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Rückblick aus Sicht der Bankleiter

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Zukunft hat Herkunft − dies gilt auch für die Raiffeisenbank Merenschwand-Obfelden. Vieles hat sich verändert, ist komplexer und globaler geworden. Grund genug, um bei drei ehemaligen und dem aktuellen Bankleiter genauer nachzufragen.

 

Von links nach rechts:

Alex Keck 
Bankleiter von 1996 bis 2017

Walter Niederberger 
Bankleiter von 1972 bis 1996

Albert Staubli 
Bankleiter von 1953 bis 1972

Reto Hübscher 
Vorsitzender der Bankleitung seit 2017

Kannst du uns bitte kurz erzählen, in welcher Lokalität sich die Raiffeisenbank befand/befindet? Wie sah/sieht es da aus? 

Albert Staubli:

Anno 1953 mietete ich eine Wohnung im Haus der Familie Leuthard (später Leuthard AG). Die Raiffeisenkasse befand sich in einem kleinen Büro mit einem Kassenschrank, einem Pult, einer Schreibmaschine und einer von Hand bedienbaren Rechenmaschine, mit der man nur addieren und subtrahieren konnte. Wenn mehr als zwei Personen im Büro waren, wurde es ungemütlich. 1956 erhielt die Bank im neuen Haus in der Gasse ein wesentlich grösseres Büro. Darin konnten nun auch Sitzungen stattfinden. Wenn schon ein Kunde im Büro war, wartete der nächste in unserer Stube, bis er an die Reihe kam. Unsere drei Kinder freuten sich jeweils, wenn wartende Kunden sich mit ihnen unterhielten. Der Umzug im Spätherbst 1966 ins neu erbaute Haus mit separatem Anbau für die Bank im Zentrum von Merenschwand brachte für meine Frau Josy und mich auch immer mehr Arbeit. Oft musste ich bis spät in die Nacht arbeiten. Vor allem gegen Jahresende gab es keine Verschnaufpausen.

Walter Niederberger:

Bis 1978 war unsere Bank bei der Familie Staubli an der Zürcherstrasse eingemietet: Diskretschalter, zwei Arbeitsplätze sowie Sitzungszimmer mit Tresorschrank für Kunden und Bank. Der erfolgreiche Geschäftsgang und die Ausbildung einer Lehrtochter erforderte sehr bald mehrere Arbeitsplätze. Ein Ausbau war nicht möglich. Nun kam die Zeit an ein eigenes Bankgebäude zu denken. Die Gelegenheit, die alte Post zu erwerben, haben wir gepackt. Der Standort war recht gut. Ausbaumöglichkeiten waren ebenfalls vorhanden. Umbau und Annexbau wurden 1977 geplant und ausgeführt. Ab Mitte 1978 bezogen wir endlich ein eigenes Bankgebäude mit drei Diskretschaltern, sieben Arbeitsplätzen inkl. Computerraum, ein grosses Sitzungszimmer, Tresorraum und endlich einen Bancomaten! Entgegen der Meinung unseres Verbandes in St. Gallen haben wir die Investition von CHF 1.5 Mio. ohne Hilfe gut verkraftet. Bereits zehn Jahre später bezogen wir (erneut aufgrund Platzmangel) 1996 den jetztigen Standort. Zum Vorteil der ganzen Bevölkerung konnte gleichzeitig die Hausarztpraxis integriert werden. 

Alex Keck:

Ich war schon zehn Jahre vor Amtsantritt Angestellter der Raiffeisenbank, damals noch an der Luzernerstrasse 8. Nach dem Abgang von Walter Niederberger durfte ich Anfang 1997 mit meinem Team den Neubau an der Rütistrasse 1 übernehmen. Das war fast wie Tag und Nacht. Plötzlich offene Schalter, helle Arbeitsplätze und genügend Raum für alle Bedürfnisse. Im Jahr 2012 wurde anschliessend unsere Geschäftsstelle in Obfelden eröffnet, was für uns ein Novum und eine grosse Herausforderung war. Danach wurde in Merenschwand zuerst die Schalterhalle inkl. Indoor-Bancomat und Besprechungsraum umgebaut. In einer zweiten Phase kam das Backoffice zum Zug. Hatten wir an der Luzernerstrasse noch 8.5 Arbeitsplätze, waren es im Neubau 14, nach dem Umbau 20. 

