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Interview mit Benoît Tacchini

01.09.2016 |
  • Unser Unternehmen

Beim Betreten des Kundenraums der Raiffeisenbank des Bezirks Moudon (VD) fühlt man sich herzlich in Empfang genommen – jeder Mitarbeiter begrüsst uns freundlich. Direktor Benoît Tacchini öffnet die Türen seiner Bank und erklärt uns die Besonderheiten.

 

Was unterscheidet Ihre Raiffeisenbank von den anderen?

Benôit Tacchini
Benôit Tacchini

Das Alter unserer Bank, sie besteht seit fast 200 Jahren. Sie wurde 1822 unter dem Namen «Sparkasse des Bezirks Moudon» gegründet, bevor Raiffeisen sie 1995 übernommen hat. Dank dieser langen Tradition und dieser tiefen Verwurzelung in der Region können wir mit Zuversicht in die Zukunft blicken.

Warum haben die Kunden Vertrauen zu Ihnen und vertrauen Ihnen ihr Geld an?

Bei uns ist Kundennähe nicht nur ein Slogan! Es ist ein sehr konkreter Begriff, der täglich zum Ausdruck kommt. Die Kunden werden sich zunehmend der Tatsache bewusst, dass das Geld aus der Region in die Region fliesst und nicht in alle Weltgegenden. Das Bedürfnis nach Nachvollziehbarkeit – das sich im Zusammenhang mit allem, was die Ernährung betrifft, herausgebildet hat – und der Wunsch nach einer Rückkehr zu den Wurzeln, zum Regionalen wirken sich ebenfalls auf den Bankenbereich aus. Die Menschen möchten mit einem wirklich lokalen Partner sprechen und nicht mit einem Callcenter in Indien oder anderswo.

 

Engagieren Sie sich auf lokaler oder regionaler Ebene auf besondere Weise?

Bei unserer Generalversammlung vergeben wir einen Preis in Höhe von 20’000 Franken an ein Projekt, das uns besonders am Herzen liegt. Unser Engagement bezieht sich auf Projekte in der Region, doch sind die Kriterien recht weit gefasst. So haben wir zum Beispiel die Anlage eines Spielplatzes für die Kinderkrippen von Moudon und Lucens finanziert, wir haben die Stiftung «Planète enfants malades» unterstützt, die sich um die Betreuung der Eltern der kranken Kinder im Krankenhaus kümmert, und uns an der Restaurierung der Justitia-Statue in Moudon beteiligt. Es kann auch vorkommen, dass wir keinen Preis vergeben. Es geht nicht darum, um des Gebens willen zu geben, sondern wirklich ein Qualitätsprojekt zu unterstützen.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit in der Bank?

Mein Team. Ich kann mich auf das Fachwissen meiner Mitarbeiter und auf ihr Engagement verlassen. Sie sind gegenüber den Kunden hilfsbereit und versuchen stets, eine Lösung zu finden. Ich spreche dem Empfang eine hohe Bedeutung zu, und wir versuchen, ihn persönlich zu gestalten. Die Kunden, besonders diejenigen, die nicht aus der Gegend kommen, bemerken und schätzen dies. Wir bekommen diesbezüglich häufig sehr positive Rückmeldungen.

 

Wodurch zeichnet sich Ihre Stadt aus?

Moudon verfügt über einen geheimen Charme, den zu entdecken man sich die Zeit nehmen sollte. Es ist häufig nicht bekannt, dass sie die ehemalige Hauptstadt des savoyischen Waadtlandes ist. Ihr mittelalterliches Architekturerbe zählt zu den am besten erhaltenen in der Schweiz: In den letzten Jahren wurden umfangreiche Restaurationsarbeiten durchgeführt. Der historische Rundgang lohnt einen Umweg. Einer der Trümpfe der Stadt ist auch ihre Lage. Nach Bern sind es 45 und nach Lausanne 20 Minuten, in einer Stunde erreicht man Skipisten, so hat Moudon alles in der Nähe.

 

Können Sie uns eine Schalteranekdote erzählen?

Es sind mehrfach Kunden gekommen, um ihre Post am Schalter abzugeben, weil sie glaubten, in der Post zu sein. Sie schienen nicht unbedingt zu verstehen, warum wir ihre Post nicht annehmen konnten.