Sanierungsfinanzierung berechnen: An diese Kosten sollten Sie denken

Um die Finanzierung Ihrer Sanierungsmassnahmen zu regeln, sollten Sie sich möglichst früh einen Überblick zu den möglichen Kosten verschaffen. Welche vier Posten beim Berechnen des nötigen Budgets essenziell sind und wie Sie bei Ihrer Haussanierung Kosten einsparen, erfahren Sie hier.

Das sollten Sie in Ihr Budget für die Baufinanzierung einbeziehen  

  1. Vorabanalyse des Sanierungsbedarfs: Dieser erste Posten ist gleichzeitig einer der wichtigsten Ihrer Baufinanzierung. Lassen Sie sich etwa bei einer Energiefachstelle dazu beraten, was bei einer Sanierung wichtig ist und wie Sie den Umbau möglichst effizient planen sowie die Kosten minimieren. In vielen Kantonen gibt es dafür kostenlose Angebote, aber es kann auch sein, dass Sie für die Beratung zahlen müssen. Eine zweite Möglichkeit ist es, einen GEAK Plus für Ihr Haus erstellen zu lassen. Die verhältnismässig geringen Kosten dafür zahlen sich aus. Denn Sie erhalten durch den Gebäudeenergieausweis einen detaillierten Überblick zu sinnvollen Sanierungsmassnahmen. Und Sie erfahren, in welcher Reihenfolge Sie am besten modernisieren. Der Ausweis lohnt sich zudem für eine langfristige Planung, da er 10 Jahre lang gültig ist. Darüber hinaus wird er in vielen Kantonen finanziell gefördert. Eine Übersicht zum GEAK finden Sie hier.
  2. Engagement von Planern, Architekten, Handwerkern: Ebenfalls in das Budget für Ihre Baufinanzierung gehören natürlich die Kosten für die Sanierung selbst. Tauschen Sie nur die Heizung aus, reicht es vielleicht einen Handwerker zu engagieren. Bei einer grösseren Haussanierung sollten Sie die Kosten für einen Planer oder Architekten zusätzlich einberechnen. Denn sehr umfangreiche Arbeiten können Sie ohne entsprechende Fachkenntnisse kaum selbst planen und überwachen. Um den oder die passenden Partner für Ihre Sanierung zu finden, sollten Sie unbedingt mehrere Angebote einholen. So können Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis rausholen. Achten Sie bei der Auswahl aber nicht nur auf die Kosten Ihrer Baufinanzierung, sondern auch auf Kompetenz. Es sind noch nicht unbedingt alle Betriebe auf dem neusten Stand, was energetische Sanierungen angeht.
  3. Auswahl der Haustechnik: Ob nun die Solaranlage oder auch das Lüftungssystem, neue Apparaturen können einen der grössten Posten der Sanierungskosten ausmachen. Bei der Auswahl sollten Sie den Anschaffungspreis bedenken, aber auch die laufenden Kosten. Über die Jahre hinweg gerechnet, können geringe Betriebskosten einen grossen Unterschied machen.
  4. Abklärung der Finanzierung: Wird durch die Sanierung der Wert Ihres Hauses erhöht, können Sie für die Finanzierung vielleicht Ihre Hypothek aufstocken. Oder Sie nehmen dafür einen Baukredit auf. In jedem Fall sollten Sie die Möglichkeiten inklusive Laufzeiten, Zinsen und Tragbarkeit der Finanzierung mit der Bank genau besprechen, damit Sie möglichst günstig fahren – zum Beispiel durch Verteilung der Kosten über mehrere Jahre. Dadurch können Sie unter Umständen deutlich an Steuern sparen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Möglichkeiten, um Ausgaben zu sparen.


 

Vier Möglichkeiten, das Budget für die Sanierung zu minimieren

  • Modernisierung detailliert planen: Verzögerungen beim Umbau können enorme Mehrkosten verursachen und das Budget für Ihre Baufinanzierung unnötig belasten. Aber auch zu spät eingereichte Gesuche für Baufördergelder oder fehlende Beratung tragen zu erhöhten Kosten bei. Ihre Sanierung genau zu planen, ist daher wichtig. Damit bei der Planung nichts vergessen geht, lesen Sie  auch die Checkliste zu Sanierungen. (Verlinkung zum Artikel)
  • Sanierung ganzheitlich betrachten: Je nach Situation, kann es durchaus sinnvoll sein, nur einzelne Massnahmen zur Sanierung durchzuführen. Zum Beispiel lohnt es sich vielleicht, nur die Heizung zu ersetzen oder die Gebäudehülle zu dämmen und Fenster auszutauschen. Jedoch sollten Sie die Sanierung immer ganzheitlich angehen und vorab den Zustand des Hauses insgesamt betrachten. Denn beispielsweise muss an einem steigenden Energieverbrauch nicht unbedingt die alte Heizung schuld sein. Es könnte auch an Wärmeverlusten aufgrund durchlässiger Fensterdichtungen liegen. Um das Budget für Ihre Sanierungsmassnahmen möglichst tief zu halten, lohnt sich daher vorab eine exakte Analyse.
  • Umbauten gestaffelt angehen: Die gesamte Sanierung auf einmal durchzuführen, ist eventuell teurer, als sie über mehrere Jahre zu verteilen. Denn werterhaltende Massnahmen können Sie von der Steuer absetzen. Verteilen Sie dies über mehrere Jahre, lässt sich vielleicht eine Steuerprogression vermeiden. Sprechen Sie deshalb unbedingt mit Ihrer Bank oder Ihrem Steuerberater, um den zeitlichen Ablauf der Sanierungsarbeiten bestmöglich zu planen.
  • Günstige Finanzierung finden und Baufördergelder beantragen: Ob nun Baukredit oder Hypothek, die richtige Finanzierung zu finden, spart auf lange Sicht einiges an Geld. Lassen Sie sich daher unbedingt bei Ihrer Bank beraten, sobald Sie die Kosten für Ihre Sanierungsmassnahmen in etwa kennen. Darüber hinaus sollten Sie unbedingt rechtzeitig mögliche Baufördergelder beantragen. Werden Ihnen diese zugesprochen, kann das bis zu mehrere tausend Franken einbringen.