Reto Hübscher 

1998 begann ich meine Lehre bei der Raiffeisenbank Merenschwand-Benzenschwil im dazumal ganz neuen Gebäude an der Rütistrasse 1 in Merenschwand. Noch heute ist dies unser Hauptsitz und nach einigen Renovationen im Front- und Back-Bereich sieht die Bank trotz ihrer 23 Jahren immer noch sehr modern aus. Dies hören wir gerade von Revisoren oder Raiffeisen Schweiz-Mitarbeitern, die viel auch bei anderen Raiffeisenbanken sind. Wir verfügen zusammen mit unserer modernen Filiale in Obfelden über gut 25 top ausgerüstete Arbeitsplätze, allesamt mit Stehpult, IP(Internet-Protokoll)-Telefon und teilweise zwei Bildschirmen.

 

Wie war/ist ein typischer Tagesablauf für dich als Bankleiter?

Walter Niederberger:

Typisch war, dass ich meistens eine Stunde vor Schalteröffnung im Büro war und am Abend sehr unregelmässig nach Hause gehen konnte. Viele Kundenbesprechungen fanden erst nach Feierabend und v.a. am Samstagmorgen statt. Bei Abwesenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgrund Ferien, Ausbildung oder Krankheit bin ich überall eingesprungen. Dazu kamen Sitzungen mit dem Vorstand und natürlich die Revisionsgespräche, die immer - dank guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - erfolgreich verliefen. 

Alex Keck:

Das typische an meiner Arbeit war, dass jeder Tag wieder anders aussah. Das machte meinen Job auch so abwechslungsreich und interessant. Ich habe natürlich schon geplant, was ich "heute" erledigen wollte, To-Do-Liste und Agenda für Kundentermine geführt etc. Aber oftmals, v.a. in den früheren Jahren, kam es anders als erhofft. Nicht geplante Kundentermine, jemand vom Team war krank oder die Revisoren waren unangemeldet eingetroffen. Sonst zählte das Kreditgeschäft mit all seinen Regulatorien zu meinen Hauptaufgaben und natürlich die Betreuung meiner Mitarbeiter/innen sowie die Umsetzung der Verwaltungsratsbeschlüsse. 

Reto Hübscher: 

Persönliche Begrüssung der Mitarbeitenden, administrative Aufgaben wie E-Mails, Telefone, persönliche Post und Studium der wichtigsten News. Anschliessend Tagesablauf nach Zeitplan im Outlook oder To-Do-List. Es folgen auch Kundentermine, Mitarbeitergespräche, Sitzungen, Projekte etc. Am Abend - nebst Kundenterminen - auch repräsentative Auftritte, Verwaltungsratssitzungen oder Kundenanlässe. An einigen Tagen bin ich auch nicht im Büro, sondern an Anlässen von Raiffeisen Schweiz, Regionalverbänden, Weiterbildungen oder Kursen. Eigentlich ist kaum ein Tag wie der andere.

 

Wenn du dich zurückerinnerst, welches war/ist DIE technische Errungenschaft während deiner Zeit als Bankleiter, die den Bankenalltag neu/anders prägte? 

Albert Staubli:

Die Anschaffung eines Computers brachte eine grosse Erleichterung. Für heutige Begriffe war er «vorsintflutlich». Er nahm gleich viel Platz ein wie ein Pult. Aber trotz dieser Anschaffung und der Anstellung von Frau Hilda Weber für drei bis vier Halbtage pro Woche wurde es notwendig, dass die Bank hauptamtlich geführt wurde.

