Das beste Einfamilienhaus 2018 - Siegerprojekte

Der Architekturpreis «Das beste Einfamilienhaus 2018» liefert Inspirationen und Anschauungsbeispiele rund um die hochwertige Schweizer Baukultur. Wir stellen die Sieger und die weiteren nominierten Projekte vor.

Der Jurypreis des Architekturwettbewerbs «Das beste Einfamilienhaus 2018», der von der Wohnzeitschrift Das Ideale Heim ausgelobt wird, geht an zwei unterschiedliche Projekte, welche die Bandbreite des Typus Einfamilienhaus aufzeigen. Die Jury war sich einig, dass das typische Einfamilienhaus unter den Vorzeichen der Verdichtung sicher nicht die geeignetste raumplanerische Antwort ist. Die Abgrenzung ist nicht immer einfach. Ist zum Beispiel ein Reiheneinfamilienhaus ein richtiges Einfamilienhaus? Und sind bei einem Ersatzneubau im Landwirtschaftsgebiet die Vorschriften nicht zu restriktiv, sodass es kaum mit anderen, freier gestaltbaren Exemplaren zu vergleichen ist? Laut Jury gehören beide Kategorien dem Typus des Einfamilienhauses an, so hat jedes Haus aufgrund seiner Lage auch spezifische Herausforderungen zu meistern. Unter den 64 eingereichten Arbeiten von 53 Büros wurden folgende Projekte ausgewählt.

 

 

Sieger der Fachjury 1:

Wohnhaus und Atelier «ELLI» (Holzer Kobler Architekturen, Zürich)

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  • Objekt 4
    Wohnhaus, Atelier und die bestehenden Büroräumlichkeiten im Nachbarhaus stellen kombinierbare Einheiten dar, die jederzeit auf sich ändernde Arbeits- und Lebensumstände reagieren können.
  • Objekt 4
    Der hohe, schlanke Neubau schmiegt sich unauffällig an den angrenzenden Wohnbau aus den 60er-Jahren.
  • Objekt 4
    Innen wie aussen dominiert der Béton brut. In den Wohnräumen setzen unterschiedliche Rottöne kontrastierende Akzente dazu.
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    Das eigenwillige und untypische Einfamilienhaus «ELLI» von Holzer Kobler Architekten mitten in der Stadt Zürich (Baujahr 2016) ist ein Prototyp für individuelle, innerstädtische Nachverdichtung. Der hohe, schlanke Neubau schmiegt sich unauffällig an den angrenzenden Wohnbau aus den 60er-Jahren und überzeugte die Jury durch seine hohe Nutzungsflexibilität und seine Präfabrikation. Unter optimierten Produktionsbedingungen bilden vorgefertigte Betonelemente die Hülle des neuen Einfamilienhauses und prägen dessen architektonischen Ausdruck sowohl im Innern als auch im Äusseren. Das Gebäude ist so quasi als Rohbau bewohnbar. Das Fugenbild der industriell gefertigten Betonelemente prägt die Fassade. Im Innern setzt eine Palette aus unterschiedlichen Rottönen kontrastierende Akzente zur grauen Farbe des Béton brut.

     

    Fotos: Radek Brunecky

    Architekten: http://holzerkobler.com/de

     

     

    Sieger der Fachjury 2:

    Haus am Müseliweg (Schmid Schärer Architekten, Zürich)

