Millennials – Eine Generation mit grosser Zukunft

Millennials – Eine Generation mit grosser Zukunft

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Millennials unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht deutlich von früheren Generationen. Langfristig orientierte Anleger können davon profitieren, indem sie in Unternehmen investieren, die sich auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Generation fokussieren.

 

Viele Gemeinsamkeiten, viele Unterschiede

Als Millennials bezeichnet man jene Generation, welche zwischen 1980 und 1999 und somit kurz vor der Jahrtausendwende geboren wurde. Oft wird auch die Bezeichnung «Generation Y» verwendet. Dabei wird das «Y» wie das englische «why» ausgesprochen, was die hinterfragende Grundhaltung dieser Generation zum Ausdruck bringt.

Trotz allen Gemeinsamkeiten, welche die Millennials rund um den Erdball aufweisen, kann insbesondere hinsichtlich ihrer Werteordnung und Lebensvorstellung nicht von einer homogenen Generation gesprochen werden. So sind die Lebensbedingungen in den (asiatischen) Schwellenländern insgesamt weiterhin durch limitierte wirtschaftliche Verhältnisse geprägt. Gleichzeitig sind die Millennials jener Regionen zunehmend gut bis sehr gut ausgebildet und besitzen die realistische Chance, durch harte Arbeit den Schritt in die Mittelschicht zu schaffen. Möglichkeiten, die Vorgängergenerationen grossmehrheitlich verwehrt blieben. Dies ist entsprechend prägend für die Einstellung der Millennials in den Schwellenländern: Ehrgeizig und mit hohem persönlichen Aufwand setzen sie alles daran, sich zu behaupten und die Verheissung auf wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg Wirklichkeit werden zu lassen.

Anders sieht es in den Industriestaaten aus, wo sich die Millennials in ihren Lebensvorstellungen meist deutlich von den «Babyboomer» unterscheiden. Was nicht zuletzt ein gewisses Sättigungs-Symptom der Industriestaaten-Millennials zu sein scheint. So verfügen diese zwar über eine höhere Kaufkraft als ihre Altersgenossen in den Schwellenländern, der Glaube an eine bessere Zukunft fällt angesichts des bereits erreichten Lebensstandards allerdings deutlich weniger optimistisch aus.

 

Unterschiedliche Zukunftserwartungen

Anteil der Millennials, die gegenüber ihren Eltern eine finanziell bessere oder  glücklichere Zukunft erwarten

Quellen: Deloitte, Raiffeisen Investment Schweiz Advisory

 

Teilen statt besitzen

Diese eher verhaltene Zukunftserwartung dürfte mit ein Grund sein, warum bei den Millennials der Industriestaaten eine linear verlaufende Berufslaufbahn – basierend auf solider Ausbildung und anschliessendem karriereorientierten Erwerbsleben – oft nicht mehr im Fokus steht. Vielmehr nehmen die Freizeit und deren Gestaltung einen zentralen Stellenwert ein. Nach der Ausbildung gehen die Millennials gerne auf Reisen, und sind sie im Berufsleben angekommen, räumen sie einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben grosse Bedeutung ein. Flexible Arbeitszeitmodelle sind für sie ebenso wichtig wie etwa Kinderbetreuungs- oder Freizeitangebote.

Ebenfalls typisch für die Millennials der Industriestaaten ist der im Vergleich zu Vorgängergenerationen markant tiefere Stellenwert von finanzieller Sicherheit und materiellem Besitztum. Ausgaben für Freizeit und Lifestyle werden einem Sparen etwa für Wohneigentum vorgezogen. Die Millennials, so scheint es, leben eher im sicheren Heute als im unsicheren Morgen.

