Verändere die Schweiz!

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15. Juni 2020

 

Am 15. Juni öffnete das Raiffeisen Forum Bern seine Türen für den Austausch zwischen Politikerinnen und Politiker und den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts «Verändere die Schweiz!» von engage.ch. Im Verlauf des Tages fanden dort die ersten bilateralen Treffen mit Franziska Ryser, Simon Stadler und Andri Silberschmidt statt, die gemeinsam mit den Verfassern der Ideen über deren Inhalt und bestmögliche Umsetzung diskutierten. Während einem gemeinsamen Mittagessen mit den Jugendlichen bekamen sie in Gesellschaft von Ständeratspräsident Hans Stöckli. 

 

Austausch Aneschka und Franziska Ryser

Der Tag startete mit Franziska Ryser (Grüne Partei Schweiz) und Aneschka, die sich für die Zukunft der Schweiz eine Klimawandelbremse wünscht. Diese soll, ähnlich wie die Schuldenbremse, alle Geschäfte, die im Bundeshaus beschlossen werden, zuerst auf ihre Klimaverträglichkeit prüfen. Würde ein Geschäft gegen das Pariser Klimaabkommen verstossen, dürfte es dann nur in Ausnahmefällen verabschiedet werden. «Es ist ein sehr vielversprechender Ansatz, von dem ich noch nie gehört habe», dachte Franziska Ryser, als sie das erste Mal das Anliegen von Aneschka gelesen hat. Gemeinsam besprachen sie die Stärken und Schwächen und erstellten einen Zeitplan für die Umsetzung. «Wir werden das jetzt weiterverfolgen und hoffen, dass wir im Herbst ein super Resultat zeigen und somit die Schweiz verändern können!», so Franziska Ryser im Anschluss. Auch Aneschka ist positiv: «Der Austausch mit Franziska war sehr spannend, ich habe viele neue Erkenntnisse dazu gewonnen und bin sehr zuversichtlich, dass ich mein Anliegen gemeinsam mit ihr umsetzen kann!»

 

Mittagessen mit Hans Stöckli

Nach dem ersten erfolgreichen Treffen folgte ein Mittagessen mit Hans Stöckli und allen Jugendlichen, die an diesem Tag ihren Austausch hatten. Während Pizza und Pasta beantwortete Hans Stöckli Fragen und erzählte witzige und spannende Anekdoten aus seiner Arbeit als Ständeratspräsident. 

 

Austausch Patricia und Simon Stadler

Der Nachmittag begann mit dem Austausch zwischen Patricia und CVP-Nationalrat Simon Stadler. In ihrem Anliegen geht es um die Aufnahmeverfahren für Fachhochschulen, die in vielen Fällen mit einer kostenpflichtigen Prüfung, einem Vorkurs oder Praktikum verbunden sind. Absolventen einer Berufsmatur sind somit im Nachteil gegenüber Personen, die ein Gymnasium abgeschlossen haben und an den meisten Universitäten ohne Hürde studieren können. Die Aufnahmebedingungen sollten unter den Fachhochschulen einheitlicher sein und gegenüber dem Aufnahmeverfahren der Universitäten nicht ein so grosser Nachteil darstellen. «Ich begleite das Projekt von Patricia, weil ich überzeugt bin, dass es ein berechtigtes Anliegen ist», meint Simon Stadler. In welcher Form lässt es sich umsetzen, und was wurde auf diesem Bereich bereits gemacht? Während einer Stunde wurde im Raiffeisen Forum darüber diskutiert, damit dieses Anliegen erfolgreich in die nationale Politik eingebracht werden kann.

 

Austausch David und Andri Silberschmidt

Ein letztes Anliegen wurde von David besprochen, der gerne die Möglichkeit von Gesetzesänderungen durch das Schweizer Volk einführen möchte. Aktuell können nur Verfassungsänderungen vorgenommen werden. Für David ein grosser Missstand: «Die Verfassung soll auch langfristig nur das Wichtigste beinhalten!». FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt findet das sehr spannend und nimmt sich dieser Idee an: «Mir es wichtig, dass wir über die Zukunft der Demokratie reden. Gerade im digitalen Zeitalter gibt es viel neue Möglichkeiten und ich finde es spannend, diese gemeinsam zu diskutieren». Gemeinsam erarbeiteten sie eine Strategie, wie sich das Anliegen am besten umsetzen lässt.