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Eine Statistenrolle bei «Flitzer»

26.09.2017 |
  • Erlebnis

Für zwei Minuten Film einen ganzen Morgen lang am Set der Schweizer Komödie «Flitzer» stehen, das durften die zwei Statisten Roman Jäggi und Dominik Hüppin. Die Rolle haben sich die beiden durch einen Raiffeisen-Wettbewerb auf Facebook ergattert.

 

Was beinhaltet Ihre Rolle?

Dominik Hüppin (D. H.) und Roman Jäggi (R. J.): «Wir mussten Mitglieder der Gottfried Keller-Stiftung mimen. Die Hauptfigur (Beat Schlatter) versprach dieser Stiftung einen beachtlichen Betrag für das gleichnamige Museum. Diese Checkübergabe wurde mit einem Apéro gefeiert und wir waren als Mitglieder dieser Stiftung die geladenen Apéro-Gäste und durften der Dankesrede unseres Präsidenten (Altbundesrat Leuenberger) zuhören.»

 

Wie haben Sie sich vorbereitet?

R. J.: «Nicht gross, wir mussten uns lediglich festlich kleiden. Ansonsten wussten wir nicht, was uns erwartet.»

 

Wie war der Dreh?

R. J.: «Der Dreh im 'Zunfthaus zum Zimmerleuten' in der  Zürcher Altstadt war wirklich sehr interessant. Vor allem die Tatsache, dass der Dreh für nur zwei Minuten Film einen ganzen Morgen lang dauerte.»

 

D. H.: «Und dabei blieb uns keine Minute übrig. Der Morgen war zeitlich sehr straff organisiert, da am Nachmittag ein weiterer Dreh auf dem Plan stand. Jeder wusste stets, was zu tun war – das war beeindruckend. Die Szene wurde einige Male aus verschiedenen Blickwinkeln gefilmt und wir mussten jeweils immer gleich dastehen, damit man die verschiedenen Takes auch zusammenschneiden kann. Und Achtung: nie in die Kamera schauen!»

 

Wie war es hinter den Kulissen?

D. H.: «Es war interessant zu sehen, wie viele Personen miteinander arbeiten müssen. Es war wie in einem Ameisenhaufen. Die Mitarbeitenden hatten klare Vorgaben und alles lief wie am Schnürchen. Natürlich ist im Film alles Fake. Wir mussten zum Beispiel zwei Stunden lang ein Weinglas halten. Darin war aber nur stark verdünnter Apfelsaft.»

R. J.: «Dem kann ich nur zustimmen. Zudem wurden wir sehr herzlich aufgenommen und die Verpflegung war sehr lecker.»

 

Wie war es, mit Schweizer Promis zu arbeiten?

D. H.: «Wir hatten keinen grossen Kontakt zu Beat Schlatter oder Moritz Leuenberger, da sie erst kurz vor Drehbeginn eintrafen und danach gleich wieder wegmussten. Für einen Schwatz und ein Selfie hat es aber gereicht.»

 

R. J.: «Genau – und dabei merkte man, dass die beiden sehr bodenständig sind. Für mich waren dieser Schwatz und das Selfie das Highlight des Tages.»

 

Und was war Ihr Highlight, Herr Hüppin?

D. H.: «Ich fand es sehr beeindruckend, wie Altbundesrat Leuenberger seine Ansprache für die Stiftung ca. zwanzig Mal aufsagen musste. Er tat dies mit Bravour. An ihm ist ein Schauspieler verloren gegangen.»

 

Weshalb denken Sie, sollte man sich den Film anschauen?

R. J.: «Ich habe den Film bereits gesehen. Er bietet sehr viel Humor und ist für mich seit langem eine der besten Schweizer Komödien, wenn nicht sogar die beste aller Zeiten.»

 

D. H.: «Da bin ich echt gespannt. Der Plot hört sich sehr amüsant an und viele Schweizer Berühmtheiten spielen mit. Nur schon Beat Schlatter als Flitzer ist ein Kinoabend wert. Ich werde mir den Film auf keinen Fall entgehen lassen.»