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EDA: Männer und Teilzeitarbeit – 25. Oktober 2018

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«Männer und Teilzeitarbeit» lautete das Thema der gut be­suchten Veranstaltung, welche von der Sektion Chancengleichheit und globale Gender- und Frauenfragen Ende Oktober organisiert wurde. 

 

Im Publikum sassen Männer und Frau­en aus allen Direktionen und unterschiedlichen Hierarchiestufen. EDA-Generalsekretär Markus Seiler unterstrich in seiner Eröffnungsrede, dass es nicht darum gehe, Zielwerte zu definieren. Es sei jedoch wünschens- und erstrebenswert, auch in Sachen Teilzeitarbeit ähnliche Verhältnisse bei beiden Geschlechtern zu haben.

Im Inputreferat stellte die Sozialforscherin Dr. Margret Bürgisser fest, dass im EDA im Vergleich zum schweizerischen Durchschnitt wenig teilzeit­lich gearbeitet wird (CH: Männer 17.5 %; Frauen 58.6 %). Anhand einer deutschen Statistik strich sie die unterschiedlichen Gründe für Teilzeitarbeit bei Frauen und Männern hervor: Während 78 % der Mütter aus familiären Gründen teilzeitlich ar­beiten, ist dies bei Vätern nur zu 29 % ein Grund. Männer mit und ohne Kinder begründen ihre Teil­zeitarbeit zu 19 % mit einer Aus- oder Weiterbil­dung, Frauen nur zu 3 %. Sind die Kinder krank, bleiben in der Schweiz in 4 von 5 Fällen die Mütter zuhause. Im darauffolgenden Podium wurde unter der Moderation von Barbara Schedler Fischer eine Diskussion über Herausforderungen, Chancen und Potenzial der Teilzeitarbeit von Männern aus wissenschaftlicher, betrieblicher und persönlicher Perspektive geführt.

Gian Andrea Badrutt, stellvertretender Chef der DR, führte in seinem Schlusswort aus, dass die Bundesverwaltung und speziell das EDA mit sei­nen verschiedenen Laufbahnen den Anspruch ha­ben müssten, die potentiell besten Arbeitskräfte des Landes anziehen zu können. Für die versetz­baren Karrieren würden für relativ wenige Stellen viele potentielle Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung stehen. In den Fachdiensten sehe dies jedoch anders aus. Vor allem im IT-Bereich sei die Rekrutierung der besten Kräfte eine Her­ausforderung. Eine familienfreundliche Unterneh­menskultur sei hier ein wichtiger Teil der Lösung.