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15.07.2017

Nachhaltigkeit ist auch bei Anlegern gefragt

In der Abschlusserklärung zum G-20-Gipfel in Hamburg bekannten sich die Staatschefs der führenden Volkswirtschaften neben dem Freihandel zum Klima- und Umweltschutz. Trotz des Ausstiegs der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 scheint der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen also weiterhin einen hohen Stellenwert auf der globalen politischen Agenda einzunehmen.

Auch in der Finanzwelt ist das Thema Nachhaltigkeit längst angekommen und etabliert. Diese Woche ist bekannt geworden, dass der Versicherungskonzern Swiss Re sein Anlageportfolio künftig nach nachhaltigen Kriterien ausrichtet. Das illustriert deutlich, dass sich nicht nur Privatanleger, sondern zusehends auch Grossinvestoren bei ihren Anlageentscheiden von Grundsätzen leiten lassen, die einer umweltschonenden, gesellschaftlichen und unternehmerischen Verantwortung gerecht werden.

Nachhaltige Investments brauchen sich nicht zu verstecken

Nachhaltige Anlagen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Das hängt wohl nicht zuletzt damit zusammen, dass sie die Gegenüberstellung hinsichtlich Renditepotenzial mit vergleichbaren Anlagen ohne Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bislang nicht zu scheuen brauchen. Um beim Beispiel Swiss Re zu bleiben: Der Rückversicherer orientiert sich zukünftig bei der Ausgestaltung seines Investment-Portfolios am sogenannten «MSCI World ESG Index». Im Gegensatz zu seinem ohne Nachhaltigkeits-Restriktionen auskommenden Pendant, dem «MSCI World», existiert dieser Index jedoch erst seit November 2014. Seither konnte der Nachhaltigkeitsindex mit dem konventionellen Index Schritt halten: Die Gesamtrendite von knapp 16,6 Prozent steht einer Performance von rund 18,3 Prozent beim herkömmlichen MSCI World Index gegenüber.

Hauptsache diversifiziert

Vor diesem Hintergrund erachten wir ein Anlageverhalten unter Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien für entsprechend motivierte Anleger als durchaus valable Lösung. Wobei das nachhaltige Anlegen nicht nur auf globale Aktien beschränkt ist, sondern auch für Obligationen und alternative Anlagen – insbesondere auch Immobilien – ein Thema sein kann. Entscheidend bleibt jedoch, dass die Erfordernisse eines ausgewogenen und breit diversifizierten Portfolios auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit nicht verletzt werden.