Dokumentargeschäft – Sicherheit im grenzüberschreitenden Handel

Details zu Import- und Export-Inkasso

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Import-Inkasso

Beschreibung

Das Import-Inkasso wird vom Verkäufer im Ausland für den Export von Waren und Dienstleistungen eröffnet. Sie sind in diesem Fall die zahlende Partei (Importeur). Der Begünstigte des Inkassos ist der Verkäufer (Exporteur) im Ausland.

Das Import-Inkasso enthält keine Zahlungsversprechen der involvierten Banken. Die Banken verpflichten sich lediglich, gegen Zahlung des vereinbarten Betrages durch Sie die Dokumente gemäss den Import-Inkasso-Bedingungen an Sie weiterzuleiten.

Dieses Instrument dient ausschliesslich der Zahlungsabwicklung. Eine Gewähr für die Qualität und/oder Quantität der gelieferten Waren oder erbrachten Dienstleistungen wird nicht übernommen.


Abwicklung

Achten Sie schon bei Ihren Verhandlungen mit dem Verkäufer darauf, dass die Vertragsbedingungen vollständig und klar umschrieben werden. Es erleichtert dem Verkäufer später, diese Vertragsbedingungen in Inkasso-Bedingungen umzusetzen, die auch für Sie annehmbar sind. Beim Import-Inkasso reicht der Verkäufer im Ausland die Inkasso-Dokumente mit einem Inkasso-Auftrag seiner Bank ein.

Sobald Sie über die bevorstehende Eröffnung des Import-Inkassos, den Versand der Waren oder die Einreichung der Inkasso-Dokumente Kenntnis haben, benachrichtigen Sie bitte Ihre Raiffeisenbank (per E-Mail oder Brief) – im Sinne einer Vorinformation.


Funktionsweise

Die Raiffeisenbank bzw. unsere Abwicklungspartnerin händigt Ihnen die Dokumente gegen Belastung Ihres Bankkontos aus.

Falls die Zahlung des Import-Inkassos erst in Zukunft erfolgt (aufgeschobene Zahlung), wird der Inkassobetrag durch Blockierung von Guthaben oder Reduktion Ihrer Kreditlimite sichergestellt.

Sollte die Ausstellung einer Kreditlimite im Zusammenhang mit dem Import-Inkasso nötig sein, muss die Raiffeisenbank einen Kreditprüfungsprozess durchführen. Je nach Umfang kann dieser Prozess zwischen 48 Stunden und mehreren Tagen dauern. Bitte berücksichtigen Sie dies und nehmen Sie rechtzeitig mit Ihrer Raiffeisenbank Kontakt auf.


Export-Inkasso

Beschreibung

Sie als Exporteur sind der Auftraggeber des Export-Inkassos. Sie sind die leistungspflichtige Partei, die Güter oder Dienstleistungen liefert (exportiert) und im Gegenzug die Zahlung erhält.

Das Export-Inkasso enthält keine Zahlungsversprechen der involvierten Banken. Die Banken verpflichten sich lediglich, gegen Zahlung des vereinbarten Betrages durch den Importeur die Dokumente gemäss den Export-Inkasso-Bedingungen an ihn weiterzuleiten.


Abwicklung

Die im Export-Inkasso Auftrag genannten Dokumente können Sie direkt an die folgende Adresse unserer Abwicklungspartnerin senden:

Zürcher Kantonalbank
Letters of Credit & Guarantees/IFA
Postfach
CH-8010 Zürich/Switzerland
SWIFT: ZKBKCHZZ80A

Wir bitten Sie, in Ihrem Schreiben (Einreicheformular) Ihre Bankverbindung (Name Raiffeisenbank und IBAN) zu erwähnen. Die Zürcher Kantonalbank gibt nach Sichtung der durch Sie eingereichten Dokumente den Auftrag an die Bank des Importeurs, den verlangten Betrag gegen Übergabe der Dokumente einzuziehen. Der Nettobetrag wird Ihnen von der Zürcher Kantonalbank nach Abzug der Kommissionen und Spesen auf Ihr Konto bei der Raiffeisenbank überwiesen.


Funktionsweise

Die Bank Ihres Geschäftspartners zieht bei ihm in Ihrem Auftrag den geschuldeten Betrag ein. Sie überlassen Ihrer Bank dafür einzig die erforderlichen Dokumente.