«Den Eiger kümmerts nicht» - Buch-Gespräch mit Adrian Amstutz

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23. Oktober 2019

 

«Den Eiger kümmerts nicht» – ein Buchtitel inspiriert von Franz Hohler – zeigt einen Aufriss der vielfältigen Wirkungs- und Tätigkeitskreise von Adrian Amstutz. Am Buch-Gespräch im Raiffeisen Forum erzählte er von seinen prägendsten Erlebnissen.
 

Er komme aus bescheidenen Verhältnissen, betont Adrian Amstutz gleich zu Beginn des Gesprächs. Dies habe seine Arbeits- und Kommunikationsweise bis heute beeinflusst. Als Kind arbeitete er im Betrieb der Eltern mit und lernte so, Aufgaben früh und gewissenhaft zu erledigen. Seine für ihn typische direkte und unverblümte Sprache eignete er sich bei seiner Ausbildung als Maurer und der Arbeit auf dem Bau an. Generell mache er keinen Unterschied, wer sein Gegenüber sei: auch im Austausch mit Bundesräten ändere er seine Sprache nicht.

Politisiert wurde Adrian Amstutz in seiner Heimat Sigriswil, als der Bau eines Altersheims für Diskussionen sorgte. Bei seiner politischen Arbeit orientierte er sich weiterhin an seinen Wurzeln. Auf eine Krawatte verzichtet er aus praktischen Gründen, sein Merkmal – die hochgekrempelten Hemdsärmel – hat er vom Vater übernommen. Seinem Nachfolger als Fraktionschef, Thomas Aeschi, habe er geraten, vor Antritt einige Wochen auf der Alp zu verbringen. Denn das Prinzip sei immer das gleiche: «Es braucht Ordnung im Stall». Seine Rolle als Fraktionschef nahm Adrian Amstutz sehr ernst, was seine sehr kleine Anzahl an Absenzen erklärt. Als er für die Wahlkampfleitung angefragt wurde, sei es für ihn klar, dass er diese Aufgabe annehme – genauso wie es für ihn klar gewesen sei, dass er für eine weitere Legislatur nicht mehr zur Verfügung stehe. Nun freue er sich auf die Zeit nach der Politik.