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23.02.2026

Jahresabschluss 2025

Jahresabschluss 2025

 

Die Raiffeisenbank Frauenfeld verzeichnete 2025 erneut einen starken Zuwachs an Kundengeldern. Gleichzeitig kletterten die Kundenausleihungen erstmals auf über eine Milliarde Franken. Die Einbussen im herausforderungsreichen Zinsengeschäft machte die Bank teils mit Rekorderträgen im Anlagegeschäft wett.

Das Zinsumfeld bleibt anspruchsvoll: 2025 senkte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins auf null Prozent. Das erzeugte Druck auf die Margen im Zinsengeschäft, was auch die Raiffeisenbank Frauenfeld spürte: Sie verzeichnete mit 9.34 Millionen Franken deutlich weniger Zinsertrag als in den Vorjahren. Gleichzeitig erzielte die Bank im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft aufgrund der starken Entwicklung des Anlagegeschäfts einen Rekordertrag von rund drei Millionen Franken. «Wir konnten unsere Beratungskompetenz voll ausspielen», bilanziert Bankleiter Reto Inauen. Das zeigt sich auch am Depotvolumen, das den Gesamtwert aller Wertpapiere von Kundinnen und Kunden abbildet und im letzten Jahr um rund 13 Prozent zulegte. Das Anlagegeschäft soll laut Inauen weiter gestärkt werden, um die Zinsabhängigkeit schrittweise zu reduzieren.

Langfristige Entwicklung im Blick

Unter dem Strich resultierte für die Raiffeisenbank Frauenfeld ein Geschäftserfolg in der Höhe von 4.43 Millionen Franken. Dieser liegt zwar unter den Rekordjahren 2023 und 2024, Reto Inauen hat aber auch hier die langfristige Entwicklung im Blick. Er freut sich deshalb insbesondere über das Wachstum von über acht Prozent bei den Kundeneinlagen: «Darin kommt das sehr grosse Vertrauen zum Ausdruck, das die Raiffeisenbank nicht nur bei bestehenden Kundinnen und Kunden geniesst, sondern auch bei neuen.» Die Kundenausleihungen knackten gar die Marke von einer Milliarde Franken, wobei Hypotheken den allergrössten Teil ausmachten. Reto Inauen ist wichtig, zu betonen, dass die Risiken dabei nicht erhöht worden seien. Generell sei die Bank dank des Eigenkapitals von rund 98 Millionen Franken sehr gut abgesichert. Die strengen Eigenmittelvorgaben würden bei Weitem übertroffen.

Gemeinschaftsgefühl hochhalten

Verwaltungsratspräsident Marcel Epper durfte im letzten Jahr sehr viele neue Genossenschafterinnen und Genossenschafter begrüssen: Damit zählt die Frauenfelder Raiffeisenfamilie mittlerweile fast 9400 Mitglieder. Viele von ihnen hätten wiederum die Möglichkeit zur Mehrfachzeichnung von Genossenschaftsanteilen genutzt, betont Epper. Der 62-Jährige präsidiert den Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Frauenfeld seit 2012. Nun tritt er im Rahmen der kommenden Urabstimmung zurück. Die Abstimmungsunterlagen werden Mitte April an die Mitglieder verschickt. Marcel Epper freut sich, an den Mitgliederanlässen vom 9. und 10. April im Circus Knie nochmals mit den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern auf Tuchfühlung zu gehen: «Letztlich ist es genau dieses Gemeinschaftsgefühl, das Raiffeisen auszeichnet und das ich seit Beginn meiner Tätigkeit so schätze.»