Vermögensverwaltung – mehr Durchblick, weniger Aufwand

Manager Report 2. Quartal 2018

Aufgrund der Fussball-WM sind die Augen im Moment auf Russland gerichtet. Wir verlieren für Sie den globalen Fokus aber nicht, weil es sehr vielschichtige globale, politische Themen gibt, die uns beschäftigen.

  

 

Manager Report

Mit Obligationen bleibt die Erwirtschaftung von positiven Renditen anspruchsvoll, zumal auch riskantere Segmente wie Schwellenländeranleihen an Wert verloren. Positiv zu bewerten sind hingegen unsere Aktieninvestments in Schweizer Mid Caps, welche deutlich an Wert zulegen konnten. Mit einer Reduktion der Aktienanlagen sowie einer Erhöhung der Gold- und Immobilienquote haben wir die Risiken in den Kundenportfolios reduziert. Dies vor allem im Hinblick auf die vielschichtigen Marktrisiken in Kombination mit den traditionell volumenschwachen Sommermonaten an den Finanzmärkten.

Anlageklassen im Vergleich für das 2. Quartal 2018

Anlageklassen im Vergleich für das 2. Quartal 2018

Marktkommentar: Halbvoll oder halbleer?

Das Anlageumfeld ist durch viele Unsicherheiten geprägt. Wir erachten in dieser Situation unser Untergewichten bei Obligationen und Aktien weiter für angezeigt und reduzieren die empfohlene Quote für Schwellenländeraktien auf neutral, während wir die Positionierung für Immobilienanlagen auf leichtes Übergewichten erhöhen.

 

Konjunktur: Donald Trumps Handelspolitik bedroht die Weltwirtschaft

Der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und ihrer Handelspartner dürfte schwer auf dem Welthandel lasten. Die USA sind davon weniger betroffen als der Rest der Welt. Daher wird die amerikanische Notenbank die geldpolitischen Zügel weiter straffen, wohingegen die europäische Zentralbank die erste Leitzinsanhebung nach hinten verschiebt.

 

Obligationen Zugenommener Gegenwind für Schwellenländeranleihen  

Die Schwellenmärkte standen zuletzt nicht nur wegen Argentinien oder der Türkei unter Druck. Die Furcht vor Handelskriegen, einem dadurch schwächeren Weltwirtschaftswachstum und einer Aufwertung des US-Dollars belastet die Wertentwicklung von Schwellenländeranleihen ebenfalls.

Aktien: Handelskrieg als Nullsummenspiel

Ein globaler Handelskrieg kennt keine Gewinner. Emerging Markets sind bei einer Eskalation der Handelsstreitigkeiten besonders stark im Risiko, weshalb wir bei Schwellenländer-Aktien zu einer neutralen Quote raten. Wir empfehlen weiterhin attraktive Märkte wie Japan und für heimisch orientierte Anleger defensivere Investments.

 

Alternative Anlagen: OPEC versucht Ölpreisanstieg zu verhindern

Wie erwartet, haben die Opec und Russland Pläne bekannt gegeben, das Fördervolumen zu erhöhen. Wir sehen uns daher in unserer zurückhaltenden Positionierung für Öl bestätigt. Hingegen erhöhen wir aufgrund der relativen Attraktivität der Ausschüttungsrenditen die Empfehlung für indirekte Immobilienanlagen auf leichtes Übergewichten.

 

Währungen: «Dovishe» EZB spricht kurzfristig gegen den Euro

Da sich die EZB gegen einen ersten Zinsschritt bis Herbst 2019 an ihrer letzten Sitzung ausgesprochen hat und die Risiken eines Handelskriegs gestiegen sind, dürften kurzfristig der Dollar und der Yen stärker werden. Die Bank of England dürfte jedoch das Pfund erst unterstützen können, wenn die Brexitverhandlungen mehr Konturen annehmen.