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Raiffeisen Know-how für den grössten Naturpark der Schweiz – Parc Ela

04.01.2018 |
  • Gesellschaft

Tapetenwechsel für die beiden Raiffeisen-Mitarbeitenden Thomas Federer und Nicola Leuenberger: Sie haben im Rahmen des auf Kompetenzspenden beruhenden Corporate Volunteerings «Raiffeisen Community Engagement» den Parc Ela in Bergün unterstützt. Ein Erlebnisbericht.
 

Frische Bergbrise statt Büroluft. Das gibt es für uns während unseres freiwilligen Einsatzes im Parc Ela in Bergün. Nebst dem eigentlichen Projektauftrag – wir sind angereist, um eine Strategie für die Ausweitung des Volunteeringkonzepts zu entwickeln – heisst es zuerst: Mitanpacken! In atemberaubender Kulisse bauen wir einen (fast) perfekten Weidezaun auf.

 

Einsatz im grössten Naturpark der Schweiz

Was müssen wir wohl machen? Bringt das wirklich etwas? Und wie wird die Zusammenarbeit mit der Schulklasse und den Bauern aussehen? Wir sind unendlich gespannt, was uns an diesem Tag erwartet.

 

Eintreffen in Bergün

Um acht Uhr morgens treffen wir die Einsatzleiter vom Parc Ela in Bergün. Die schicke Parc-Ela-Montur sowie die bereits im Vorfeld erhaltenen Dokumente machen einen sehr professionellen Eindruck. Mittlerweile sind auch die rund 20 Schülerinnen und Schüler eingetroffen, mit welchen wir den Tag verbringen werden. Für sie ist es bereits der dritte Einsatztag. Kein Wunder, wirken einige etwas müde.

Besammlung beim Treffpunkt in Bergün für den Tageseinsatz im Parc Ela

Besammlung beim Treffpunkt in Bergün

Uns wird zunehmend klar, dass solche Einsätze einiges an Organisation benötigen: Das Material muss vorhanden sein, der Transport und die Verpflegung müssen organisiert werden, bei schlechtem Wetter müssen sie Backup-Szenarien zur Verfügung haben und vieles mehr. Wirklich erstaunlich, was und wie die Verantwortlichen hier alles managen.

Nicola Leuenberger schleppt Zaunpfähle im Parc Ela
Nicola Leuenberger schleppt Zaunpfähle im Parc Ela

Begleitet von einem charmanten Landwirt fahren wir nach Preda. Dort angekommen instruieren uns die Gruppenleiter und die Landwirte. Unsere Aufgabe: Einen Schutzwald neu einzäunen. Wir legen voller Tatendrang los und schleppen die vorbereiteten Zaunpfähle an ihren Bestimmungsort, um sie anschliessend dort zu setzen.

 

Anleitung zum (fast) perfekten Weidezaun

  1. Holzpfähle verteilen

  2. Büsche entlang zukünftigem Zaun stutzen

  3. Holzpfähle einschlagen

  4. Draht einspannen

Nicola Leuenberger und Thomas Federer gönnen sich eine Pause während ihres Freiwilligeneinsatzes beim Parc Ela

Nicola Leuenberger und Thomas Federer gönnen sich eine Pause.

So einfach, wie es diese Anleitung erhoffen lässt, ist es aber dann doch nicht. Viele Schweisstropfen und etwas mehr als einen halben Tag später dürfen wir endlich die Zaunpfähle einschlagen und den Draht spannen. Das Resultat: ein Weidezaun, der sich sehen lassen kann. Die Kühe können kommen!

Die beiden Raiffeisen-Mitarbeiter Thomas Federer und Nicola Leuenberger bauen mit einer Schulklasse einen Weidezaun im Parc Ela

Ein fast perfekter Weidezaun im Parc Ela

Während des ganzen Tages in der freien Natur erlebten wir aufschlussreiche Gespräche. Insbesondere haben die Leiter viel über die Unterschiede der Einsatzgruppen wie Schüler, schwer Erziehbare oder Businessleute berichtet. Auch haben wir einiges über das Parkmanagement erfahren. Mit diesen Informationen, einigen Kratzern und einem leichten Sonnenbrand sind wir an die eigentliche Aufgabe gegangen. Gemeinsam mit Dieter Müller, Geschäftsleiter, und Alfred Gantenbein, Koordinator für Gruppeneinsätze beim Parc Ela, haben wir eine Strategie für die Ausweitung des Volunteeringkonzepts entwickelt.

 

Ziel erreicht

Dieter Müller: «Die Zusammenarbeit mit den Volunteers hat uns dank ihrem Aussenblick auf unsere bisherige Arbeit neue Ansätze aufgezeigt und uns zur Reflexion angeregt. Und wir durften zwei sympathische, engagierte Personen aus einem uns fremden Arbeitsumfeld kennenlernen! Thomas Federer und Nicola Leuenberger konnten uns sehr gut dokumentiert aufzeigen, wo und wie wir weitere Zielgruppen für einen Freiwilligen-Einsatz für Natur und Landschaft im Parc Ela begeistern könnten.»

 

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  • Ausblick von der Wiesner Alp auf die Bergüner Stöcke mit Piz Ela, Corn da Tinizong und Piz Mitgel.
    Ausblick von der Wiesner Alp auf die Bergüner Stöcke mit Piz Ela, Corn da Tinizong und Piz Mitgel. (© Lorenz A. Fischer)
  • Landschaft zwischen Orgel-Pass, Ela-Pass und Lai Grond mit Blick auf den Piz Ela.
    Landschaft zwischen Orgel-Pass, Ela-Pass und Lai Grond mit Blick auf den Piz Ela. (© Lorenz A. Fischer)
  • Dorf Stierva mit Blick ins Untere Albulatal, nach Lenz und zum Lenzerhorn.
    Dorf Stierva mit Blick ins Untere Albulatal, nach Lenz und zum Lenzerhorn. (© Lorenz A. Fischer)
  • Alp Flix im Surses mit Blick auf den Piz Platta.
    Alp Flix im Surses mit Blick auf den Piz Platta. (© Lorenz A. Fischer)
  • Naturwaldreservat Crap Alv-Ervedi in Bergün/Bravuogn.
    Naturwaldreservat Crap Alv-Ervedi in Bergün/Bravuogn. (© Lorenz A. Fischer)
  • Auf dem Cuolm da Latsch im Albulatal oberhalb von Bergün/Bravuogn.
    Auf dem Cuolm da Latsch im Albulatal oberhalb von Bergün/Bravuogn. (© Lorenz A. Fischer)
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    Raiffeisen «Community Engagement»

    Mit dem Programm «Community Engagement» unterstützt Raiffeisen ausgewählte kleine bis mittelgrosse Non-Profit-Organisationen bei konkreten Problemstellungen. Kadermitarbeitende aus allen Sprachregionen arbeiten jeweils über den Zeitraum eines halben Jahres mit den Organisationen zusammen und bringen ihre Expertise und nachhaltige Lösungen ein. Ziel von Raiffeisen ist es, während des halbjährlichen Einsatzes Organisationen oder Institutionen im Bereich Umwelt, Regionalwirtschaft oder Mensch und Kultur zu unterstützen.