Digitale Einöde beim Bund?

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11. September 2019

 

Während die Digitalisierung in der Privatwirtschaft mit grossen Schritten voranschreitet, haben E-Democracy-Initiativen zurzeit einen schweren Stand. E-Voting ist auf dem Abstellgleis, eine private Lösung bei der E-ID wird bekämpft. Im Austausch mit dem Staat beschränkt sich die gepriesene digitale Transformation oft auf die Bereitstellung von Online-Formularen. Von der ursprünglichen Euphorie ist wenig spürbar. Wie können Politik und Verwaltung die digitale Entwicklung nachhaltig und sicher gestalten?
 

Die Podiumsdiskussion mit Adrienne Fichter (Autorin und Journalistin «Republik»), Ruedi Noser (Ständerat und ICT-Unternehmer) und Urs Bieri (Co-Leiter gfs.bern) wurden zwei grundlegende Punkte betont: Das Vertrauen der Bevölkerung und die Chancen, die die digitale Transformation mit sich bringt. Den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern muss die Wahl gelassen werden, wer ihre Daten verwenden darf. Ist dies nicht der Fall, so findet sich für die Etablierung neuer Methoden keine Mehrheit. Der Bund muss den Spagat machen, den Anschluss in der digitalen Transformation nicht zu verlieren und gleichzeitig die hoheitlichen Rechte in der digitalen Welt durchzusetzen.