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    • Objekt 9
      Die vorgelagerte Pergola, ein Erker, gemauerte Kamine und mit Platten verkleidete Dachaufbauten evozieren den Eindruck eines über die Zeit gewachsenen Gebäudes.
    • Objekt 9
      Der naturfarbene Kalkputz an Wänden und Decken zieht sich durch das ganze Haus und homogenisiert die verschiedenen Raumformen. Er verleiht den Räumen Tiefe und Sinnlichkeit, und er betont deren skulpturale Ausformung.
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      Die zweite Hälfte der mit 10‘000 Franken dotierten Auszeichnung für „Das beste Einfamilienhaus“ ging an das Haus am Müseliweg in Zürich von Schmid Schärer Architekten. Bei diesem Projekt überzeugten die Jury vor allem die innenräumlichen Qualitäten und der faszinierende Raumplan, der kinematografische Bildsequenzen erzeugt. Das Haus entstand auf einer engen, lang gezogene Parzelle am Hang mit verwildertem Garten um eine prächtige Linde: Der verwunschene Charakter des Bauplatzes prägte die Vorstellung der Architekten für diesen Neubau in Zürich (Baujahr: 2013-2016). In der Folge entstand eine Sequenz von Raumbildern: Ein hoher Wohnraum mit einem grossen Fenster zur Linde, talseitig eine dem Hauskörper vorgelagerte Pergola als Erweiterung der Küche, der Ruheraum mit Sauna unter dem Dach, wie ein Vogelnest. Die Fügung dieser unterschiedlichen Räume erschliesst sich über den Schnitt: Das Herzstück bildet die Sequenz vom lang gezogenen Essraum hinauf zur luftig hohen Wohnhalle, eine Raumfolge quer durch die ganze Haustiefe, die den hinteren mit dem vorderen Garten verbindet. Küche und Bibliothek sind seitlich daran als Nischen angegliedert. Davon ausgehend entwickelt sich über alle Geschosse hinweg ein Loos’scher Raumplan, der verschiedenartige Raumcharakter auf kleiner Fläche ineinander verdichtet.

      Fotos: Roman Keller

      Architekten: https://schmidschaerer.ch

       

       

      Publikumspreis

      Villa Sandmeier (Lacroix Chessex Architectes, Genf)

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      • Projekt 5
        Die Sichtbetonkonstruktion beruht auf der Stapelung zweier «Tische». Die Fensterstürze sind fest mit den Geschossplatten verschmolzen und aus einem Guss betoniert.
      • Objekt 5
        Trotz ihrer geringen Grösse setzt die Villa als klar umrissene Betonskulptur ein kraftvolles Zeichen in die Landschaft.
      • Objekt 5
        Und immer wieder lockt die einmalige Aussicht auf die unverbaubaren Felder, fein gerahmt vom filigranen Innenausbau aus Lärchenholz.
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        Zusätzlich zum Jurypreis wurde auch in diesem Jahr der mit 5‘000 Franken dotierte Publikumspreis vergeben, der von den Lesern der Zeitschrift «Das Ideale Heim», den Teilnehmern des Online-Votings sowie dem Publikum der Swissbau gewählt wurde. Am meisten Stimmen erzielte die Villa Sandmeier von Lacrois Chessex Architectes in Genf. Die Villa Sandmeier, Baujahr 2016 in Veyrier (GE) steht als klar umrissene Betonskulptur in der Landschaft und setzt trotz seiner geringen Grösse als Eckpunkt des Siedlungsgebiets ein kraftvolles Zeichen. Das schmale Grundstück bot den Architekten wenig Spielraum und so galt es, Raum und Konzept des Hauses maximal zu konzentrieren. Die Konstruktion beruht im Wesentlichen auf der Stapelung zweier «Tische» mit auffallend massiv wirkenden Geschossplatten und schmalen Wandscheiben. Eigentlich sind es indessen nicht die Geschossplatten selbst, die das Bild breiter Gurte erzeugen, sondern die mit ihnen verschmolzenen und massiv betonierten Fensterstürze, die an den Schmalseiten zudem balkonartig auskragen. Beton, Lärchenholz und Glas verbinden sich zu einem Relief, das unmittelbar die Tektonik des Hauses zum Ausdruck bringt. Die Fassade selbst ist die Konstruktion, sie thematisiert sie nicht nur als Bild. Fast zart wirken im Kontrast zum Äusseren die Innenräume, deren Atmosphäre von den Einbauten aus Lärchenholz geprägt wird.

        Fotos: Joël Tettamanti

        Architekten: http://www.lacroixchessex.ch

         

        Sonderpreis Energie:

        Wohnhaus Schneller Bader (Bearth & Deplazes Architekten, Chur/Zürich)

