Vermögensverwaltung – mehr Durchblick, weniger Aufwand

Manager Report 4. Quartal 2018

Die Stimmung an den Finanzmärkten hat sich im 4. Quartal mar­kant eingetrübt. Nahezu alle Anlageklassen verzeichneten Ver­luste. Die Unternehmensgewinne waren zwar auch in der letzten Berichtssaison solide, politische Risiken (Handelskrieg, Budget­debatte in Italien, Brexit) sowie stagnierende Gewinnaussichten drückten jedoch auf die Stimmung.

 

Manager Report

Eine scharfe Korrektur verzeichneten insbesondere Aktien mittel­grosser Unternehmen (Mid Caps). Solche Übertreibungen eröff­nen aber auch Chancen. Unsere Aktieninvestments haben wir aktuell neutral positioniert. Das Niedrigzinsumfeld spricht derweil weiter für eine Untergewichtung bei den Obligationen. Am starken Übergewicht bei den Alternativen Anlagen halten wir fest. Unter anderem bleiben Immobilien im Tiefzinsumfeld attrak­tiv, während Gold der Portfoliodiversifikation dient.

Anlageklassen im Vergleich

Anlageklassen im Vergleich für das 4. Quartal 2018

Marktkommentar: Schwieriges Börsenjahr 2018

2018 war für Anleger ein herausforderndes und schliesslich ent­täuschendes Jahr. Keine Anlagekategorie lieferte positive Erträge ab. Der andauernde Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die Befürchtung vor einer Beeinträchtigung des Wirt­schaftswachstums bereiteten Sorge. Die Volatilität ist deutlich angestiegen und dürfte auch 2019 erhöht bleiben.

 

Konjunktur: Ausgeprägte Wachstumsdelle in Europa

Die Konjunkturdaten der letzten Wochen fielen insbesondere im Euroraum sehr schwach aus. Von der Wachstumsdelle blieb aber auch die Schweiz nicht verschont. Im dritten Quartal ging die Wirtschaftsleistung hierzulande leicht zurück. Nach vorne schau­end erwarten wir eine Stabilisierung. Eine Rezession ist weiterhin nicht zu erkennen.

 

Obligationen: Erneute Flucht in den sicheren Hafen

Die US­-Notenbank Fed hat den Leitzins im Dezember auf 2.5 % erhöht. Sie dürfte zukünftig aber deutlich langsamer im Zinser­höhungszyklus voranschreiten. Die Neubeurteilung der US-­Geld­politik und die Turbulenzen am Aktienmarkt führten im letzten Quartal zu einer Rally bei den Anleihen. Das weitere Aufwärtspo­tential ist nun begrenzt.

Aktien: Saisonale Trendwende im Herbst bleibt aus

Seit Oktober ist nun auch der im bisherigen Jahresverlauf starke US­-Aktienmarkt unter Druck gekommen. Die Anleger befürchten, dass das Gewinnwachstum zukünftig deutlich geringer ausfällt. Der Rückenwind von der US­-Steuerreform lässt nach. Die Bewer­tungen haben sich jedoch auch schon merklich verbessert. Das Chancen/Risikoprofil von Aktien ist aufgrund der Dividendenrendi­ten und der günstigeren Bewertungen wieder attraktiver.

 

Alternative Anlagen: Überangebot lässt Rohölpreis einbrechen

Der Ölpreis hat im 4. Quartal um ca. 30 % nachgegeben. Die Aus­nahmeregelungen bei den Iran-­Sanktionen und die hohe Produk­tion der USA haben zu einem Überangebot geführt. Nach den jüngsten Förderkürzungen der OPEC erwarten wir eine Preiser­holung.

 

Währungen: Schweizer Franken bleibt stark

Der Schweizer Franken bleibt in Phasen der Unsicherheit eine starke Währung und hat gegenüber dem Euro 2018 aufgewertet. Das Abwärtspotential beim Euro/Franken-­Kurs sehen wir als limitiert. Gegenüber dem US­-Dollar erwarten wir demnächst ein Pendeln um die Parität.