Wie unterstützt ein Immobilienberater beim Hausverkauf?

Eine Immobilie verkauft sich nicht so leicht wie ein gebrauchtes Auto. RaiffeisenCasa zeigt, worauf Sie achten sollten und begleitet Sie von der Verkaufsstrategie bis zum Vertragsabschluss.

Wer seine Immobilie verkaufen will, hat zwei Optionen: Alles selber in die Hand nehmen oder einen erfahrenen Immobilienberater zuziehen. Der Verkaufsprozess erfordert Erfahrung, Gespür und ein breites Netzwerk. Einen Immobilienberater an der Seite zu haben, entlastet und gibt Sicherheit.

Denn es gibt viel zu organisieren: Die Immobilie schätzen, fotografieren und eine Verkaufsdokumentation zusammenstellen – um nur die ersten Schritte zu nennen. Hinzu kommen die Inserierung, zeitintensive Verkaufsgespräche und Besichtigungen. Insbesondere bei den abschliessenden Preisverhandlungen kann ein guter Immobilienberater den Unterschied machen. 

Unterstützung durch Immobilienberater

RaiffeisenCasa gibt Ihnen hilfreiche Tipps rund um den Hausverkauf und zeigt, wie Sie ein Immobilienberater zusätzlich unterstützen kann. 

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Die vier wichtigsten Komponenten beim Hausverkauf

Das Marktumfeld

Um eine Immobilie erfolgreich zu verkaufen, ist es wichtig, das Marktumfeld im Blick zu haben. Die Zinsen 5-jähriger Festhypotheken verzeichnen einen neuen Tiefstwert. Der vom Markt erwartete Zeitpunkt eines Zinsanstiegs hat sich weiter nach hinten verschoben. Auch 2019 dürften die Zinsen – wenn überhaupt – nur moderat ansteigen. Das macht Hypotheken günstig, was wiederum die Nachfrage nach Wohneigentum fördert und so zu rekordhohen Immobilienpreisen beiträgt.

 

Zinsentwicklung seit 1985

Zinsentwicklung seit 1985

Die Vermarktung

Obwohl die Nachfrage nach Wohneigentum floriert, lohnt sich eine professionelle Vermarktung Ihrer Immobilie. Anstatt die aufwändige und komplexe Arbeit selbst zu machen, entlastet Sie ein erfahrener Immobilienberater mit dem nötigen Wissen. Er arbeitet schneller und zielgerichteter als ein Laie, bearbeitet den Markt effizienter und findet einen Käufer, der mehr zahlt als ein anderer. Basis eines erfolgreichen Immobilienverkaufs ist eine exakte Analyse. Immer mehr Leute vertrauen deshalb auf einen professionellen Immobilienberater, wie die Grafik zeigt.

Marktanteile an Online-Inseraten
Marktanteile an Online-Inseraten

 

 

Ein professioneller Immobilienberater klärt die folgenden Punkte:

  • Welche Kunden kann man mit der zu verkaufenden Immobilie ansprechen?
  • Wo findet man diese Kunden?
  • Was sind die Preiserwartungen bzw. Limiten?

 

Aufgrund dieser Erkenntnisse entwickelt der Immobilienberater eine Vermarktungskampagne und setzt diese um. Dabei ist wichtig, dass die Verkaufsdokumentation transparent ist, alles Relevante offenlegt und auf das Kundensegment angepasst ist. Fotos und Angaben müssen der Wahrheit entsprechen.

Die Kosten für einen guten Immobilienberater, der all das im Auge behält, lohnen sich. Wer so vorgeht, kann das Optimum im Markt herausholen.

 

Die richtige Preisstrategie

Den richtigen Preis für eine Immobilie gibt es nicht, wichtiger ist die richtige Preisstrategie. Liegt der genannte Preis zehn Prozent über dem reellen Wert der Immobilie, verlängert sich die Vermarktungszeit enorm. Stellt man eine tiefpreisige Liegenschaft hochpreisig dar, zieht man zudem die falschen Leute an. Das dient dem Verkäufer nicht. Gerade hier zeigt sich, dass viele Immobilienberater oft nicht genug Schätzungserfahrung haben. Die Wahl eines professionellen, erfahrenen Beraters ist also entscheidend. Wichtig ist aber auch, ihm genug Zeit für die Vermarktung der Immobilie zu lassen. Auch unser Chefökonom nimmt Stellung zum Verkauf mit einem Immobilienberater. 

Unterschied von Preis und Vermarktungsdauer im Vergleich
Unterschied von Preis und Vermarktungsdauer im Vergleich

In jede Schätzung fliesst ein gewisses Mass an Subjektivität mit ein. Das lässt sich nicht verhindern. RaiffeisenCasa setzt stets mehrere Bewertungstools ein, um den Preis realistisch und transparent einzuschätzen. 

Im Hinblick auf die Höhe des Verkaufspreises lässt sich sagen, dass sich Renovationen vor dem Verkauf grundsätzlich lohnen. Es sollte darauf geachtet werden, dass alles funktioniert und die Immobilie in einem ordentlichen, sauberen Zustand ist. Das Gesamtbild muss passen. Immer wichtiger wird auch die Frage nach dem energetischen Zustand einer Immobilie, also beispielsweise, ob die Räume gut isoliert sind. Energetische Sanierungen haben in der Regel einen positiven Effekt auf die Höhe des Verkaufspreises. Dass der Preis der Immobilie von der Jahreszeit abhängt, ist hingegen ein Irrtum. Es gibt keine Saisons für den Verkauf von Immobilien. Es gibt nur Zeiten, in denen Notariate geschlossen sind.

 

Der Kaufentscheid

Mit der richtigen Verkaufs- und Preisstrategie müssten die grössten Hürden überwunden sein – könnte man zumindest meinen. Ist der passende Käufer gefunden, werden kurz vor dem Notartermin aber fast alle Beteiligten nochmals nervös. Der Verkäufer befürchtet, zu wenig gelöst zu haben, der Käufer hingegen denkt, er hat zu viel bezahlt. Beim Kaufentscheid, spielen sehr viele Emotionen mit. Hier kommt erneut die Bedeutung eines professionellen Immobilienberaters zum Tragen. Es liegt an ihm, allen Beteiligten Sicherheit zu geben und offene Fragen zu klären.

RaiffeisenCasa empfiehlt dem Verkäufer zudem, bei der Besichtigung nicht anwesend zu sein. Der Verkäufer bringt in der Regel zu viele Emotionen mit. Der Käufer andererseits muss Platz für seine Emotionen bekommen.

 

Diese Indizien weisen auf einen dubiosen Immobilienberater hin:

  1. 1. Der Immobilienberater ist kein Mitglied in einem offiziellen Verband.
  2. 2. Ihm fehlen Referenzkunden.
  3. 3. Nebst der Provision verrechnet er zusätzliche Kosten.
  4. 4. Der Immobilienberater verlangt Vorauszahlungen und fordert Geldüberweisungen ins Ausland.
  5. 5. Er errechnet einen zu hohen Verkaufspreis.
  6. 6. Seine Fachkompetenz überzeugt nicht und er wirkt unsicher.
  7. 7. Der Immobilienberater hat keine Stellvertretung.