In drei Schritten Schimmel entfernen

Schimmel ist ein übelriechender und unansehnlicher Pilzbelag. Von einzelnen Verfärbungen bis hin zu dichtem Bewuchs – sein Erscheinungsbild ist vielfältig. Während kleinflächiger Schimmel selbst entfernt werden kann, sollte bei grossflächigem Befall eine professionelle Sanierung in Betracht gezogen werden.

Um bei Schimmelbefall richtig zu reagieren, sollte zuerst das Ausmass anhand Art und Grad der Verschimmelung sowie die Schadenssituation ermittelt werden. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen wann und wie Sie Schimmel selbst entfernen können, wann Sie lieber einem Profi vertrauen und wie Sie Schimmel in Zukunft ganz vermeiden können.

Wie geht man bei Schimmelbefall vor?
 

 

Schritt 1: Verschimmlungsgrad definieren

Schätzungen zu Folge gibt es weltweit über 250'000 Schimmelarten. Grob lassen sich Schimmelarten nach ihrer Farbe unterscheiden. Grüner, schwarzer und weisser Schimmel sind die am häufigsten auftretenden Arten in unseren Breiten. Aber auch gelber und roter Schimmel können vereinzelt in Räumen auftreten. Um Schimmel richtig bekämpfen zu können, muss als erstes Art und Grad der Verschimmelung eruiert werden. Diese bestimmen massgeblich, ob der Schimmel selbst entfernt werden kann oder ob ein Spezialist benötigt wird.

Der Verschimmelungsgrad wird wie folgt bestimmt:
 

0 – 1 Grad: Der Schimmelbefall kann selbst entfernt werden

  • Grad 0: Bei oberflächlichem Schimmelbewuchs und Verfärbungen mit einer Ausdehnung von höchstens 10 x 10 cm.
  • Grad 1: Bei oberflächlichem Schimmelbewuchs und Verfärbungen mit einer Ausdehnung von höchstens 70 x 70 cm bei vereinzeltem Bewuchs und 10 x 10 cm bei dichtem Bewuchs.


2 Grad: Zur Entfernung sollte professionelle Hilfe beigezogen werden  

  • Grad 2: Bei vereinzeltem Schimmelbewuchs oder Verfärbungen auf einer Fläche von über 70 x 70 cm, bei dichtem, flächigem Schimmelbewuchs von über 10 x 10 cm sowie bei Schimmelbewuchs in verschiedenen Räumen. 

Um effektiv bestimmen können, welcher Grad der Verschimmelung vorliegt und ob diese der Gesundheit schadet, ist ein Schimmeltest erforderlich. Solche Tests werden online angeboten. Wer ganz sicher sein möchte, lässt den Test besser professionell durchführen. Eine Auflistung von Experten für Feuchtigkeitsschäden und Bauphysik finden Sie im Branchenverzeichnis.

 

Schritt 2: Schimmel entfernen

  • Geringe Schimmelspuren, Grad 0: Lassen sich auf glatten Oberflächen leicht mit Wasser und Haushaltsreiniger entfernen. Auf rauen Oberflächen empfiehlt sich nach dem Reinigen eine Desinfektion mit siebzig- bis achtzig-prozentigem Ethylalkohol. Bei allen Reinigungsschritten sollten Kunststoffhandschuhe getragen werden.

  • Oberflächliche Verschimmelungen, Grad 1: Die verschimmelte Stelle gut mit Wasser befeuchten, damit die Schimmelbestandteile weniger in die Raumluft übergehen. Den Verputz tief genug und grosszügig über die befallene Stelle hinaus entfernen, mit siebzig- bis achtzig-prozentigem Ethylalkohol desinfizieren und anschliessend den Wandabschnitt erneut verputzen und malen. Dabei unbedingt eine Schutzbrille, Atemschutzmaske und Arbeitskleidung tragen. Wer im Heimwerken wenig geübt ist, holt sich lieber professionelle Hilfe.

  • Grossflächige Verschimmelungen, Grad 2: Jeglicher Schimmelbefall, der über Grad 1 hinausgeht, sollte von einem professionellen Sanierer durchgeführt werden. Für eine Eigensanierung ist das gesundheitliche Risiko zu gross. Am besten wenden Sie sich an ein Maler- und Gipserunternehmen in Ihrer Region. Adressen finden Sie auf der Webseite des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbandes SMGV.

 

✓ Tipps für die Eigensanierungen

Beachten Sie folgende Punkte:

 

  1. Gegenstände im Raum abdecken und so vor Verunreinigung schützen.

  2. Während der Arbeit Türe geschlossen halten und hin und wieder lüften, da Spuren und durch die Reinigung in die Luft gelangen.

  3. In diesem Raum nicht rauchen, trinken oder essen, da so giftige Substanzen in den Atemwegen und Verdauungsorganen landen.

Schritt 3: Erneutem Befall vorbeugen

Bei Schimmelbefall ist es wichtig, die Ursache zu ermitteln. Ansonsten stellt sich nach kurzer Zeit erneuter Schimmelwuchs ein. Das Auftreten steht oft mit Mängeln am Haus im Zusammenhang. Beispielsweise können eine schlechte Isolation Schimmel begünstigen. Bei Befall lohnt es sich daher, grundsätzliche Abklärungen zu treffen. Für Auskunft über den energetischen Zustand empfiehlt sich ein GEAK® Plus zu machen.

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