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Ideen mit Potenzial erkennen und weiterentwickeln

06.04.2018 |
  • Innovation

Ideen sind die starke Währung in modernen Innovationsprozessen. Raiffeisen hat ein ausgeklügeltes Vorgehen entwickelt, gute Ideen im internen Innovationsprozess zu kanalisieren und zur Umsetzung zu begleiten. Wie gelangt man zur «richtigen Idee»? Und wie erkennt man «Ideen mit Entwicklungspotenzial»?
 

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  • Teammeeting vom RAI Lab Raiffeisen Schweiz
    Teammeeting vom RAI Lab: Fabian Schmid, New Business Innovator (links), und Stefan Jeker, Leiter RAI Lab (rechts)
  • Teammeeting vom RAI Lab Raiffeisen Schweiz
    Teammeeting vom RAI Lab: Luis-Eduardo Ernst, New Business Innovator (links), und Romana Swoboda, Mitarbeiterin RAI Lab (rechts)
  • Teammeeting vom RAI Lab Raiffeisen Schweiz
    Teammeeting vom RAI Lab: Patrick Baumberger, Stellvertretender Leiter RAI Lab
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    Das RAI Lab, das Innovations- und Zukunftslabor von Raiffeisen, arbeitet nach dem «Trial & Error»-Prinzip. Es legt grossen Wert auf die interne und externe Vernetzung aller Geschäftsbereiche und externen Partnerschaften. Ausserdem entwickelt und testet das RAI Lab Prototypen, die dem zukünftigen nachhaltigen Erfolg von Raiffeisen dienen. Das alles wird wie in einem Startup gehandhabt: Mit viel Experimentierfreude, Agilität und auch dem Mut, Ideen wieder zu verwerfen, wenn sie nicht gut genug sind. 

    «Wir schliessen Ideen nicht von Beginn an aus, weil sie potenziell nicht in unser Muster passen. Wir hören zu, wir evaluieren, wir diskutieren, wir optimieren, und wir verwerfen oder verfolgen eingegangene Ideen weiter», sagt Stefan Jeker, Leiter RAI Lab. 

    Wie bekommt man denn den Kopf frei dafür, neue Ideen zu entwickeln? Und wie kommen Ideen zustande, die auch umsetzbar sind? Im Team? Oder alleine? Stefan Jeker erzählt uns, welche Ideenentwicklungsmethoden er favorisiert.

    Ideen entwickeln – Vier Fragen an Stefan Jeker, Leiter RAI Lab 

    Erkennst du Ideen mit Entwicklungspotenzial sofort? 

    Ich glaube, es wäre nicht richtig zu behaupten, dass ich im Alleingang Ideen mit Entwicklungspotenzial auf den ersten Blick erkenne. Die Qualität und das Entwicklungspotenzial erkennt man meist erst in der Diskussion – somit also im Team oder in der Gruppe. Wir haben effiziente Prozesse entwickelt, um das Potenzial einer Idee schnell zu erkennen.

     

    Wenn eine steht – oder auch erst im Raum «herumschwirrt» – wie geht es dann weiter? 

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Eines meiner Lieblingsbeispiele ist noch ganz jung und bezieht sich auf einen internen «Business-Hackathon» die «Innovation Challenge», die wir im Herbst 2017 zum ersten Mal durchgeführt haben.

    Ein Team ohne jegliche Innovations-Erfahrung hatte eine einfache Idee: Sie wollten für Kinder im Bankenwesen «etwas schaffen». Noch während der «Innovation Challenge» wurde die Idee geschärft und pointiert präsentiert. Die Jury war vom Entwicklungspotenzial überzeugt. Im Nachgang an die Innovation Challenge wurde im Rahmen eines «Inside Camps» weiter an der Idee gearbeitet und in Bälde wird diese Idee an den «Pitching Days» präsentiert.

     

    Auf welche Methoden setzt ihr, um an die besten Ideen zu gelangen? 

    Wir verfolgen «Design-Thinking»-Ansätze. Dabei stellen wir bei allen Ideen die Nutzersicht ins Zentrum. Bei der Ideenentwicklung setzen wir auf die Arbeit im heterogenen Team, damit möglichst unterschiedliche Sichtweisen zum Tragen kommen. Dabei arbeiten wir jeweils fokussiert auf die Erstellung von Prototypen hin. 

    Zudem erachte ich es als sehr wichtig, eine Idee möglichst früh mit unterschiedlichen Parteien zu diskutieren und deren Nutzen und Entwicklungspotenzial zu prüfen.

     

    Welche Eigenschaften braucht es, um gute Ideen entwickeln zu können? 

    Neugierde ist bestimmt sehr hilfreich. Wer in der Lage ist, möglichst früh den Nutzen einer Idee formulieren zu können, ist im Vorteil.