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        • Objekt 2
          Auf der Anfahrtsseite tritt das Haus zweigeschossig in Erscheinung. Der klare, lange Körper schmiegt sich richtig in die Hangkante.
        • Objekt 2
          Vom Feld her gesehen gleicht das Haus einer Scheune. Die grossen Holztore lassen sich denn auch ganzheitlich öffnen oder schliessen.
        • Objekt 2
          An den Stirnseiten des zentralen Raumes sind auf beiden Etagen knappe kajütenartige Räume angeordnet.
        • Objekt 1
          Der Wohnraum tritt als beschirmte Veranda mit zweiseitigem Ausblick in Erscheinung.
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          Zum zweiten Mal wurde dieses Jahr auch ein Sonderpreis Energie ausgeschrieben. Diese sollte an ein Projekt gehen, das sowohl architektonische als auch energetische Vorbildfunktionen übernimmt. Die Jury entschied sich dafür, den mit 5‘000 Franken dotierten Sonderpreis Energie an das Wohnhaus Schneller Bader aus der Feder der Bearth & Deplazes Architekten in Chur zu überreichen. Das schmale Haus liegt in Tamins (GR) zwischen einem Gehöft und freiem Feld, direkt auf einer topografischen Kante. Erbaut wurde es von den Architekten Valentin Bearth, Andrea Deplazes und Daniel Ladner im Jahr 2016. Je nach Blickwinkel ist es mal zweigeschossig, mal eingeschossig. Wie im Bauch eines Schiffes liegt auf der Hofseite ein Saal in einem sockelartigen Hohlkörper, der als Atelier gebraucht wird. Das Dach ist auf der Südseite vollumfänglich mit Photovoltaik-Paneelen eingedeckt. An den Stirnseiten sind knappe Kajüten angeordnet. Der Wohnraum lässt sich mit behäbigen Holztoren schliessen, die zwischen den Fugen der Holzbretter das Sonnenlicht und einen lauen Wind einsickern lassen.

          Fotos: Ralph Feiner; Andreas Graber

          Architekten: http://bearth-deplazes.ch/de

           

           

           

          Das beste Einfamilienhaus 2018: Die weiteren nominierten Projekte

           

          Einfamilienhaus (Berrel Berrel Kräutler Architekten, Zürich)

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          • Objekt 2
            Auch die Küche ist Teil einer präzisen Schreinerarbeit, die die Nutzungen in der abstrakten Skulptur verschwinden lässt.
          • Objekt 2
            Die Kubatur des Hauses ist das Abbild einer geschickten Ausnutzung. Das Dach und die angrenzenden Fassaden sind mit Kupfertitanzink, die Längsseite mit einer Holzlattenkonstruktion eingekleidet.
          • Objekt 2
            Im Untergeschoss befindet sich ein Fitness- und Wellnessbereich mit im Boden eingelassener Badewanne.
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            Das vorfabrizierte Holzhaus steht in Rodersdorf (SO) auf einer Hangparzelle mit Blick über die Hügel des Elsass. Mit dem Einfamilienhaus (Baujahr 2015/16) wurden baugesetzliche Vorgaben geschickt ausgenutzt. Das Dach sowie die angrenzenden Fassaden sind mit einer Haut aus Kupfertitanzink überzogen, die Längsseiten mit einer Holzlattenkonstruktion eingekleidet. Die Hausstruktur ist bestimmt von einer unter dem Dach eingehängten hölzernen Raumschale, in der sich die Obergeschosse befinden. Der überhohe Raum zwischen Schale und Hülle ist das Highlight des Hauses und zugleich sein Zentrum. Dieses ist über ein grosses Fenster mit dem Aussenraum verbunden. Kernstück darin ist ein hölzernes Einbaumöbel, das die Bereiche Eingang, Garderobe, Küche, Essbereich, Wohnraum und Lounge unterteilt und verbindet. Die präzise Schreinerarbeit lässt die Nutzungen in der abstrakten Skulptur verschwinden.

            Fotos: Eik Frenzel

            Architekten: http://www.bbk-architekten.ch

             

             

             

             

             

            Das Weisse Haus (Edelaar Mosayebi Inderbitzin, Zürich)

