Tagung «Baukultur und Verdichtung» – 4. März 2019

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Am 4. März fand die erste Tagung zu Baukultur und Verdichtung statt. Zum Austausch aufgerufen hatte der Verein Green Building, der sich seit 2010 für nachhaltiges Bauen in der Schweiz stark macht. Gemeinsam mit dem Fachpartner Bundesamt für Kultur (BAK) und rund 60 Entscheidungsträgern aus Politik, Architektur und Baubranche galt es eine Zwischenbilanz zu ziehen.

Wo stehen wir heute im Spannungsfeld von Verdichtung und Baukultur? Hat die Dichte der Ästhetik geschadet? Welche raumplanerischen Massnahmen sind gefordert und wie können wir die energietechnischen Anforderungen identitätsstiftend umsetzen?

Nach einer kurzen Begrüssung durch Gastgeber Simon Reber, Leiter Events Raiffeisen Forum, leitete Peter Burkhalter ins Thema ein und betonte die Wichtigkeit der Diskussion und des Austausches unter den beteiligten Interessensgruppen. Nur wenn Architekten, Denkmalpfleger und Baubranche an einem Strick ziehen, kann Bauen zu Kultur werden und nachhaltige Verdichtung entstehen.

Im Anschluss sprach Oliver Martin, Leiter Heimatschutz und Denkmalpflege des BAK, über die Bedeutung von Baukultur und die dafür erforderliche Balance von Technik, Ökonomie und Kultur. Nach seinem Inputreferat diskutierte er die zentralen Herausforderungen mit Stefan Cadosch, Präsident des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA), Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter AG und Peter Schilliger, Nationalrat FDP Kanton Luzern und Geschäftsleiter der Herzog Haustechnik AG. Im Spannungsfeld von Baukultur und Verdichtung waren sich die Podiumsteilnehmer in vielen Punkten überraschend einig. Namentlich die Bedeutung der Baukultur für die Akzeptanz von Verdichtung bei der Bevölkerung, die prägende Rolle von städtebaulicher Planung und kommunaler Gesetzgebung, sowie die Vereinbarkeit von Ästhetik und Energieeffizienz wurden dabei betont.