens eintauchen kann.

Bei einem Besuch der Goba gilt es schliesslich, die Geheimnisse des Unternehmens zu entdecken, wie die Geschäftsführerin Gabriela Manser selbst erklärt.

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