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21.12.2018

Wachstumsperspektiven für 2019

Finanzinfo

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Nachdemdie Weltwirtschaft 2017 noch mit überdurchschnittlichen Zuwachsraten glänzte,hat der globale Aufschwung im zurückliegenden Jahr merklich an Schwungverloren. Auch die Schweiz musste zwischen Juli und September ein Quartal mitnegativem Wachstum hinnehmen.

 

Im Jahresvergleich wuchs dieWirtschaft hierzulande aber immer noch mit einer Rate von 2,4 Prozent. Dieeigentliche Konjunkturlokomotive waren mit einem Plus von rund 3 Prozent aberauch 2018 die USA.

 

Verhandlungenzwischen USA und China sorgen für Erholung

Mit Blick auf das kommendeJahr ist eine Angleichung der regionalen Wachstumsdifferenzen zu erwarten. Sodürfte sich die Wirtschaftsleistung beispielsweise in der Schweiz auf einenWert von 1,6 Prozent weiter abschwächen. Global betrachtet steht und fälltvieles mit der weiteren Entwicklung beim Thema Welthandel, insbesondere imKonflikt zwischen den USA und China. Der «Waffenstillstand» zwischen US-PräsidentDonald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi gibt den Unternehmen nun ersteinmal Anlass zum Aufatmen. Bis März 2019 besteht ein Zeitfenster fürVerhandlungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten. Und dies dürfte auch imEuroraum eine gewisse Erholung von der ausgeprägten Wachstumsdelle der letztenMonate sowie ein Einpendeln der Wirtschaftsleistung nahe des Wachstumspotenzialsetwas unter 2 Prozent ermöglichen.

 

Gebremst werden dürfte dieEurozone jedoch vom Problemkind Italien. Dort ist die Verunsicherung beiUnternehmen und Verbrauchern gross und das Land könnte schon in den kommendenMonaten in eine neue Rezession abgleiten.

 

MöglicheStabilisierung in China

Für die Weltwirtschafterwarten wir einen solchen Wachstumseinbruch im kommenden Jahr aber (noch)nicht. Denn einerseits rechnen wir damit, dass die Massnahmen zur Stützung derWirtschaft in China langsam greifen und dass dort eine Stabilisierung eintritt.Und andererseits erkennen wir beim zweiten Taktgeber, den USA, zwar vereinzelteSchwächezeichen wie etwa am Häusermarkt. Der solide Arbeitsmarkt und die biszuletzt gute Konsumentenstimmung stimmen aber zuversichtlich, dass dieUS-Wirtschaft im Sommer einen neuen Wachstumsrekord – den längsten Aufschwungaller Zeiten – aufstellen kann. Auf Jahressicht rechnen wir mit einerWachstumsrate von 2,4 Prozent, was im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahrenweiterhin leicht über dem Durchschnitt liegt.