Raiffeisen KMU PMI (Konjunkturindikator)

KMU PMI fällt erstmals deutlich unter die Wachstumsschwelle von 50 (Ausgabe Oktober 2019)

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KMU aus der Industrie schätzen ihre Geschäftsentwicklung zunehmend schlechter ein. Die Auftragsbestände sind deutlich gesunken, womit sich auch der Ausblick für die kommenden Monate eingetrübt hat.

Der KMU PMI von Raiffeisen fiel im Oktober von 49.9 auf 46.6 Indexpunkte und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit Einführung des Konjunkturindikators im März 2018. Der Anteil der befragten KMU aus der Industrie, die einen Rückgang der Geschäftsaktivität melden, hat also spürbar zugenommen. Der Grund für die schlechtere Unternehmensstimmung ist vor allem der starke Rückgang der Auftragskomponente. Diese rutschte im Oktober auf 43.4 Punkte und damit ebenfalls auf ein Rekordtief. Das Produktionsvolumen und die Beschäftigung werden von den KMU genau gleich eingeschätzt wie im Vormonat, weshalb die entsprechenden Sub-Indizes genau bei 50 Punkten schlossen. Die Lieferfristen und die Einkaufslager waren wie der Auftragsbestand aber deutlich rückläufig. Ohne die stabile Produktionsentwicklung wäre der PMI noch stärker gefallen. Mit dem deutlichen Rückgang der Auftragskomponente ist aber davon auszugehen, dass in den kommenden Monaten auch die Produktionskomponente unter die Marke von 50 fallen wird.

links: Raiffeisen KMU PMI Oktober 2019 | rechts: Raiffeisen KMU PMI Subkomponenten (I)

links: Raiffeisen KMU PMI Oktober 2019 ­ rechts: Raiffeisen KMU PMI Subkomponenten (I)

 

Raiffeisen KMU PMI – Subkomponenten (II)

  Mai Juni Juli August September Oktober
Gesamtindex
54.2 52.0 53.3 49.8 49.9 46.6
Auftragsbestand
56.8 50.7 55.4 49.3 50.0 43.4
Produktion
57.3 53.7 51.6 50.0 51.5 50.0
Beschäftigung
53.3 52.3 52.3 50.0 47.7 50.0
Lieferfristen
48.0 48.5 53.1 47.0 49.2 44.2
Einkaufslager
50.0 56.0 53.8 54.5 50.8 44.9


50 = Wachstumsschwelle

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Raiffeisen-Ökonom Domagoj Arapovic

Domagoj Arapovic, Senior Economist Raiffeisen Schweiz
Domagoj Arapovic, Senior Economist Raiffeisen Schweiz

Domagoj Arapovic hat an der Universität Zürich Volkswirtschaft studiert und arbeitete anschliessend von 2007 bis 2012 bei der Schweizerischen Nationalbank im Economic Research und im Risikomanagement. Seit 2011 hält er das Chartered Financial Analyst- Diplom und seit 2013 ist er bei Raiffeisen Schweiz als Senior Economist tätig.

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