Dank guter Beratung zur CO2-freien Heizung

Schon vor 30 Jahren installierten Markus und Helen Schärli-Reinhard die erste Solarthermie-Anlage auf ihrem Haus. Heute gibt es für sie keine Alternative mehr zum Heizen mit erneuerbarer Energie. Um die beste Lösung für ihr Haus zu finden, haben sie sich von einem Fachexperten beraten lassen.

Ein Energiewende-Neuling ist Markus Schärli eigentlich nicht. Genau genommen betreiben seine Frau und er nun bereits ihre dritte Solaranlage – dies nach zwei thermischen Systemen. Das erste befand sich vor 30 Jahren noch auf ihrem ehemaligen Haus in Bern, das zweite wurde vor 10 Jahren auf ihrem heutigen Heim im Wesemlin-Dreilinden-Quartier der Stadt Luzern installiert. Auch sonst setzt die Familie aus Überzeugung auf einen ökologischen und auch vegetarischen Lebensstil. Ihr Einfamilienhaus in Luzern hat Familie Schärli 1998 erworben. Dass die bestehende Ölheizung früher oder später einem erneuerbaren System weichen muss, war klar. Im Frühling 2020 war es so weit: Seither kommt die Heizwärme für die rund 300 Quadratmeter Wohnfläche aus einer Wärmepumpe. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert Strom, ohne CO2-Emissionen zu verursachen. 

 

Die Fakten zum Projekt:

  • EFH an der Dreilindenstrasse 62 (Baujahr 1960, 6 Zimmer, 358 m2 Energiebezugsfläche)
  • Haus von 2007 bis 2014 bereits mit Wärmedämmung und neuen Fenstern versehen
  • Erste Besprechung mit dem Energieberater im Herbst 2019
  • Einbau einer Erdsonden-Wärmepumpe im Frühling 2020 (Start April 2020) Einbau einer Indach-Photovoltaik-Anlage im Frühling 2020 (Start Mai 2020)
  • Inbetriebnahme Erdsonden-Wärmepumpe Mai 2020, Photovoltaik-Anlage Juni 2020
  • Planung und Umsetzung mit drei Anbietern und deren Partnerfirmen
  • Fördergelder von Stadt und Kanton (resp. Bund via Globalbeiträge) für Erdsonde-Wärmepumpe sowie von Stadt und Bund für Photovoltaik-Anlage
  • Steuereinsparung (Abzug Unterhalt)
  • Bauzeit ca. 3 Monate

 

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  • Das Einfamilienhaus aus dem Jahr 1960 steht im Luzerner Dreilindenquartier.
  • Statt der klimaschädlichen Ölheizung steht nun eine umweltfreundliche Wärmepumpe im Haus.
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    Ölheizungsersatz: Wann ersetzen und wie vorgehen?

    Bei der Planung stellten sich Helen und Markus Schärli-Reinhard vor allem zwei Fragen: Wann ersetzen wir die Heizung und wie gehen wir am besten vor? Die erste Frage beantwortete sich von selbst: Die Familie hatte das Haus aus dem Jahr 1960 mit der bestehenden fossilen Heizung übernommen und es durch Wärmedämmung und bessere Fenster bereits geschafft, den Erdölverbrauch um die Hälfte zu senken. Doch in den Augen von Markus Schärli ist nicht erneuerbares Erdöl zu Heizzwecken zu verbrauchen sowohl ökologisch als auch volkswirtschaftlich ein Unsinn. Als die Heizung an das Ende ihrer Lebensdauer kam, war somit klar, dass es Zeit war die zweite Hälfte des Erdölverbrauchs einzusparen. Die alte fossile Heizung musste raus und eine Anlage ohne Abhängigkeit von Erdöl oder Gas musste rein.

