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Wie junge Menschen am besten fürs Alter vorsorgen
Junge Menschen lassen sich erfahrungsgemäss nur schwer für das Thema Altersvorsorge begeistern. Was durchaus verständlich ist, denn die Pensionierung liegt für sie noch weit in der Zukunft. Ob man aber im Alter über genügend Geld verfügt und entsprechend finanziell sorglos leben kann, entscheidet sich schon zu Beginn des Erwerbslebens.
Die Schweizer Bevölkerung wird immer älter. Mit spürbaren Folgen für die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie die Pensionskassen, die zunehmend unter der demografischen Entwicklung leiden. Kommt dazu, dass das Vertrauen in unser Vorsorgesystem, vor allem in die 1. Säule, angeschlagen ist. Die junge Generation hat diese Herausforderungen erkannt und setzt deshalb auch auf die private Vorsorge.
Gemäss den Erkenntnissen des Raiffeisen Vorsorgebarometers 2025 sorgen 57 Prozent der 18- bis 30-Jährigen heute schon durch Einzahlungen in die Säule 3a freiwillig fürs Alter vor. Denn die jungen Erwachsenen haben erkannt, dass sie dadurch nicht nur von Steuervorteilen profitieren und den gewohnten Lebensstandard nach der Pensionierung bestenfalls weiterführen können, sondern auch dem Traum vom Wohneigentum näherkommen können. Rund ein Drittel der jungen Erwachsenen, die im Rahmen der Säule 3a vorsorgen, investiert in Wertschriften (zum Beispiel Vorsorgefonds) und ein Fünftel dieser Alterskategorie besitzt eine fondsgebundene 3a-Versicherungspolice. Egal ob ein Vorsorgekonto, ein Vorsorgefonds oder eine fondsgebundene Versicherungspolice: Das eine schliesst das andere nicht aus. So kann eine Person zum Beispiel gleichzeitig mittels 3a-Konto und einem Vorsorgefonds für das Alter sparen. Zu beachten gilt es aber immer den individuellen Anlagehorizont. Wer beispielsweise mit der Säule 3a auf ein Eigenheim spart, benötigt das Geld früher als eine Person, die das Geld erst zum Zeitpunkt der Pensionierung benötigt. In solchen Fällen ist der Anlagehorizont kürzer und entsprechend sollte bei einem Vorsorgefonds auch das Risiko reduziert werden. Wichtig ist, dass der für das Jahr geltende Maximalbetrag jeweils nicht überschritten wird.
Wissenslücken bei der Altersvorsorge
Dennoch sagen 17 Prozent der 18- bis 30-Jährigen von sich, dass sie sich mit der Altersvorsorge überhaupt nicht auskennen. 37 Prozent geben an, über ein gewisses Basiswissen zum Thema Vorsorge zu verfügen. Auch den Pensionskassenausweis beachten junge Erwachsene zu wenig. Dieser zeigt auf, wie sie versichert sind und welche Leistungen nach der Pensionierung zu erwarten sind. Das Drei-Säulen-System in der Schweiz zu kennen, ist eigentlich keine Hexerei. Sozialpolitisches Leistungsziel ist, dass die Leistungen aus der AHV (1. Säule) und Pensionskasse (2. Säule) rund 60 Prozent des letzten Lohnes abdecken. Der fehlende Teil ist aus dem privaten Vorsorgevermögen (Säule 3a) und dem übrigen Privatvermögen zu bestreiten – und dies während rund 20 Jahren, was der derzeitigen Lebenserwartung von 84 Jahren entspricht.

«Junge Menschen profitieren am meisten, wenn sie früh und gezielt vorsorgen.»
Renditechancen an den Börsen nutzen
In die Säule 3a einzahlen darf man ab dem Jahr, in dem man ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt. Gesetzlich sind Arbeitnehmende verpflichtet, ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres AHV-Beiträge zu leisten. Mit frühem Beginn des Einzahlens vermehren sich die Vorsorgegelder über die Jahre. Noch stärker wirkt der Zinseszins-Effekt bei einer Investition in Wertschriften (zum Beispiel Vorsorgefonds). In 30 bis 40 Jahren kann sich das angelegte Geld, abhängig vom Aktienanteil, gar verdoppeln. Der lange Anlagehorizont ist ein entscheidender Vorteil: Man profitiert vom langfristigen Aufwärtstrend an den Börsen und kann kurzfristige Kursschwankungen entspannt aussitzen.
Schon heute privat Vorsorgen
Wir alle tun uns oft schwer, Dinge anzupacken, mit denen wir uns nicht auskennen. Dieses Phänomen nennt sich Schwellenangst. Jede Person ist sich bewusst, dass man etwas für die eigene Altersvorsorge tun sollte. Man schiebt diese Aufgabe aber aufgrund fehlenden Wissens gerne auf. Bei den jungen Erwachsenen kommt hinzu, dass für sie das Thema Pensionierung zeitlich noch sehr weit entfernt ist. Viele haben zudem die Fehlannahme, dass man viel Geld haben muss, um sein Vorsorgevermögen aufbauen zu können. Das stimmt so aber nicht, denn bereits kleine Beträge lohnen sich langfristig, wenn man sie anlegt. Auch wenn junge Menschen im Hier und Heute leben – Vorsorgen ist beruhigender als sich später zu sorgen. Mit digitalen Lösungen geht das heute noch einfacher: Innerhalb von drei Minuten ist das Vorsorgekonto eröffnet und mit wenigen weiteren Klicks können die Vorsorgegelder in Wertschriften investiert werden.
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