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            • Objekt 3
              Das mit einem feinen, hölzernen Kleid versehene Haus wirkt bescheiden.
            • Objekt 3
              Im Grundriss fächern sich vier Räume um eine bergseitige Halle auf. Die Erschliessung der Wohnräume erfolgt radial. Im oberen Geschoss wird diese Erschliessungsfigur durch eine zweite, tangentiale Bewegung überlagert. So entsteht zusätzlich eine Enfilade von Raum zu Raum.
            • Objekt 3
              Blick vom Entree in die bergseitige Erschliessungshalle.
            • Objekt 3
              Die innere Topografie setzt sich auch im unteren Gartengeschoss fort.
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              Das 2017 in Männedorf erbaute Haus fächert sich auf einem Hanggrundstück gelegen zum See und zur Fernsicht in die Berge auf. Mit einem feinen, hölzernen Kleid versehen erscheint es zur Strasse hin eingeschossig und bescheiden im Ausdruck. Die Begriffe Landschaft, Horizont und Himmel beschreiben als Metaphern den Innenraum. Das Haus verfügt über ein unteres, gartenbezogenes Geschoss und ein oberes mit Blick in die Ferne. Im Grundriss fächern sich vier Räume um eine bergseitig gelegene Halle auf. Die Erschliessung der Wohnräume erfolgt radial. Im oberen Geschoss wird diese Erschliessungsfigur durch eine zweite, tangentiale Bewegung überlagert. So entsteht eine Enfilade von Raum zu Raum. In der Überlagerung der beiden Bewegungsformen werden Rundläufe geschaffen. Die Räume auf beiden Geschossen weisen unterschiedliche Raumhöhen auf. Die Überhöhen im unteren Geschoss bestehen aufgrund von Höhenversätzen in der Bodenplatte. Die Wohnräume des oberen Geschosses erhalten ihre Raumhöhen über die Ausbildung einer Dachsilhouette.

              Fotos: Roland Bernath

              Architekten: http://www.emi-architekten.ch

               

               

               

              Haus Bond (Pedrocchi Architekten, Basel)

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              • Projekt 6
                Das Haus Bond bettet sich perfekt in die Hanglage ein. Dies nicht zuletzt auch dank einer speziellen Fundament-Bauweise.
              • Projekt 6
                Im Innenraum lenkt die zu drei Seiten geschlossene, sich selbst tragende Aussenhülle den Blick in die weite Landschaft. Die Stützen steifen das Gebäude aus. Ihre Positionen und Geometrien entsprechen den statischen Notwendigkeiten.
              • Projekt 6
                Geometrische Formen prägen auch den Innenraum.
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                Das dreigeschossige Einfamilienhaus in Sissach (Baujahr 2015/16) bettet sich in die Hanglage ein. Die Aussenwände des Untergeschosses entstanden durch Baggerschlitze, die direkt in den Hang gegraben und ausbetoniert wurden. Ein Nachaushub innerhalb der Baggerschlitzwände brachte die unter Terrain liegenden Innenräume des Hauses zutage. Diese unkonventionelle und energieeffiziente Bauweise liess einen äusserst geringen Eingriff in die Umgebung zu, sodass der natürliche Verlauf des Hangs beibehalten werden konnte. Die massiven, sechzig Zentimeter starken Mauern bilden das Fundament für die über dem Terrain liegende Gebäudestruktur. Bei dieser handelt es sich um eine einfache Stützen-Platten-Konstruktion. Wobei die Stützen in Position und Form so umgesetzt wurden, dass sie das Gebäude gleichzeitig für Vertikal- und Horizontalkräfte aussteifen. Mit ihren statisch notwendigen Positionen und geometrischen Formen wurden sie als architektonische Elemente eingesetzt.

                Fotos: Kambiz Shafei

                Architekten: http://www.pedrocchi-architekten.ch

                 

                 

                Haus in Riehen (Patrick Reuter & Lukas Raeber Architekten, Basel)

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                • Objekt 7
                  Die Grundlage bilden die bedeutenden baukünstlerischen und typologischen Einfamilienhäuser der frühen schweizerischen Moderne.
                • Objekt 7
                  Eine zentrale Betonstruktur rund um den Kamin herum hält das Haus im Gleichgewicht.
                • Objekt 7
                  Die abgetreppten Aussenflächen aus Beton folgen dem gewachsenen Terrain und umfassen den Pool.
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                  Bei diesem Haus in Riehen (Baujahr: 2016) bildet ein beziehungsreicher Umgang mit Raum, Struktur, Material und Ort die Grundlage für die gewählte Architektur. Gegensatzpaare wie leicht und schwer oder Stützen und Lasten bezeichnen die wesenseigenen Merkmale des entstandenen Entwurfs. Der horizontale Baukörper ist sorgsam in den Kontext eingebettet. Die Konstruktion ist eine Mischbauweise, eine hybride Komposition. Der Fussboden im Erdgeschoss, die Feuerstelle und die zwei tragenden Aussenwandscheiben sind aus Beton. Ein vorfabrizierter, filigraner Holzelementbau bildet die Konstruktion des aufliegenden Baukörpers. Der Holzbau liegt seitlich auf, ist vorne und hinten auskragend und wird mittels zweier Ausfachungen aus gekreuzten Stahlzugbändern vor den seitlichen Fenstern zurückgebunden. Die Decke über dem Erdgeschoss wird zudem mit Zugstäben an den Stahlträgern im Dach aufgehängt. Die jeweiligen positiven Eigenschaften von Holz und Stahl werden zusammengeführt.

