Immo Polit-Trend

Der Immo-Polit-Trend wurde von Raiffeisen initiiert und in Zusammenarbeit mit IAZI entwickelt. Der Zweck des Immo-Polit-Trends ist das Monitoring und die Bewertung der wachsenden Anzahl politischer Vorstösse mit Auswirkungen auf den Immobilienmarkt.

Was ist der Polit-Immo Trend?

Der Immo-Polit-Trend zeigt den geschätzten Einfluss der Politik auf den Immobilienmarkt. Er misst die politischen Immobilienrisiken systematisch und visualisiert sie. Durch die Zunahme politischer Vorstösse mit Auswirkung auf den Immobilienmarkt und die steigende Erfolgswahrscheinlichkeit von Volksinitiativen ändern sich die Rahmenbedingungen für Immobiliendienstleister, Eigenheimbesitzer sowie Mieterinnen und Mieter zunehmend schneller.

Ziel des Immo-Polit-Trends ist, die möglichen Auswirkungen der Politik auf den Immobilienmarkt grafisch anschaulich zusammenzufassen.

Zweites Quartal 2019 – Auswertung von Mitte Juli

Mieten

Die politischen Einflüsse des vergangenen Quartals haben gemässe Experteneinschätzung einen erhöhenden Effekt auf die Mieten. Dies ist in erster Linie auf die Einreichung von zwei Motionen zurückzuführen. Der erste Vorstoss möchte die Anreize zur energetischen Sanierung von Mietwohnungen stärken. Der zweite Vorstoss fordert, dass die Interessen von Personen mit eingeschränkter Mobilität in Mietverträgen stärker gewichtet werden.

 

Renditeobjekte

Der Immo-Polit-Trend verzeichnete im vergangenen Quartal einen wertsenkenden Verlauf. Dies ist primär auf die Eröffnung der Vernehmlassung zur Änderung der Eigenmittelverordnung zurückzuführen. Der Bundesrat sieht für hoch belehnte inländische Wohnrenditeliegenschaften eine Verschärfung der Eigenmittelunterlegung vor. Ebenfalls als wertsenkend wurde eine neu eingereichte Motion beurteilt, die die Interessen von Personen mit eingeschränkter Mobilität in Mietverträgen stärker gewichtet möchte.

 

Eigenheime

Im vergangenen Quartal ist der Immo-Polit-Trend für Eigenheime gesunken. Dies ist zum einen auf die Ablehnung der Motion «Für eine Raumplanung und Mehrwertabgabe mit Augenmass» zurückzuführen. Die Motion verlangte, dass die Mehrwertabgabe frühestens mit der tatsächlichen Realisierung des Mehrwertes fällig wird. Zum anderen geben die Experten an, dass sich eine Verschärfung der Eigenmittelunterlegung für hoch belehnte Wohnrenditeliegenschaften auch auf den Wert der Eigenheime auswirken könnte.