Fördergelder für Hausbau oder Modernisierung richtig beantragen - so geht's

Wenn Sie ein bestehendes Gebäude energetisch sanieren möchten oder ein neues Haus bauen, können Förderbeiträge die entstehenden Kosten deutlich senken. Dabei ist es wichtig, die Unterstützung rechtzeitig zu beantragen – auf jeden Fall vor Umsetzung der Massnahmen. Denn für bereits abgeschlossene Vorhaben werden Fördergelder meist nicht bewilligt.

Erst Fördergelder beantragen, dann Hand anlegen

Haben Sie bereits mit der Sanierung oder dem Neubau begonnen, kann es zu spät sein. Deshalb sollten Sie während der Planung mögliche Förderprogramme mit einbeziehen. So vermeiden Sie Verzögerungen. Und Sie können noch Anpassungen vornehmen, um eventuell bisher nicht einbezogene Vorgaben für eine Förderung zu erfüllen.

Wichtig ist zudem, sich vorab über jegliche möglichen Fördergelder zu informieren. Das schweizweit geltende Gebäudeprogramm deckt zwar bereits viele Bereiche ab. Jedoch entscheidet seit 2017 jeder Kanton selbst, in welchem Mass und wie er die Richtlinien des Gebäudeprogramms umsetzt. Zudem kann es auf Ebene des Kantons oder der Gemeinde spezifische Fördermöglichkeiten geben, die eventuell für Sie relevant sind.

Bedenken Sie: Jeder Förderbetrag spart bares Geld, das Sie ansonsten selbst aufbringen müssten. Sich vorab genau zu informieren, lohnt deshalb.

 

Sparschwein für Fördergelder

Von Beratern durch Dschungel der Fördergelder helfen lassen

Sie wissen gar nicht so richtig, wo anfangen und wie die passenden Förderungen finden? Einen wichtigen Überblick verschafft Ihnen beispielsweise das vom Bundesrat ins Leben gerufene Programm EnergieSchweiz.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, auf professionelle Hilfe zu setzen. Plant etwa ein Architekt Ihren Neubau? Oder holen Sie sich für die Sanierung ein Angebot beim Handwerker ein? Profis aus dem Baugewerbe sind ebenso wichtige Partner wie die Energieberatungsstellen in Ihrem Kanton, um Sie über mögliche Förderungen zu informieren.

Von den zu erfüllenden Voraussetzungen kann schliesslich die Planung der Arbeiten abhängen. Beispielsweise werden Sie vielleicht die Dämmung danach aussuchen, ob sie ausreichend Energieeinsparungen bringt, um Fördergelder zu erhalten. Oder Sie entscheiden sich zum Beispiel für eine andere Heizung.

Finanzierung restlicher Beträge frühzeitig klären

Ebenfalls wichtig für die Planung einer Sanierung ist es, zu klären, wie Sie die Restbeträge nach Abzug der Fördergelder finanzieren. Zwar stehen die genauen Kosten erst nach Bewilligung der beantragten Zuschüsse fest. Eine grobe Übersicht zur Finanzierung sollten Sie sich jedoch bereits bei Beginn der Planung verschaffen. Ansonsten kann es passieren, dass Sie sich übernehmen.

Das nötige Kapital können Sie entweder aus Ihrem Ersparten entnehmen. Oder Sie setzen angelegte Gelder frei. Es ist aber auch möglich, dass Sie aus Ihrer Vorsorge der Säule 3a Beträge beziehen, um bestimmte Renovationen durchzuführen oder einen Neubau zu veranlassen.

Was Sie nicht durch Fördergelder oder eigenes Kapital abdecken, kann eine Finanzierung übernehmen. Je nach Situation, lässt sich dafür die Hypothek aufstocken oder ein Kredit beantragen. Obwohl das zusätzliche Kosten verursacht, kann eine Finanzierung sich am Ende lohnen. Denn durch Massnahmen zur energetischen Sanierung oder einen besonders energieeffizienten Neubau sparen Sie auf lange Sicht deutlich bei Heiz- oder Stromkosten.