Walter Niederberger:

Von der Handbuchhaltung zu den Logobax-Magnetkonti war ein erster grosser Schritt. Ein Blatt pro Kunde und Anlageform: in den eigene Bankräumen Übergang auf den NCR-Computer mit Sparheft- und Obligationendrucker, jeder Arbeitsplatz mit Bildschirm, gewünschter Bancomat. Das war nun eine komplet neue Arbeitsweise und hat den ganzen täglichen Arbeitsablauf und v.a. die Abschlüsse vereinfacht; natürlich haben uns auch Computer-Störungen genervt!  

Alex Keck:

Am Bancomat konnte man früher nur Franken auszahlen lassen und den Code ändern - dann war auch schon Schluss. Bei der EDV kam bald einmal der PC in unsere Bankenwelt und von Raiffeisen Schweiz wurde ein einheitliches EDV-System vorgegeben, nachdem vorher verschiedene Anbieter aktiv waren. Die Schreibmaschine hatte ihren Job getan und praktisch alle Arbeiten wurde am Computer erledigt: schneller, sicherer und einfacher. Alle Daten wurden gespeichert und im Archiv gab es viel weniger Papier. 

Reto Hübscher:

Die Migration der Bankensoftware von unserem geliebten DIALBA auf ACS (Avaloq). Die erwartete technische Errungenschaft war es (bisher) leider noch nicht. Zusätzlich das Telefonieren mittels IP-Telefonie. 

 

Mit welchen Kundenanliegen warst/bist du während deiner Zeit als Bankleiter am meisten beschäftigt?

Albert Staubli:

Ich genoss bei den Kunden grosses Vertrauen. Immer wieder kam es vor, dass mir auf der Strasse oder in einem Restaurant Geld (natürlich ohne Quittung) übergeben wurde. Eine lustige Begebenheit zu diesem Thema: Ich leitete kurze Zeit den Männerchor Benzenschwil. Eines Abends fuhr ich mit dem Fahrrad zur Probe. Auf dem Weg hielt mich ein Händler auf und übergab mir ein Couvert mit den Worten: «Darin sind CHF 20'000.00.» Ohne den Inhalt zu zählen, steckte ich das Couvert in eine Vestontasche. Als ich beim Benzenschwiler Schulhaus ankam, hatte ich das Couvert bereits vergessen und hängte das Veston im Gang an einen Haken. Nach dem Ende der Probe erinnerte ich mich wieder an das Geld. Glücklicherweise steckte das dicke Couvert immer noch in der Tasche.  

Walter Niederberger:

Die grösste Sorge war: Haben wir genügend Passivgelder, um die Darlehensansprüche zu befriedigen? Also mussten wir in dieser Richtung tätig werden. Als Genossenschaftsbank, die nicht die Gewinnmaximierung als oberstes Gebot hat, konnten wir den Kunden auf den Sparheften und v.a. auf Kassenobligationen konkurrenzlosen höheren Zins gewähren. Damit hatten wir mehrheitlich genügend Anlagegelder, um v.a. die Anfragen auf Hypotheken zu erfüllen. Am meisten haben wir Einfamilienhäuser mitfinanziert. 

Alex Keck: 

Das waren ganz klar die Hypotheken für Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen. Am Anfang gab es praktisch nur variable Hypotheken. Fest- und Libor-Hypotheken kamen danach. Das Handling einer Kreditabwicklung inkl. Liegenschaftsbewertung und Bonitätsprüfung war legerer und einfacher. Man konnte besser auf den Kunden eingehen, weil man ihn und seine Liegenschaft vor Ort gut kannte. Später kamen beinahe im Wochentakt neue Regulatorien und Gesetze und vom Kunden wurden zusätzliche Unterlagen und Angaben verlangt, was nicht immer einfach war und nicht alle Kunden erfreute. 

Reto Hübscher: 

Ganzheitliche Beratungen im Bereich Karrierestart, Wohneigentum-, Anlage- und Pensionsberatungen. 

 

Wenn du dich zurückerinnerst, welches war das speziellste Erlebnis während deiner Zeit als Bankleiter?

