Was kostet eine Holzpellets-Heizung?

Neben Heizsystemen wie Wärmepumpen oder Fernwärme, werden auch Holzpellets für die Heizung immer mehr eingesetzt. Gab es Mitte der 1990er-Jahre noch keine Holzpellets-Heizungen in der Schweiz, sind heute bereits mehr als 26'000 in Betrieb. Ihr Erfolg liegt unter anderem daran, dass sich eine Holzpellets-Heizung in jedem Haus realisieren lässt.

Wer mit einheimischem Holz heizt, belastet das Klima kaum. Das beim Verbrennen entstehende CO2 wird wieder gebunden, wenn im Wald neue Bäume nachwachsen. Zudem können Pellets, Stückholz und Holzschnitzel aus der Umgebung bezogen werden, was die regionale Wertschöpfung fördert. Durch die Wahl hochwertiger Systeme, den Einsatz der richtigen Brennstoffe und einen korrekten Betrieb lässt sich die Luftbelastung durch Stickoxide und Feinstaub weitgehend minimieren. 

Eine Pelletsheizung bringt hohe Investitionskosten mit sich, ist aber im Betrieb sehr ökonomisch und ökologisch. Pelletsheizungen lassen sich meist ohne bauliche Veränderungen am Gebäude installieren und bieten zudem gute Kombinationsmöglichkeiten mit erneuerbaren Energien. Ideal ergänzt wird eine Holzpellets-Heizung zum Beispiel mit Sonnenkollektoren zur Warmwassergewinnung.

 

Kosten einer Holzpellets-Heizung im Vergleich

Familie T. aus GE wohnt in einem Haus mit 350m2, das aktuell mit Heizöl gewärmt wird und 5'250 Liter Heizöl im Jahr verbraucht. Familie T. hat sich beim Nachbar erkundigt, welcher mit Holzpellets heizt. Gerne würde er diese Option auch für sein Zuhause prüfen: 

Heizsystem Einmalige Investitionskosten Energie- und Betriebskosten pro Jahr Gesamtkosten in 20 Jahren Finanzielle EInsparung ggü. fossilen Systemen
Heizöl CHF 20'000 CHF 6'883 CHF 157'658  
Holzpellets CHF 40'000 CHF 4'381 CHF 127'628 20%

 

Für welche Häuser eignet sich ein solches Heizsystem?

Für Ein- und Zweifamilienhäuser eignen sich vollautomatische Pelletsheizungen oder Stückholzfeuerungen. Mehrfamilienhäuser und Gewerbebetriebe und kleinere Wärmeverbünde werden ebenfalls oft mit Pellets geheizt. Schnitzelheizungen werden eher für grosse Gebäude eingesetzt, oft in Kombination mit Nah- oder Fernwärme-Netzen. Für die Lagerung der Pellets stehen Fertigsilos, Schrägbodenlager oder Erdtanks zur Verfügung. Ein Einfamilienhaus, das bisher 3'000 Liter Öl pro Jahr benötigte, benötigt für den Jahresbedarf an Pellets etwa zwölf Kubikmeter oder fünf Quadratmeter Platz. Zur Abschätzung der Grösse des Lagers und der Heizung gibt es zwei einfache Faustregeln: Hatte das Gebäude vorher eine Ölheizung, kann die Anzahl verbrauchte Liter Öl verdoppelt werden. So erhält man die Anzahl benötigte Kilogramm Pellets für ein Jahr. Rechnet man die benötigten Tonnen Pellets pro Jahr mal zwei, erhält man den Platz in Kubikmeter für das Pelletlager und die Grösse der Heizung in Kilowatt.

Die Wartung ist vergleichbar mit einer Ölheizung. Für einen optimalen Betrieb sollte die Heizung ein bis zweimal jährlich durch den Kaminfeger gewartet werden. Die Pellet-Asche wird durch den Kaminfeger oder den Pelletlieferanten mitgenommen oder vom Hausbesitzer selbst im Hauskehricht entsorgt. Bei einem Einfamilienhaus ist dies ein bis zweimal pro Heizsaison nötig.

Erfahren Sie zusammenfassend im Video von proPellets.ch, welche Vorzüge die Holzpellets-Heizung im Vergleich zu fossilen Heizsystemen auszeichnet:

Frühzeitige Beratung und Planung sind wichtig

Wie Sie am besten vorgehen, um eine Holzpellets-Heizung in Ihrem Eigenheim zu installieren, zeigen Ihnen die Experten der Impulsberatung «erneuerbar heizen» gerne auf. Ausserdem erfahren Sie beim Erstellen des GEAK® Plus, welche weiteren Sanierungsmassnahmen Ihr Zuhause energetisch auf Vordermann bringen können. So können Sie zum Beispiel mit einer besseren Wärmedämmung und dichteren Fenstern bis zu 60% Heizkosten sparen. Eine solche Gesamtschau vermeidet, unnötige und wenig effiziente Umbauten.

Durch eine frühzeitige Planung wird die Voraussetzung geschaffen, dass auch grössere Investitionen finanziell getätigt werden können. Denn eine Energiestrategie und die Transformation hin zu erneuerbaren Energien benötigt oftmals höhere Anfangsinvestitionen. Solche Investitionen werden oft nicht getätigt. Die Lösung dafür ist, dass man nicht erst dann reagiert, wenn die Heizung ausfällt, sondern bereits früh das Thema mit einem Experten aufnimmt, alle Zustände der Gebäudeteile beurteilen lässt und so eine langfristige Erneuerungsplanung erstellt. So können Sanierungsmassnahmen frühzeitig geplant werden und man hat zu diesem Zeitpunkt noch verschiedene Möglichkeiten, die Sanierung zu finanzieren. Es muss nicht unbedingt ein Kredit aufgenommen werden, sondern kann auch längerfristig angespart werden, steuerlich abgestimmt und Fördermittel beantragt werden.