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02.10.2026

Anlageguide Oktober 2026: Wasser – unverzichtbare Ressource

  • Wasser wird durch den Klimawandel, das Bevölkerungswachstum und die Digitalisierung zunehmend zu einer strategischen Ressource
  • Der Ausbau von KI-Rechenzentren erhöht den weltweiten Wasserbedarf zusätzlich
  • Unternehmen in den Bereichen Wasseraufbereitung, Infrastruktur und Kühlung profitieren von diesem langfristigen Trend – auch in der Schweiz
  • Raiffeisen richtet die Portfolios angesichts steigender Zinsen und geopolitischer Unsicherheiten defensiver aus

St.Gallen, 3. Oktober 2026. Der diesjährige Sommer hat die Bedeutung von Wasser eindrücklich vor Augen geführt. Tiefe Pegelstände auf dem Rhein führten zu Einschränkungen in der Schifffahrt, Kernkraftwerke mussten ihre Leistungen reduzieren und Ernteausfälle belasteten die Landwirtschaft. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf weltweit an. Neben dem Bevölkerungswachstum trägt besonders die Digitalisierung dazu bei. Rechenzentren für Cloud-Anwendungen und künstliche Intelligenz benötigen enorme Wassermengen zur Kühlung ihrer Systeme.

 

Wasser wird zum strategischen Wirtschaftsfaktor

Angesichts der zunehmenden Knappheit gewinnt in vielen Ländern die Infrastruktur rund um die Förderung, Aufbereitung und Verteilung von Wasser stark an Bedeutung. Die Kombination aus Klimawandel, wachsender Nachfrage und technologischer Entwicklung macht Wasser zu einem strategischen Faktor für Wirtschaft und Gesellschaft. «Wasser ist unverzichtbar, nicht ersetzbar und zunehmend knapp. Die eigentlichen Profiteure dieses Trends sind nicht die Besitzer des Wassers, sondern diejenigen Unternehmen, die dessen effiziente Nutzung ermöglichen», sagt Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer bei Raiffeisen Schweiz. Davon profitieren Unternehmen, die Lösungen für den Wassertransport, die Wasseraufbereitung, das Wasserrecycling und energieeffiziente Kühlsysteme entwickeln. Schweizer Industriefirmen wie Georg Fischer, ABB, Sulzer oder Belimo verfügen in diesen Bereichen bereits über starke Marktpositionen und könnten von den langfristigen Investitionen in die Wasserversorgung und Ressourceneffizienz profitieren.

 

Höhere Zinsen sorgen für Gegenwind

Der erneute Inflationsanstieg hat zuletzt zu einer geldpolitischen Kehrtwende geführt. Die Europäische Zentralbank, die Bank of Japan und die US-Notenbank haben die Zinsen weiter erhöht. Auch die Schweizerische Nationalbank dürfte künftig wieder einen restriktiveren Kurs einschlagen. Damit bleibt der Druck auf die Kapitalmarktzinsen hoch. Höhere Zinsen belasten die Bewertungen von Aktien und Immobilien und könnten die Dynamik an den Finanzmärkten bremsen.

 

Defensive Positionierung in anspruchsvollem Marktumfeld

Vor diesem Hintergrund hat Raiffeisen ihre Portfolios defensiver ausgerichtet. Die Gewichtung von US-Aktien wurde reduziert, die Liquiditätsquote erhöht und die Positionierung innerhalb der Obligationenanlagen angepasst. Schweizer Immobilienfonds bleiben trotz einer leichten Reduktion weiterhin übergewichtet. Aus Sicht von Raiffeisen sprechen die steigenden Zinsen, die geopolitischen Unsicherheiten sowie die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA für eine vorsichtige Positionierung in den kommenden Monaten.

 

Über den Raiffeisen Anlageguide

Im monatlichen Anlageguide beleuchtet Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer bei Raiffeisen Schweiz, zusammen mit seinem Team die aktuelle Lage an den Finanzmärkten und die Implikationen auf die verschiedenen Märkte und Anlageklassen. Zudem widmet sich der Anlageguide im Fokusteil jeden Monat einem aktuellen Thema, das die Finanzmärkte beschäftigt, und liefert spannende Hintergrundinformationen dazu. Mehr zum Anlageguide sowie weitere Markteinschätzungen finden Sie unter raiffeisen.ch/anlageguide.

 

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Anlageguide Oktober 2026