                  Fotos: Eik Frenzel

                  Architekten: https://pr-a.ch

                   

                   

                   

                  Einfamilienhaus Arbaz (Scheibler & Villard Architekten, Basel)

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                  • Objekt 8
                    In Anlehnung an die traditionelle Setzung des Ortes stand am Anfang des Prozesses der Entscheid für ein Ensemble aus zwei nahe stehenden Gebäuden – dem Wohnhaus und dessen Nebenhaus.
                  • Objekt 8
                    Die Räume liegen sozusagen direkt auf dem Terrain auf, was eine minimale Baugrube und eine Split-Level-Struktur hervorbrachte.
                  • Objekt 8
                    Das Materialkonzept wird direkt von der Konstruktion abgeleitet. Daher prägen Beton und Holz das Bild.
                  nächstes

                    Das Dorf Arbaz (VS) liegt an einem Südhang im Rhonetal, oberhalb von Sion auf 1150 Meter über Meer. Das Grundstück befindet sich am Rande des noch traditionell geprägten Dorfkerns in einer steilen Hanglage. Es wird von oben erschlossen, was aufgrund der erlaubten Gebäudehöhen eine räumliche Entwicklung zur Folge hat, die sich eher talabwärts bewegt. Die Räume liegen sozusagen direkt auf dem Terrain auf, was eine minimale Baugrube und eine Split-Level-Struktur hervorbrachte. Ein massiver Kern, eine Treppe und die damit verbundenen Halbgeschosse bilden die innere Grundstruktur des Hauses. Die massiven Bauteile in armiertem Stahlbeton sind mit dem Fundament und einem aussteifenden Kern auf ein Minimum reduziert. Der Betonkern hat durch seine Lage im Grundriss eine grosse Präsenz und funktioniert als Rückgrat. Die Aussenwände und die Geschossdecken wurden in Holzelementbauweise vorfabriziert und am Ort montiert.

                    Fotos: Philip Heckhausen

                    Architekten: http://www.scheiblervillard.ch

                     

                     

                     

                    Patiohäuser Meilen (Think Architecture, Zürich)

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                    • Objekt 10
                      Der zum Wald orientierte, nicht bebaubare Teil des Grundstücks wird für Aussenräume genutzt. Die Patios inszenieren die Nähe zum Naturraum.
                    • Objekt 10
                      Die fünf aneinandergereihten Einfamilienhauseinheiten bieten eine Antwort auf das Thema verdichtetes Bauen in Einfamilienhaus-Quartieren.
                    • Objekt 10
                      Diese Grundrisstypologie hat zwei unterschiedliche Bereiche zur Folge: Der introvertierten Seite Richtung Wald steht die extrovertierte Seite Richtung Ausblick und See gegenüber.
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                      Die entwickelte Gebäude- und Wohntypologie der Patiohäuser in Meilen (Baujahr: 2017) reagiert auf die vorherrschenden Potenziale der Parzelle und die Problematik des Waldabstandes. Der zum Wald orientierte, unbebaubare Teil des Grundstücks wird für introvertierte Aussenräume der Wohneinheiten genutzt. Die Patios inszenieren die Nähe zum Naturraum und stehen an einer Hangkante mit optimaler Aussichtslage. Die fünf Einheiten werden Richtung Geländeverlauf gestaffelt und folgen mit einem massiven Sockel aus Sichtbeton dem Hangverlauf. Darüber ragt das strukturell aufgelöste, pavillonartige Wohngeschoss, das sich harmonisch in den dahinterliegenden Naturraum des Waldes einfügt. Das Wohnhaus ist in dunkelbraunem Metall materialisiert, raumhohe Lamellen wechseln sich mit grossflächigen Verglasungen ab. Das vorliegende Projekt ersetzt ein stattliches Einfamilienhaus und bietet mit seiner spezifischen Typologie eine Antwort auf das verdichtete Bauen in Einfamilienhaus-Quartieren.

                       

                      Architekten: http://www.thinkarchitecture.ch