Vermögensverwaltung – mehr Durchblick, weniger Aufwand

Manager Report 3. Quartal 2018

Rund zehn Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise befassen wir uns wieder intensiver mit dem Thema steigende Zinsen. Die Zinsen müssten aufgrund des realen Wachstums und der Inflation eigentlich um einiges höher sein.

 

Manager Report

Im dritten Quartal dominierten politische Themen die globalen Finanzmärkte. Schwellenländeranlagen waren dabei besonders stark betroffen. Dies aufgrund des US-Chinesischen Handelsstreits in Kombination mit den graduellen Zinserhöhungen in den USA, welche die Verschiebung von Kapital raus aus Schwellenländern begünstigen. Wir bleiben mit unseren Aktieninvestments aktuell eher vorsichtig positioniert, sehen aber auch Chancen – zum Beispiel bei High Yield Obligationen, welche weiterhin von der guten Wirtschaftslage profitieren dürften. Alternative Anlagen erachten wir nicht nur aus Diversifikationsüberlegungen als attraktiv, sondern bieten auf den aktuellen Niveaus auch Kurspotenzial.

Anlageklassen im Vergleich für das 3. Quartal 2018

Anlageklassen im Vergleich für das 3. Quartal 2018

  

Marktkommentar: Auftakt zu einem versöhnlichen Schlussquartal?

Der Oktober dürfte geprägt sein zwischen der Hoffnung auf eine Jahresendrally im Schlussquartal und möglichen (politischen) Störquellen. Wir halten in diesem Umfeld eine Beibehaltung unserer taktischen Positionierung für angebracht.

 

Konjunktur: Italiens Budgetplan dürfte bei der EU durchgehen

Verschärfung des US-Chinesischen Handelsstreits gefährdet den momentan soliden Konjunkturverlauf zusätzlich. Daneben sind die politischen Risiken für Wirtschaft und Finanzmärkte in Europa mit dem Brexit und der neuen italienischen Regierung weiterhin hoch. Das neue italienische Budget dürfte dies kaum ändern.

 

Obligationen: Geht die Rally der Italien-Anleihen in die nächste Runde?

Im September setzten italienische Anleihen von ihren schwachen Niveaus zu einer Erholungsrally an. Ob sich dieser Aufwärtstrend fortsetzt, hängt vom Staatsbudget 2019 und den Entscheidungen der Ratingagenturen ab.

Aktien: Licht am Horizont für europäische Bankaktien?

Tiefe Zinsen in Europa waren ein wesentlicher Grund weshalb EU-Bankaktien in den letzten Jahren ein eher schlechtes Investment waren. Eine Entspannung der politischen Probleme in Italien und mehr Klarheit hinsichtlich des Brexits dürften das Zinsniveau ansteigen lassen und damit auch die Kurse der hiesigen Bankaktien beflügeln.

 

Alternative Anlagen: Erdölpreise nähern sich wieder der Marke von 100 USD

Unseres Erachtens steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Erdölpreise demnächst gegen die Marke von 100-US-Dollar pro Fass marschieren. Davon könnte auch der Goldpreis profitieren, welcher jüngst unter der Stärke der US-amerikanischen Währung zu leiden hatte.

 

Währungen: Der Euro im Zeichen von politischen Risiken

Die Stabilisierung europäischer Konjunkturdaten sowie eine optimistischere EZB haben für eine Erholung des Euros, Frankens aber auch skandinavischer Währungen gesorgt. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt auch von geopolitischen Risiken ab. Diese bleiben unser Erachtens beträchtlich.