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08.03.2019

Bargeld dürfte gefragt bleiben

Finanzinfo

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Die 1000er-Note erhält einenneuen Anstrich und kommt am 13. März 2019 in den Umlauf. Im täglichen Gebrauchdürfte der neue Schein aber von den wenigsten regelmässig genutzt werden. Dannschon eher die 100er-Note, welche als letzte Note der neuen Serie im kommenden Septemberersetzt wird. So oder so – Bargeld bleibt beliebt.

 

Konkurrenz bekommt das Bargeld allerdings zunehmend von denDebitkarten (Maestro/EC-Karte, Postcard). Eine im 2018 publizierte Studie der ZürcherHochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Universität St.Gallensieht diese, gemessen am Transaktionsumsatz, bereits auf Platz eins. Auch ineiner aktuellen Comparis-Umfrage lagen Debitkarten im Beliebtheits-Ranking mit38 Prozent an vorderster Stelle. Mobile-Payment-Lösungen wie beispielsweiseTWINT werden aktuell hingegen noch wenig genutzt. Deren Akzeptanz nimmt aberstark zu. Mehr als 40 Prozent der Befragten glaubt inzwischen, dass sich dasSmartphone gegen die klassischen Karten durchsetzen wird.

 

Schweden als Vorreiter imbargeldlosen Bezahlen

Von schwedischen Verhältnissen sind wir hierzulande aber noch weitentfernt. Rund 60 Prozent der Haushalte nutzen dort mindestens einmal im Monatdas TWINT-Pendant «Swish». Während Herr und Frau Schweizer im Schnitt rund 133Franken im Portemonnaie haben, sind es bei den Schweden umgerechnet nur etwa 35Franken. Für die Bürger ist der Trend zur bargeldlosen Gesellschaft jedochmitunter unbequem. Jede zweite schwedische Bankfiliale nimmt kein Bargeld mehran. In dünnbesiedelten Regionen sind 30 Kilometer bis zum nächstenGeldautomaten keine Seltenheit mehr.

 

Bargeld stirbt nicht so schnellaus

Der Enthusiasmus über eine bargeldlose Zukunft kennt aber nicht nurdeshalb auch in Schweden Grenzen. Aus Sicht der schwedischen Notenbank sprichtzudem die Verwundbarkeit im Falle von schweren Krisen gegen einen komplettenAbschied vom Bargeld. Und so plant die Reichsbank demnächst ebenfalls eine neueNotenserie auf den Markt zu bringen. Bare Münzen und Noten haben auch abseitssolcher extremen Szenarien Vorteile. So ist Bargeld nicht nur anonym, eserlaubt auch jedem am Zahlungsverkehr teilzunehmen. Ausserdem hält es zurDisziplin an, denn das physische Geldausgeben ist «spürbarer» als die kleinerwerdenden Zahlen auf dem Online-Konto. Nicht zuletzt ist Bargeld eine direkteForderung gegenüber der Notenbank, «Kartengeld» hingegen nur eine Forderunggegenüber der (Haus-)Bank.