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Sie sind von Scientology!

10.06.2016 |
  • Gesellschaft

«Sie müssen mich gar nicht erst fragen, ich trete nicht bei!» Strassenumfragen sind keine einfache Aufgabe. Der Bettler, Unterschriftensammler und Ideologen überdrüssig, würgten die meisten Passanten in Zürich jegliche Annäherungsversuche bereits im Keim ab. Eine Dame ging sogar soweit, den Reporter als Missionar der religiösen Lehre Scientology zu bezeichnen. Und dieser wolle sie dann auf gar keinen Fall beitreten.

Es braucht viel Charme (und Geduld), um die erste Hürde, die Kontaktaufnahme, zu nehmen. Der Autor hat davon zur Genüge (ja, auch von besagter Geduld), so konnte er doch bei zahlreichen Mitmenschen bis zur zweiten Hürde vordringen. Denn nach erfolgter Erstkommunikation zeichnete sich schnell ab: Genossenschaften sind gar nicht so bekannt, wie man vermuten könnte. Davon ausgenommen sind Wohn(bau)genossenschaften, was nicht so verwundert. Aufgrund des knappen Wohnungsmarktes weiss natürlich jede Zürcherin und jeder Zürcher, was es mit dem genossenschaftlichen Wohnmodell auf sich hat. Doch dass die Genossenschaft eine Rechtsform wie eine Aktiengesellschaft ist, dies entzog sich vieler Köpfe.

Der Autor musste mit Erstaunen feststellen, dass selbst bekannte Genossenschaften wie die Migros, Coop oder die beste Bank der Welt (das wäre übrigens Raiffeisen) nicht wirklich als Genossenschaften bekannt sind. Bevor Passanten beantworten konnten, ob Genossenschaften angesagt oder demodé sind, brauchte es viel Aufklärungsarbeit. Doch nun sind sich alle Befragten im Klaren, was der Autor bereits lange weiss: Genossenschaften sind grossartig.

Was denken Sie über Genossenschaften?

Lesen Sie ein paar Stimmen zu unserer Frage, ob Genossenschaften wirklich so gut sind, wie der Reporter überzeugt ist, oder ob es sich dabei doch um eine verstaubte Angelegenheit handelt. Und sagen Sie uns doch auch Ihre Meinung zu Genossenschaften: Zum Beitrag Strassenumfrage