Immo Polit-Trend

Der Immo-Polit-Trend wurde von Raiffeisen initiiert und in Zusammenarbeit mit IAZI entwickelt. Der Zweck des Immo-Polit-Trends ist das Monitoring und Bewertung der wachsenden Anzahl politischer Vorstösse mit Auswirkungen auf den Immobilienmarkt.

Was ist der Polit-Immo Trend?

Der Immo-Polit-Trend zeigt den geschätzten Einfluss der Politik auf den Immobilienmarkt. Er misst die politischen Immobilienrisiken systematisch und visualisiert sie. Durch die Zunahme politischer Vorstösse mit Auswirkung auf den Immobilienmarkt und die steigende Erfolgswahrscheinlichkeit von Volksinitiativen ändern sich die Rahmenbedingungen für Immobiliendienstleister, Eigenheimbesitzer sowie Mieterinnen und Mieter zunehmend schneller.

Ziel des Immo-Polit-Trends ist, die möglichen Auswirkungen der Politik auf den Immobilienmarkt grafisch anschaulich zusammenzufassen.

Drittes Quartal 2019 – Auswertung von Mitte Oktober

Mieten

Der Immo-Polit-Trend verzeichnet im dritten Quartal 2019 einen leicht mieterhöhenden Verlauf. Laut Einschätzung der Experten dürfte die Selbstregulierung der Hypothekarfinanzierung bei Renditeobjektiven des Schweizer Bankensektors die Mietpreise tendenziell erhöhen. Die Selbstregulierung ersetzt die ursprünglich geplante Revision der Eigenmittelverordnung des Bundesrates.

 

Renditeobjekte

Die immobilienpolitischen Entwicklungen des vergangenen Quartals beeinflussen laut Einschätzung der Experten den durchschnittlichen Wert von Schweizer Renditeliegenschaften eher negativ. Für diesen Effekt sorgt insbesondere die neue Selbstregulierung der Schweizer Banken bei Hypothekarfinanzierungen von Renditeobjekten. Der tendenziell wertsteigernde Einfluss eines möglichen Wegfalls der Verrechnungs- und der Stempelsteuer bei nachhaltigen Kapitalanlageprodukten, vermochte die negativen Wertentwicklungen bei Renditeobjekten aufgrund der Selbstregulierung nicht aufzufangen.

 

Eigenheime

Nachdem sich der Polit-Trend in den vergangenen zwei Quartalen eher negativ entwickelte, zeigt sich dieses Quartal wieder ein positiver Trend. Grund dafür ist, dass die Experten den Einfluss der bundesrätlichen Änderung der Eigenmittelverordnung auf den Wert von Eigenheimen grundsätzlich negativer einschätzen, als die nachfolgende Selbstregulierung des Bankensektors. Einen ebenfalls positiven Einfluss auf den Wert von Eigenheimen dürfte laut Experteneinschätzung die potenzielle Aufhebung der Verrechnungs- und der Stempelsteuer bei nachhaltigen Kapitalanlageprodukten haben.