Vermögensverwaltung – mehr Durchblick, weniger Aufwand

Manager Report 1. Quartal 2019

Nach dem enttäuschenden Jahresausklang 2018 verzeichneten die Finanzmärkte im ersten Quartal 2019 ein regelrechtes Kursfeuerwerk. Obwohl sich die Konjunkturdynamik zuletzt verlangsamte, notieren seit Jahresbeginn nahezu alle Anlageklassen deutlich im Plus. Die Unternehmensgewinne haben sich in der letzten Berichtssaison nochmals solide entwickelt – im Ausblick zeigten sich die Firmen aber vorsichtiger.

 

Manager Report: Gelungener Jahresauftakt

Dies deckt sich mit unserer Einschätzung. Der Handelskonflikt zwischen China und den USA bleibt ungelöst und auch das «Brexit»-Chaos birgt grösseres Enttäuschungspotential. Wir sind bei Aktien deshalb leicht untergewichtet. Das Niedrigzinsumfeld spricht auch bei den Obligationen weiterhin für eine Untergewichtung. Am Übergewicht bei den Alternativen Anlagen halten wir fest – der Schweizer Immobilienmarkt sollte sich in Abwesenheit von Zinserhöhungen weiter solide entwickeln, während Gold der Portfoliodiversifikation dient.

Anlageklassen im Vergleich

Anlageklassen im Vergleich für das 1. Quartal 2019

Konjunktur: weiterhin eingetrübt

Die Konjunkturdaten haben zuletzt mehrheitlich enttäuscht. Nachdem die EZB Mitte März die Wachstumsprognosen für die Eurozone nach unten revidiert hatte, erwartet auch die US-Notenbank Fed nun in den USA einen schwächeren Ausblick. Auch wenn die Schweizer Wirtschaft von der jüngsten Konjunkturdelle betroffen war, ist eine Rezession weiterhin nicht absehbar.

 

Obligationen: Zinswende erneut aufgeschoben

Die Fed hat ihre geldpolitische Kehrtwende im März bestätigt und erwartet 2019 keine Zinserhöhung mehr. Davon profitierten zuletzt insbesondere Hochzins- und Schwellenländeranleihen. Da die Zinswende von den Notenbanken einmal mehr nach hinten verschoben wurde, rechnen wir in den kommenden Quartalen mit keinen starken Zinsbewegungen. Selbst vor dem Hintergrund sehr tiefer Zinsen gehören Obligationen weiterhin in ein diversifiziertes Portfolio.

 

Aktien: blenden schwache Konjunktur aus

Die Finanzmärkte haben im Handelskonflikt zwischen den USA und China eine friedliche Lösung eingepreist. Wir erwarten jedoch nur eine teilweise Übereinkunft zwischen den Parteien und sehen grösseres Enttäuschungspotential. Auch die Dynamik bei den Unternehmensgewinnen dürfte 2019 mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik abnehmen. Die Treiber für höhere Kurse verlieren deshalb an Zugkraft.

Alternative Anlagen: Förderkürzungen stützen Ölpreis

Ähnlich wie die Aktienmärkte kennt der Ölpreis seit Jahresbeginn nur den Weg nach oben. Mit der Rückendeckung der OPEC sollten sich die Preise demnächst auf dem aktuellen Niveau einpendeln. Einen gewichtigen Anteil an der Preiserholung dürfte neben markttechnischen Faktoren die disziplinierte Durchsetzung der im letzten Dezember vereinbarten Produktionssenkung haben.

 

Währungen: In ruhigem Fahrwasser

Am Währungsmarkt haben die Schwankungen in den vergangenen Wochen und Monaten merklich abgenommen. Der EUR/USD-Kurs – ein eigentlich eher schwankungsfreudiges Währungspaar – handelt seit Anfang letztem Dezember nur noch in einer Bandbreite von drei Prozent und weist damit eine der stabilsten Perioden seit Einführung der Einheitswährung auf. Mit einer zögerlichen Fed erwarten wir den USD gegenüber den Franken in den kommenden Monaten etwas schwächer. Auch gegenüber dem EUR dürfte der Franken weiterhin leicht zulegen.