Energieeffizienzklasse meines Hauses: Ist es energetisch fit?

Wer ein Haus besitzt oder eines kaufen will, profitiert in jedem Fall davon, möglichst viel über seine (künftige) Liegenschaft zu wissen. Das gilt im Speziellen für deren Energieeffizienz. In vier Schritten zu mehr Komfort, einer Entlastung des Portemonnaies sowie zu einem guten ökologischen Gewissen.

1. Welche Energieeffizienzklasse hat mein Haus?

GEAK

Als erstes gilt es, sich einen Überblick zu verschaffen. Der GEAK ist der offizielle Gebäudeenergieausweis der Kantone. Er zeigt zum einen, wie energieeffizient die Gebäudehülle ist und zum anderen, wie viel Energie ein Gebäude bei einer Standardnutzung benötigt. Dies gilt für bestehende Gebäude ebenso wie für Neubauprojekte. Der ermittelte Energiebedarf wird jeweils in Klassen von A bis G (von sehr energieeffizient bis wenig energieeffizient) anhand einer Energieetikette angezeigt. So erhalten Sie als Liegenschaftsbesitzerin oder -besitzer eine objektive Beurteilung des energetischen Zustandes und der Effizienz Ihres Gebäudes. Fragen Sie den Verkäufer nach einem GEAK-Ausweis. Der GEAK-Ausweis muss jedoch nicht zwingend vorhanden sein, da er in der Schweiz noch nicht überall obligatorisch ist. 

2. Den Sanierungsbedarf ermitteln

sanierung

Mit www.eVALO.ch können Hausbesitzer die Sanierung ihres Gebäudes in verschiedenen Varianten simulieren, bevor sie in die Tat umgesetzt wird. Die Website bietet mehrere Möglichkeiten: Durch die Eingabe weniger Daten zum Gebäude erfährt man, welche Massnahmen das grösste Energiesparpotenzial versprechen. Oder man gibt das zur Verfügung stehende Budget an und erhält entsprechende Sanierungsvorschläge. Von der Dämmung über Fenster, Dachfenster zur Heizung und Solarthermie bis zur Lüftung und Photovoltaik. Auch bereits bestehende Photovoltaik-Modelle können miteinberechnet werden. In der neuesten Version von eVALO ist zudem ein sogenanntes Stromverbrauchscockpit enthalten: Es zeigt den typischen Stromverbrauch des Gebäudes auf und stellt ihn dem Ertrag einer Photovoltaik-Anlage gegenüber. Nach nur fünf Schritten erhalten Hauseigentümer einen Bericht zu ihrer Immobilie mit einer Übersicht der eingegebenen Daten und ausgewählten Sanierungsmassnahmen. Die darin enthaltenen Lösungen und Preise basieren auf Schweizer Marktpreisen. Ebenfalls aufgeführt werden die nationalen Fördergelder, welche der Hausbesitzer für sein Vorhaben erhält. 

3. Gutachten von einem Energieberater erstellen lassen

beratung

Nach ersten Erkenntnissen auf der Grundlage von eVALO kann eine vertiefte Analyse eines Energieberaters den konkreten Sanierungsbedarf einer Immobilie rasch aufzeigen. Mittels Wärmebildkamera entlarvt er die Schwachstellen und erstellt einen GEAK-Ausweis. 

4. Anrecht auf Baufördergelder prüfen

baufördergelder

Der GEAK-Experte kann anhand des umfassenden Energiechecks Tipps geben, mit welchen Heizsystemen oder Fassadensanierungen die wirkungsvollsten Resultate zur Steigerung der Energieeffizienz erzielt werden. Auch kann er Unterstützung leisten bei der allfälligen Geltendmachung von kantonalen Baufördergeldern für eine energetische Sanierung.