Albert Staubli:

Da gibt es einige! Eine lustige Begebenheit war z.B. folgende: Da die Bankleitung für mich ein Nebenamt war, waren meine Frau und ich nicht immer zu Hause. Einmal wollte eine Aushilfsbriefträgerin ein versiegeltes Wertcouvert mit einer sehr grossen Geldsumme abgeben. Weil niemand zu Hause war, versuchte sie das Couvert in den Briefkasten zu stecken. Dies gelang nicht, denn das Wertcouvert war viel zu dick. Als wir am Abend nach Hause kamen, staunten wir nicht wenig. Vor der Haustür lag ein dickes, versiegeltes Couvert. Am nächsten Morgen läutete die Briefträgerin an der Haustüre. Sie begrüsste uns mit den Worten: "Sie müssen hier noch unterschreiben.". 

Walter Niederberger:

Erfreuliche Ereignisse waren: Zwei Neubaubezüge mit gebührenden Einweihungen, Festlichkeiten zu 75 Jahren Raiffeisenbank Merenschwand-Benzenschwil, stets gute Abschlüsse ohne Verluste und gefährdeten Verlusten und das gute Einvernehmen mit der Bankbehörde und dem Personal. Ein schwieriges Ereignis stellte der Flugzeugabsturz und Tod unseres Präsidenten Albert Konrad und Walter Keller im November 1978. Das war ein harter Schlag für die Familien und für uns alle in der Bank. 

Alex Keck:

Der Umzug an die Rütistrasse 1 und die Eröffnung der Geschäftsstelle in Obfelden sind da sicher zu erwähnen. Banküberfälle gab es zum Glück nie, jedoch einige Fehlalarme aus technischen oder anderen Gründen. In Obfelden sind dreimal Bancomat-Kunden mit dem Auto direkt vor den Bankeingang gedonnert, weil sie von der Strasse her die Treppenstufen nicht beachtet hatten. Das wurde mit baulichen Massnahmen geändert und seither ist Ruhe eingekehrt. Es gäbe da auch einige spezielle, lustige aber auch tragische Kundenkontakte, über die ich locker ein Buch schreiben könnte. Zum Glück gibt es aber immer noch das Bank- und Kundengeheimnis, was mich davon abhält. 

Reto Hübscher: 

Obwohl es erst gute zwei Jahre sind, gäbe es wohl das eine oder andere zu erzählen - aber sorry, Bankkundengeheimnis :-) ! Ein spezielles Erlebnis war sicherlich die "Nicht-ganz-Hundert"-GV anlässlich unseres 99. Jahre-Jubiläums im Festzelt des Regionalturnfests in Obfelden. Obwohl die Organisation sich als aufwändiger wie vorgesehen zeigte, hat es sich mehr als gelohnt. Die GV bleibt bei Kunden, Mitarbeitenden und mir in bester Erinnerung. 

 

Was gab es für einen unschlagbaren Zins auf dem Sparkonto/Hypotheken?

Walter Niederberger:

Die Sparheft- und Anlageheftzinsen schwankten zwischen 5 - 5.5% Zins. Die Kassenobligationen je nach Laufzeit bis zu 7.5%. Hypotheken wurden aufgeteilt in Neu- und Althypotheken, was wir nicht mitgemacht haben. Gewisse Institute verlangten für Neuhypotheken bis zu 10%! Wir haben stets alle Hypotheken gleich behandelt und nie über 7.5% verlangt.

Alex Keck:

Als das Mitglieder-Sparkonto eingeführt wurde, war das beinahe eine Zinssensation. Zu Beginn gab es über 4%. Dieser sank - zum Leidwesen der Sparer - kontinuierlich und heute muss man froh sein, wenn es noch etwas Zins gibt. Kassa-Obligationen gab es damals für über 7%. Das hatte die Konsequenz, dass die Kredite sehr teuer waren. Ich mag mich an Baukredite mit 8% plus 0.25% Kommissionen pro Quartal erinnern. 