Die Erklärung für diese Haltung dürfte mannigfaltig sein: Für die Millennials ist die durch den Zweiten Weltkrieg verursachte Entbehrung lediglich eine Episode der Geschichte, zu der sie kaum mehr persönliche Anknüpfungspunkte aufweisen. Zwar waren gerade den «Babyboomer» die Schrecken des Weltkriegs durch die Erfahrungen ihrer Eltern deutlich präsenter, und eine unkontrollierbare Eskalation des (nuklearen) Wettrüstens hing für lange Zeit wie ein Damoklesschwert in der Luft. Gleichzeitig war die Post-Kriegs-Ära über Jahrzehnte durch ein ausserordentliches Wirtschaftswachstum und entsprechende Zuversicht geprägt. Eine Zuversicht, die sich mit dem unerwartet glimpflichen Ende des Kalten Krieges in einer globalen Erleichterung entlud. Die Millennials waren entweder noch gar nicht geboren oder zu jung, um dieses kollektive Aufatmen bewusst miterlebt zu haben. Auf der anderen Seite haben sich ihnen der 11. September und weitere Terroranschläge ins Gedächtnis gebrannt, und die Finanzkrise von 2008 erlebten sie hautnah mit. Wirtschaftliche und geopolitische Ereignisse also, welche die möglicherweise schnelle Vergänglichkeit von Besitz oder sogar des Lebens vor Auge führten.

Aus dieser Vielzahl an Gründen resultiert eine wachsende Bedeutung einer eigentlichen «Sharing Economy», welche zu einem schnellen Wachstum von Plattformen zur geteilten Nutzung von Unterkünften, Werkzeugen, Parkplätzen oder Fahrzeugen führt. Dabei trifft die Tendenz hin zum Leihen und Verleihen auf eine ausgeprägte Online-Affinität. Denn als «Digital Natives» sind die Millennials mit den neuen Medien gross geworden und nutzen diese entsprechend selbstverständlich für die unterschiedlichsten Tätigkeiten. Ob beruflich oder privat – Millennials erledigen heute vieles via Internet, wofür noch vor wenigen Jahren ein Kontakt von Angesicht zu Angesicht nötig gewesen wäre.

Und zu guter Letzt zeichnen sich die Millennials durch ein starkes Verantwortungsgefühl gegenüber Gesellschaft und Umwelt aus. Studien zufolge sind sie die affinste Generation bezüglich Nachhaltigkeit, und entsprechend gross ist die Bereitschaft, mehr Geld für als nachhaltig geltende Produkte und Dienstleistungen auszugeben.

 

Umsetzung: Aktienfonds «Goldman Sachs Global Millennials Equity Portfolio»

Der Fonds «Goldman Sachs Global Millennials Equity Portfolio» investiert in ein fokussiertes globales Aktienportfolio aus Unternehmen, die vom Lebensstil und der Konsumgewohnheiten der Millennials überdurchschnittlich profitieren. Aufgrund der wachsender Bedeutung der Millennials wird langfristig erwartet, dass sich Unternehmen, die sich auf diese fokussieren besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Neben höherer Renditeerwartung muss tendenziell mit etwas höheren Wertschwankungen gerechnet werden.

+  Chancen                                                  

–  Risiken

  • Unternehmen, welche Bedürfnisse der Millennials frühzeitig erkennen und geeignete, innovative Lösungen anbieten, sollten besonders profitieren.
  • Da sich die Bedürfnisse der Millennials über Ihren Lebenszyklus verändern, wird sich die Ausrichtung des Portfolios über die Zeit ebenfalls entsprechend anpassen.                                                                                                                                       
  • Das Portfolio ist konzentriert (rund 40 Positionen) und kann erhebliches Engagement in spezifischen Sektoren (v.a. Technologie und Konsum) aufweisen.
  • Die Wachstumsorientierung und Fokussierung des Portfolios lässt vergleichsweise höhere Kursschwankungen erwarten. Daher eignet sich das Produkt in erster Linie als langfristige Beimischung in einem breit diversifizierten Anlagevermögen.                   

 

Persönliche Beratung

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