Mit Suchmaschinenoptimierung von 0 auf hundert

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«Wer gefunden wird, verkauft.» Dr. Olivier Blattmann, CIO und Co-Founder der Internetagentur iQual GmbH, nahm im Raiffeisen Forum Bern über 30 Unternehmerinnen und Unternehmer mit in die Welt der Suchmaschinenoptimierung. Nebst zwei spannenden Livecases gab es konkrete Tipps und Tricks für den Alltag.
 

Gleich zu Beginn nahm Olivier Blattmann die drei grössten Mythen der Suchmaschinenoptimierung unter die Lupe. Suchmaschinenoptimierung (SEO) sei nicht kompliziert, aber durchaus komplex. Damit wurde auch gleich der zweite Mythos «Suchmaschinenoptimierung ist ein Buch mit 7 Siegeln» widerlegt. Der letzte Mythos, dass Suchmaschinenoptimierung nur etwas für die Grossen sei, ist gemäss Blattmann auch längst Geschichte. Nach der von der Hochschule Luzern und der Fachhochschule Nordwestschweiz durchgeführten Schweizer Onlinehändlerbefragung (Zumstein, Leimstoll und Gasser, 2018) mit knapp 400 befragten Unternehmen ist Suchmaschinenoptimierung nämlich das wichtigste Marketing-Instrument überhaupt.

Das Potenzial für KMU-Unternehmen sei somit grenzenlos, sofern bei der Bestimmung der Keywords die folgenden drei Bedingungen beachtet werden:

  • Die Keywords müssen für die Strategie und die Geschäftsziele relevant sein.
  • Es muss eine relevante Nachfrage für diese Keywords existieren.
  • Das Angebot muss zur Suchintention passen.

Olivier Blattmann führte die drei Bedingungen am Beispiel des Keywords «Spindeltreppen» vor. Als Livecase diente dabei eine Firma, die verschiedene Arten von Treppen verkauft – unter anderem auch Spindeltreppen. Die erste Bedingung sei mit diesem Keyword erfüllt, denn der Verkauf von Spindeltreppen gehöre zur Strategie und sei ein Geschäftsziel der besagten Firma. Die Erfüllung der zweiten und dritten Bedingung, wird gemäss Blattmann mit diesem Keyword jedoch nicht mehr gewährt: Die durchschnittliche Suchanfrage pro Monat nach dem Wort «Spindeltreppe» werde pro Monat durchschnittlich nur 390 Mal gesucht und sei damit zu wenig relevant. Der Otto Normalverbraucher würde im Google-Suchfeld nicht «Spindeltreppe» sondern mit grosser Wahrscheinlichkeit «Wendeltreppe» eingeben, da er den Fachbegriff nicht kenne. Die letzte Bedingung werde zudem ebenfalls nicht erfüllt, da das Keyword «Spindeltreppen» als Mehrzahl aufgeführt sei. Blattmann: «Niemand will in der Regel mehr als eine Spindeltreppe kaufen. Man muss sich immer in den potentiellen Kunden hineinversetzen. Dann klappt die Optimierung und man landet auf dem begehrten ersten Platz.»