Smart City

Die Weltbevölkerung wächst rasant, was zu einer Urbanisierung und zu grösseren Städten führt. Gleichzeitig sind die städtischen Infrastrukturen in West-Europa und Nordamerika in die Jahre gekommen. Diese Ausgangslage bietet eine ideale Möglichkeit für Unternehmen, die von der weltweiten Nachfrage nach modernisierter und innovativer städtischer Infrastruktur profitieren.

Das Wichtigste in Kürze

Der demographische Wandel und die wachsende Urbanisierung zwingen die Städte dazu, sich hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit neu zu erfinden.

Milliardenschwere Unterstützungsmassnahmen von Regierungen rund um den Globus kurbeln Smart-City-Lösungen zusätzlich an.

Unternehmen, die einen Fokus auf Ressourceneffizienz in der Infrastruktur, die Konnektivität oder modernen Städtebau legen, bieten Anlegerinnen und Anlegern spannende Investitionsmöglichkeiten.
 

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Investitionen für eine widerstandsfähige Zukunft

Der Trend zur Verstädterung setzt sich fort. Es wird erwartet, dass sich die Weltbevölkerung, die in Städten lebt, bis 2050 verdoppeln wird. Zu diesem Zeitpunkt werden gemäss Prognosen der Weltbank fast 7 von 10 Menschen in Städten leben. Gleichzeitig produzieren Städte bereits heute 70% der weltweiten CO2-Emissionen. Gemäss letzten Angaben (Our World in Data) war die Luftverschmutzung für fast 12% der weltweiten Todesfälle verantwortlich. Da Städte im Laufe dieses Jahrzehnts fast eine Milliarde neuer Bewohner zu beherbergen haben werden, müssen sie sich transformative Technologien und nachhaltige Praktiken zu eigen machen. Dies schafft einen fruchtbaren Boden für Smart-City-Initiativen, in denen innovative Stadtplanung, effiziente Verkehrssysteme, optimierter Energieverbrauch und datengesteuerte Verwaltung zusammenkommen. 

Das Zeitalter der Städte

Anteil der Bevölkerung, die in städtischen Gebieten lebt

Quellen: United Nations Department of Economic and Social Affairs, Raiffeisen Schweiz Investment Advisory

Globale Investitionen und politische Massnahmen

Die Nachfrage nach Smart-City-Lösungen wird von Regierungen auf der ganzen Welt mit unterschiedlichen Initiativen zur Unterstützung von Investitionen in diesem Bereich angekurbelt. Klimapolitische Massnahmen wie der europäische Green Deal oder der Inflation Reduction Act (IRA) und der Infrastructure Investment and Jobs Act (IIJA) in den USA können die Einführung von Smart-City-Lösungen durch Anreize für die Verwendung von kohlenstoffarmen Baumaterialien und die Verbesserung der Energieeffizienz von Häusern sowie die Förderung der Gestaltung nachhaltiger Städte beschleunigen Dies kommt den Unternehmen zugute, die das entsprechende Know-how und die Technologien anbieten. Gemäss McKinsey & Company könnte die Flut an Finanzmitteln aus öffentlichen und privaten Quellen in den nächsten fünf Jahren bis zu 130 Billionen US-Dollar erreichen und damit eine beispiellose globale Anstrengung zur Modernisierung von Infrastrukturen anstossen. Regierungen auf der ganzen Welt haben Umweltaspekte in ihre Pläne zur Erneuerung und zum Aufbau der Infrastruktur einbezogen. Der IIJA sieht zum Beispiel insgesamt 193 Milliarden US-Dollar für die Modernisierung der Stromnetze, die Verbesserung der Wasserinfrastruktur, klimaneutrale Schulbusse, eine widerstandsfähige Infrastruktur und die Beseitigung von Altlasten vor. Ähnlich verfolgt auch die Europäische Union mit ihrer 300 Milliarden Euro schweren Initiative Global Gateway das Ziel, eine widerstandsfähige Infrastruktur zu entwickeln, die mit einer Netto-Null-Zukunft vereinbar ist.

Unternehmen, die intelligentere Städte schaffen

Ein effektives Ressourcenmanagement ist nicht nur für eine nachhaltige Stadtentwicklung notwendig, sondern bietet auch die Möglichkeit erheblicher Kosteneinsparungen. Dies ermöglicht es den Städten, ihre Ressourcen sinnvoll einzusetzen und gleichzeitig die Lebensqualität ihrer Bewohner zu verbessern.

Unternehmen, die Smart-City-Lösungen anbieten, können in die folgenden drei Bereiche unterteilt werden:

  • Ressourceneffizienz: z.B. intelligente Wassermanagementsysteme, die den Verbrauch minimieren und gleichzeitig eine hohe Leistung gewährleisten, oder mit Sensoren ausgestattete Abfallmanagementsysteme, die durch Routen-Optimierung Kraftstoff sparen und Emissionen verringern.
  • Konnektivität: z.B. Unternehmen, die eine nahtlose Kommunikation zwischen Geräten und Menschen ermöglichen und somit das Rückgrat der Smart-City-Infrastruktur bilden.
  • Städtebau: z.B. Unternehmen, die durch innovative Architektur, datengesteuerte Stadtplanung, effiziente Transportsysteme und eine widerstandsfähige städtische Umwelt, harmonische, klimafreundliche Städte schaffen. 

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