Das Programm «erneuerbar heizen»

Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf einheimische, erneuerbare Energie bringt viele Vorteile für Gebäudebesitzer, für das einheimische Gewerbe und für die Natur. Das Programm «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz bietet Gebäudebesitzern die Unterstützung, die Sie beim Heizungsersatz brauchen. Als Kooperationspartner integriert Raiffeisen das Thema zudem in ihre Wohneigentumsberatung.

Der Betrieb einer erneuerbaren Heizung ist fast immer kostengünstiger als jener einer fossilen Heizung. Trotzdem prüft weniger als die Hälfte der privaten und institutionellen Hausbesitzer beim Heizungsersatz erneuerbare Energien wie Erdwärme, Holz, Wasser, Luft oder Sonne. Dadurch wurden 2018 rund 23'000 fossile Heizungen wieder durch fossile Heizungen ersetzt. Angesichts der Klimadebatte ist dies sehr bedenklich. «erneuerbar heizen» setzt hier an. EnergieSchweiz hat mit der Impulsberatung eine neutrale und professionelle Beratungsleistung für Einfamilienhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser geschaffen. Geschulte Impulsberater beraten die Hausbesitzer bei einem bevorstehenden Heizungsersatz. Viele Kantone fördern die Impulsberatung und bieten Fördergelder an.

Alle Informationen zum Programm sind ab sofort auf erneuerbarheizen.ch ersichtlich. 

 

Der erste Schritt zur erneuerbaren Heizung

Für die meisten Eigenheimbesitzer wird das Thema Heizung erst aktuell, wenn diese nicht mehr funktioniert. Gerade beim Thema „Heizen & Wärme“ ist aber eine frühzeitige Planung und Evaluation von Möglichkeiten wichtig. Fällt die Heizung erst einmal aus, kommt nur ein kurzfristig realisierbarer Ersatz in Frage – hier gilt es vorzubeugen. Mit einer Nutzungs- und langfristigen Modernisierungsstrategie können Risiken reduziert und eine optimale Investitionsplanung vorgenommen werden.

Wie der Heizungsersatz konkret geht, welche Möglichkeiten und innovative Lösungen es gibt, zeigen in der Impulsberatung «erneuerbar heizen» geschulte Installateure, GEAK-Experten sowie Energieberater. Der Heizungsersatz stellt durch die hohen Anfangsinvestitionen oftmals eine Umsetzungsbremse dar. Daher unterstützt Raiffeisen das Programm mit finanztechnischem Knowhow. Indem eine Gesamtschau erstellt wird, kann mit den Kunden eine langfristige Erneuerungsstrategie entworfen werden.

Raiffeisen als Kooperationspartner

Mit der systematischen Integration der energetischen Immobilienbewertung in die Wohneigentumsberatung und der strategischen Partnerschaft mit dem Verein GEAK berät Raiffeisen ihre Kunden seit 2015 im Thema energetisches sanieren. Indem mit dem Kunden systematisch eine Gesamtschau erstellt wird, kann eine langfristige Erneuerungsstrategie entworfen werden. Das fachliche Knowhow zu Sanierungsarbeiten steuern strategische Partner bei.

Hintergrundinformationen zum Programm

Die Schweiz hat sich im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens verpflichtet, bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber dem Stand von 1990 zu halbieren. Der Bundesrat will, dass die Schweiz ab 2050 unter dem Strich keine Treibhausgasemissionen mehr ausstösst. 26% des gesamten CO2-Ausstosses entsteht in den 2,3 Millionen Gebäuden in der Schweiz. Noch sind rund 900'000 Öl- und Gasheizungen in Betrieb. Sollen die Schweizer Gebäude ab 2050 kein CO2 mehr ausstossen, müssen ab 2020 jedes Jahr 30'000 Heizungen ersetzt werden. Der Einsatz fossiler Energie ist nicht mehr zeitgemäss und läuft diesem Ziel zuwider. Dazu kommt, dass gesetzliche Massnahmen den Einsatz fossiler Heizungen zunehmend beschränken. Durch einheimische Energieträger reduziert die Schweiz die Abhängigkeit von Öl- und Gasproduzenten im Ausland, stärkt die nationale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze.

Das Programm erfreut sich einer breiten Abstützung. Träger sind das Bundesamt für Energie mit seinem Programm EnergieSchweiz, die Kantone, Städte und Gemeinden. Wichtig sind zudem Branchenorganisationen wie Minergie oder Suissetec und Partner aus der Wirtschaft wie Raiffeisen. Diese partnerschaftliche Herangehensweise ist wichtig, um dieses Herausforderung gemeinsam anzugehen und dank dem professionellen Knowhow der Fachpersonen sowie der Umsetzung in den Kantonen und Gemeinden erfolgreich zu meistern.