So planen Sie eine Sanierung richtig!

Eine Sanierung sollten Sie ausführlich planen, um die Kosten zu minimieren und ein optimales Ergebnis zu erreichen. So können Sie dabei vorgehen, von der ersten Beurteilung des Bedarfs bis zur Umsetzung der Arbeiten.

Vielleicht möchten Sie einige Fenster austauschen, weil sie alt, kaputt oder undicht sind und Wärme entweicht. Oder Ihr Altbau soll insgesamt komfortabler und energieeffizienter werden. Egal, ob Sie ein einzelnes Problem angehen oder das Eigenheim komplett umbauen, eine Sanierung beginnt am besten mit einer ganzheitlichen energetischen Beurteilung. Dadurch erhalten Sie einen idealen Überblick, welche Sanierungsmassnahmen sinnvoll sind.

 

Mit Beratung oder Analysetool zur optimalen Sanierung

Eine Sanierung sollte immer im Zusammenhang mit dem Gesamtzustand des Hauses betrachtet werden. Ansonsten bleiben unter Umständen wichtige Sparpotenziale ungenutzt. Beispielsweise könnte es mehr Energiekosten einsparen, die Dämmung zu verbessern statt neue Fenster einzubauen.

Den genauen Sanierungsbedarf auf eigene Faust zu ermitteln, ist meist schwierig. In jedem Kanton gibt es jedoch unabhängige Energiefachstellen, die Sie dazu professionell beraten. Eine Übersicht mit Energieberatungen in der gesamten Schweiz finden Sie hier. Sie können aber auch bei Ihrer Gemeinde nachfragen. Es ist möglich, dass dort ebenso eine Energieberatung angeboten wird.

Erste Anhaltspunkte zum Sanierungsbedarf erhalten Sie zudem über das Analysetool eVALO von Raiffeisen. Darin geben Sie Ihre Gebäudedaten ein. Anschliessend analysiert eVALO den IST-Zustand der Gebäudehülle sowie den derzeitigen Energieverbrauch und stellt eine Auswahl an wirkungsvollen Sanierungsmassnahmen bereit. Dazu berechnet das Tool das jeweils mögliche Einsparungspotenzial.

Zusätzlich lohnt es sich oft, einen Energieausweis zu erstellen. Er zeigt auf, wie viel Energie Ihr Gebäude verbraucht und gibt genaue Hinweise darauf, wo Schwachstellen in Ihrem Haus liegen. Weiterhin schlägt er sinnvolle Sanierungsmassnahmen bezogen auf Gebäudehülle, Heizung, Warmwasseraufbereitung sowie elektrische Geräte vor. Und Sie erhalten eine Übersicht zu den möglichen Kosten für die jeweiligen Massnahmen.

 

Sanierung

Sanierung genau planen und so Kosten minimieren

Haben Sie sich dafür entschieden, welche Massnahmen zur Sanierung durchgeführt werden sollen, geht es an die zeitliche und finanzielle Planung. Das ist wichtig, damit die Sanierung möglichst effizient sowie kostengünstig durchgeführt werden kann.

Eine rechtzeitige Planung vermeidet etwa Verzögerungen, die eventuell weitere Kosten verursachen. Und Sie können dadurch mögliche Baufördergelder mit einbeziehen. Erhalten Sie Zuschüsse für Ihre Sanierung, sparen Sie so unter Umständen viel Geld. Ihre Energiefachstelle kann Sie bezüglich Baufördergeldern beraten. Mehr darüber lesen Sie auch in dem Beitrag «Mit Gebäudeprogramm und Co. viel Geld sparen bei Sanierung oder Hausbau».

Vielleicht entscheiden Sie sich aufgrund der Kosten auch, erst mal nur die wichtigsten Massnahmen durchzuführen und den Rest später zu sanieren. Verteilt auf mehrere Jahre, können Sie dadurch eventuell einiges an Steuern sparen im Vergleich zur Gesamtsanierung innerhalb einer Steuerperiode. Zu Möglichkeiten der Finanzierung sowie steuerlichen Aspekten wenden Sie sich am besten an Ihre Raiffeisenbank.

Es ist jedoch von grosser Bedeutung mit einer langfristigen Erneuerungsstrategie in der richtigen Reihenfolge zu sanieren. So sollten Sie erst die Massnahmen zur Effizienzsteigerung durchführen und danach die Haustechnik erneuern. Dadurch lassen sich mögliche Fehlinvestitionen vermeiden. Zum Beispiel kann aufgrund der Effizienzsteigerung vielleicht eine kleinere Heizung gewählt werden. Unter Umständen ist auch eine Etappierung der Arbeiten bezogen auf das jeweilige Alter der Gebäudeteile sinnvoll.

 

Erst Baufördergelder beantragen, dann Sanierung umsetzen

Sind Sie sich über die zu erledigenden Massnahmen im Klaren, können Sie für die Sanierung Baufördergelder beantragen. Dabei müssen Sie das Gesuch auf jeden Fall vor Beginn der Sanierung einreichen. Sind die Umbauten bereits gestartet, werden die Förderungen in der Regel nicht mehr genehmigt. 

Haben Sie die Finanzierung geklärt, ob mit oder ohne Baufördermittel, bleibt nur noch die Umsetzung der Sanierung. Anschliessend können Sie diese eventuell noch einmal von einem GEAK-Experten prüfen lassen, um festzustellen, ob die Schwachstellen korrekt behoben wurden. Einige Kantone verlangen dies zudem, wenn dafür Baufördergelder in Anspruch genommen werden. Und Sie haben dadurch einen Nachweis für die dazugewonnene Energieeffizienz.

 

Sanierungsprozess in fünf Schritten

  1. Gesamtzustand des Gebäudes analysieren und sinnvolle Sanierungsmassnahmen ableiten durch Energieberatung, eValo und GEAK Plus
  2. Sanierungsarbeiten detailliert planen, eventuell über mehrere Jahre hinweg, und so die Kosten minimieren sowie den Nutzen maximieren
  3. Baufördergelder rechtzeitig beantragen, unbedingt vor Baubeginn
  4. Finanzierung der Sanierung abklären mit Ihrer Bank
  5. Ausgewählte Massnahmen umsetzen und eventuell nach Abschluss vom GEAK-Experten die Ergebnisse überprüfen lassen