Reto Hübscher: 

Während zu meinen Lehrzeiten die Kassenobligationen- und Hypothekarzinssätze noch um die 6 - 7% notierten, bewegen wir uns aktuell um 1% oder weniger. Auch der Begriff Negativzinsen ist leider kein Fremdwort mehr, wobei wir bisher noch keinen Kunden negativ belasten mussten. 

 

Wagen wir zum Schluss noch einen Blick in die Zukunft: Was glaubst du persönlich, wie lange es Bargeld noch weiterhin geben wird?

Walter Niederberger:

Natürlich wird die Digitalisierung immer weiter gehen und v.a. den grossen Bargeldverkehr vergessen machen. Darf ich einen Vergleich machen? Die tägliche Zeitung ist längst auch in Digitalform abrufbereit. Eine Umfrage beweist, dass viele Leser (auch ich) noch gerne beim Morgenkaffee die Zeitung in den Händen halten wollen. So geht es meiner Meinung nach auch mit dem Bargeld. Ich will das Trinkgeld für gute Leistung dem Empfänger in die Hand drücken und in die Augen schauen... Das Opfergeld klingen lassen usw. 

Alex Keck:

Im Gegensatz zu den nördlichen Ländern in Europa, wo Bargeld sehr selten geworden ist, wird es in der Schweiz noch ein paar Jahre länger dauern. Die Schweizer prüfen immer alles sehr genau. Vielleicht gibt es sogar eine Volksabstimmung und ein Referendum, wer weiss? Ich schätze min. 15 Jahre sicher noch. 

Reto Hübscher:

In der Schweiz wird es noch länger Bargeld geben, als in vielen anderen europäischen Ländern. Solange der Staat keinen Druck ausübt, lässt sich der Markt entsprechend Zeit. Und wir leben ja bekanntlich in einer direkten Demokratie. Schweden, das bis 2023 zur ersten bargeldlosen Gesellschaft werden will, zeigt jedoch, dass es sehr schnell gehen kann. Dort ist es heute bereits praktisch unmöglich, mit Bargeld zu zahlen. Das Bargeld wird aber auch bei uns an Bedeutung verlieren. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in ca. 10-30 Jahren kein oder kaum mehr Bargeld sehen werden. 

 

Haben Sie noch nicht genug von spannenden Geschichten aus alten Zeiten? Hier erzählt Albert Staubli noch mehr aus seiner Zeit von 1953 - 1972: 

Albert Staubli: Da ich bis heute bei Anfragen nicht "Nein" sagen kann, liess ich mich 1953 von der GV zum Bankleiter wählen. Ich war erst 21 Jahre alt und war deshalb der jüngste Bankleiter einer Raiffeisenkasse in der Schweiz. Die wenigen Sitzungen des Vorstandes wurden anfänglich am Sonntag nach dem Gottesdienst in der Stube des Vorstandsmitgliedes Huwyler abgehalten. Die jährlichen Generalversammlungen fanden an einem Sonntagnachmittag abwechslungsweise in einem der drei Restaurants von Merenschwand statt. Später fanden die Jahresversammlungen dann im Untergeschoss der Mehrzweckhalle in Merenschwand statt. Anschliessend konnten die Mitglieder in einem Restaurant ein «Zobig» geniessen. Es dauerte noch eine gewisse Zeit, bis es mir gelang, die Vorstandsmitglieder zu überzeugen, dass eine GV am Abend den meisten Kunden besser gefiele.

Einmal war ein Banküberfall geplant: An einem Abend läuteten zwei fremde Männer an der Hausglocke und fragten mich, ob sie vier Tausendernoten gegen kleinere Scheine wechseln könnten. Beim Zählen der Geldscheine stürmten die beiden Söhne Laurenz und Heribert Leuthard ins Büro des Baugeschäftes. Dankend verabschiedeten sich die zwei fremdem Männer. Erst zwei Wochen später erfuhr ich von der Polizei, dass die Männer einen Überfall geplant hatten und dass sie nur deshalb unverrichteter Dinge wegzogen, weil sie merkten, dass ich nicht allein im Hause war.