Wer ist Airbnb Anbieter-Nummer 1 der Schweiz?

Sie haben sicher schon von Airbnb gehört. Die Firma erklärt selbst, um was es dabei geht. „Sei es eine Wohnung für eine Nacht, ein Schloss für eine Woche oder eine Villa für einen ganzen Monat – Airbnb führt Menschen in einzigartigen Reiseerlebnissen zusammen, in jeder Preisklasse und in über 34.000 Städten in 190 Ländern. Mit unserem erstklassigen Kundenservice und einer ständig wachsenden Zahl von Nutzern ist Airbnb der einfachste Weg, mit Deinem freien Wohnraum Geld zu verdienen und ihn Millionen von Menschen vorzustellen“.

Ist Airbnb ein ernstzunehmender Konkurrent?

Das klingt absolut verlockend. Dass es nicht „Deine Wohnung“ ist im Sinne von Eigentum, sondern die von Dir gemietete Wohnung, spielt für Airbnb keine Rolle. Nicht der Eigentümer steht im Vordergrund, sondern der Nutzwert der Wohnungen für Dritte.

Airbnb agierte lange im rechtlichen Graubereich. Versteuern die Vermieter das Einkommen? Erheben sie die Kur- oder Citytaxen und wenn ja, führen sie sie auch ab? Dürfen Sie ihre Wohnung überhaupt Dritten via Airbnb überlassen? Auf viele dieser Fragen gibt es heute mehrheitlich Antworten, die auch deshalb nötig wurden, weil Airbnb dem Exotendasein längst entwachsen ist. Im Kanton Zürich etwa beträgt der Marktanteil von Airbnb gemessen an den Hotelübernachtungen mehr als 5% - Trend weiter zunehmend. Airbnb ist folglich ein ernstzunehmender Konkurrent der traditionellen Hotellerie geworden. 

 

Airbnb

In der Schweiz gibt es aktuell über 35‘000 angemeldete Airbnb-Unterkünfte.

Erst fragen, dann machen

Falls Sie sich ärgern, weil Ihnen ihre Freunde oder Bekannten vorrechnen, wie viel Geld sie alle schon mit Airbnb verdient haben und Sie eben nicht, liegt auf der Hand, dass Sie sich sagen: „das mache ich auch“. Nur sollten Sie dann auch alles im Vorfeld so regeln, dass sie es im Nachhinein nicht bereuen. Steuernachzahlungen oder gar Steuerbussen sind unbedingt zu vermeiden. Die Einnahmen aus einer Airbnb-Vermietung sollten also deklariert werden. Das gilt unabhängig, ob ein Mieter oder Eigentümer seine Wohnung unter Airbnb vermietet. Wer gleich mehrere Wohnungen vermietet, wird zu einem kleinen Unternehmer und die Wohnung dann zu einer Art selbständiger Erwerbstätigkeit. Und so werden auch noch Sozialversicherungsabgaben fällig. Was einfach klingt, muss also sorgfältig geplant und umgesetzt werden. Apropos: falls jemand, was sehr unwahrscheinlich ist, mehr als 100‘000 Franken jährlich via Untervermietungsplattformen verdient, wird auch noch Mehrwertsteuer fällig. Doch das dürften nur die kommerziellen Airbnb-Nutzer schaffen. Der grösste unter diesen ist übrigens eine sehr, sehr grosse Genossenschaft. Nein nicht Raiffeisen, ich wäre aber auch nicht darauf gekommen. Es ist der orange Riese. 

 

 

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Martin Neff, der Chefökonom von Raiffeisen

Martin Neff, der Chefökonom von Raiffeisen

Martin Neff gehört zu den führenden Immobilienexperten in der Schweiz. Er ist seit Anfang 2013 bei Raiffeisen Schweiz. Neff studierte Volkswirtschaft an der Universität Konstanz. Von 1988 bis 1992 arbeitete er beim Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) in Zürich, bevor er in die CS eintrat, dort das «Schweiz Research» aufbaute und seit 2008 Chefökonom war.