     

    Gute Beratung ist entscheidend

    Zur Beantwortung der zweiten Frage holte sich die Familie einen Energieberater ins Haus. Denn die eigenen Erfahrungen aus vergangenen Heizungsprojekten waren, wie die Anlagen selbst, veraltet und nicht mehr auf dem neusten Stand. Zudem wollte Markus Schärli mit dem neuen System auf Nummer sicher gehen und ist sich rückblickend klar: «Die Beratung gab mir Sicherheit. Denn eine solche Anlage baut man nicht jeden Tag.»

     

     

    «Die Beratung gab mir Sicherheit. Denn eine solche Anlage baut man nicht jeden Tag.»

    Markus Schärli, Hausbesitzer

    Markus Schärli-Reinhard

    Ihren Strom produzieren Markus und Helen Schärli-Reinhard mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hausdach.

    Die Beratung der Stadt Luzern und der Austausch mit den Handwerkern zeigte, dass als neue Heizung an der Dreilindenstrasse eine Kombination aus Wärmepumpe mit Erdsonde und einer Indach-Photovoltaikanlage die optimale Lösung darstellt. Denn die 60 Jahre alten Ziegel auf dem Dach waren mürbe geworden und sinnvollerweise ebenfalls zu ersetzen. Das Einholen von Offerten ging dank der Beraterhilfe glatt über die Bühne, offene Fragen konnten mit dem Berater im Rücken geklärt und so eine gute Grundlage für den Umbau geschaffen werden.

    Finanzierung frühzeitig planen

    Da es nur eine Frage der Zeit war, dass die Erdöl-Heizung ersetzt werden musste, konnten Markus und Helen Schärli-Reinhard frühzeitig die notwendigen Finanzmittel einplanen. Als der Ersatz schliesslich anstand, mussten sie sich nicht mehr um die Finanzierung kümmern. Diese war bereits geregelt. Sie konnten dem Berater zudem einen Kostenrahmen angeben, der für die neue Heizung zur Verfügung stand. Somit war dieser wichtige Aspekt bereits bei der Beratung geklärt und konnte in die Suche der optimalen Lösung einfliessen.

     

    Unterstützung von Ihrer Raiffeisenbank

    Ist die Gesamtschau vorhanden, lässt sich der Investitionsbedarf abschätzen und darauf abgestimmt mit der Bank auch eine optimale finanzielle Planung für eine Umsetzung entwickeln. Ist ein Bezug aus der Pensionskasse nötig? Oder sollen die notwendigen Mittel vorgängig angespart werden? Oder ist die Aufstockung der Hypothek ein gangbarer Weg? Ihre Hausbank zeigt Ihnen gerne Ihre konkreten Möglichkeiten.

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    App zeigt Produktion, Verbrauch – und Einsparungen

    Seit Anfang Juni 2020 läuft die erneuerbar gespeiste Heizung. Zwei Handy-Apps bieten Zugriff auf die Anlage und zeigen, was die Wärmepumpen-PV-Anlage produziert und was der Haushalt verbraucht. Mit der Leistung ist die Familie Schärli sehr zufrieden: «Es ist ein gutes Gefühl, die ganze Energie über das Jahr betrachtet selber zu produzieren – sogar bei Regenwetter produzieren wir Strom. Im ersten Monat haben wir rund 1,5 Tonnen CO2 eingespart und durchschnittlich jeden Tag 100 kWh Strom produziert.» Das ist natürlich viel mehr als der Haushalt verbraucht, denn im Sommer wird nicht geheizt. Die Anlage ist allerdings so berechnet, dass netto über das ganze Jahr gerechnet mehr Solarenergie produziert wird, als der Haushalt braucht.

    Der Überschuss wird ins Netz gespeist. Markus Schärli hofft, dass einerseits durch die technische Entwicklung bald attraktive Speichermöglichkeiten zur Verfügung stehen und anderseits die politischen Rahmenbedingungen so gesetzt werden, dass das Heizen mit erneuerbaren Energien noch attraktiver wird im Vergleich zu Erdöl und Gas.

    Diese Reportage entstand in Zusammenarbeit mit der Stadt Luzern, die das Programm «erneuerbar heizen» aktiv unterstützt.

    Erneuerbar Heizen