Politische Geschäfte

Vollgeld-Initiative

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Raiffeisen spricht sich gegen den radikalen Umbau des Finanzsystems aus. Damit werden fahrlässig unabsehbare Risiken für die Schweizer Wirtschaft sowie für den gut funktionierenden Kreditmarkt für die Bevölkerung und KMUs eingegangen. Dieses Experiment würde den erarbeiteten Wohlstand des Landes aufs Spiel setzen.

(28. August 2017) Die Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank!» will ausschliesslich der Schweizerischen Nationalbank (SNB) das Recht einräumen, Franken zu schöpfen. Die Geldschöpfung durch Geschäftsbanken soll unterbunden werden. Das Komitee erhofft sich dadurch künftige Finanzkrisen zu vermeiden. Die Umsetzung der Initiative wäre jedoch ein Hochrisiko-Experiment für die gesamte Volkswirtschaft mit ungewissem Ausgang. Damit verbunden wären grosse Unsicherheiten und Risiken für den Wirtschafts- und Finanzplatz Schweiz. Zudem könnte das Vollgeld-System lediglich dem «klassischen Bank Run» auf Sichteinlagen vorbeugen. Finanzkrisen können jedoch auch in einem Vollgeld-System nicht gänzlich verhindert werden. Die SNB würde mit der Initiative zudem über Gebühr gestärkt und hätte wirtschaftspolitisch einen noch grösseren Einfluss, was demokratiepolitisch fragwürdig wäre. Aus diesen Gründen lehnt Raiffeisen die Vollgeld-Initiative ab.

Weitere Informationen zur Position und zum Engagement von Raiffeisen:
Vollgeld-Initiative (PDF, 159KB)