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30.10.2026

Anlageguide November 2026: Politik bewegt Märkte

  • Die US-Zwischenwahlen dürften kurzfristig für erhöhte Schwankungen an den Finanzmärkten sorgen
  • Langfristig entscheiden wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen über Wachstum, Innovationskraft und Wohlstand
  • Raiffeisen bleibt vorsichtig positioniert und bevorzugt defensive, dividendenstarke Schweizer Aktienanlagen, Gold und Schweizer Immobilienfonds

St.Gallen, 30. Oktober 2026. Die US-Zwischenwahlen dürften kurzfristig die Volatilität an den Börsen erhöhen. Veränderte Mehrheiten im Kongress könnten den wirtschaftspolitischen Handlungsspielraum der US-Regierung einschränken, womit es für weitere Steuersenkungen und fiskalpolitische Impulse schwieriger würde. Für die langfristige Entwicklung der Finanzmärkte sind einzelne Wahlergebnisse jedoch weniger ausschlaggebend als die politischen Rahmenbedingungen, welche die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum einer Volkswirtschaft bestimmen.

 

Gute Wirtschaftspolitik schafft langfristig Wohlstand

Investitionen in Bildung und Infrastruktur, verlässliche Institutionen, solide Staatsfinanzen und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen prägen die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes über Jahre. Politische Fehlentscheide können dagegen die Innovationskraft und Investitionstätigkeit hemmen. «Wahlen und politische Konflikte sorgen regelmässig für kurzfristige Schwankungen. Langfristig ist jedoch entscheidend, inwiefern die Politik Innovationen fördert und Investitionen anzieht und damit das Wachstumspotenzial einer Volkswirtschaft stärkt oder schwächt», sagt Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer bei Raiffeisen Schweiz.

 

Stabile Rahmenbedingungen stärken den Standort Schweiz

Die Schweiz ist im internationalen Vergleich gut positioniert. Politische Kontinuität, eine moderate Staatsverschuldung und der stabile Franken fördern den Wirtschaftsstandort und das Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger. Diese Standortvorteile gewinnen angesichts zunehmender fiskalischer und politischer Herausforderungen in mehreren grossen Industriestaaten zusätzlich an Bedeutung.

 

Raiffeisen bevorzugt defensive Schweizer Qualitätswerte

Trotz solider Unternehmenszahlen erhielten die Aktienmärkte zuletzt kaum neue Impulse. Dies deutet darauf hin, dass die Erwartungen hoch sind. Zugleich dürften die gestiegenen Zinsen das Gewinnwachstum künftig bremsen. Im Oktober verloren Technologie- und Industriewerte an Boden, während defensive Basiskonsum- und Gesundheitswerte zulegten. Davon profitierte auch der Schweizer Aktienmarkt.

Raiffeisen nimmt nach den Anpassungen des Vormonats keine weiteren taktischen Änderungen vor. Aktien und Obligationen bleiben leicht untergewichtet. Innerhalb der Aktien bevorzugt Raiffeisen den defensiven Schweizer Markt. Gold und Schweizer Immobilienfonds bleiben übergewichtet. Die erhöhte Liquiditätsquote schafft Spielraum, um rasch auf Marktopportunitäten zu reagieren.

 

Über den Raiffeisen Anlageguide

Im monatlichen Anlageguide beleuchtet Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer bei Raiffeisen Schweiz, zusammen mit seinem Team die aktuelle Lage an den Finanzmärkten und die Implikationen auf die verschiedenen Märkte und Anlageklassen. Zudem widmet sich der Anlageguide im Fokusteil jeden Monat einem aktuellen Thema, das die Finanzmärkte beschäftigt, und liefert spannende Hintergrundinformationen dazu. Mehr zum Anlageguide sowie weitere Markteinschätzungen finden Sie unter raiffeisen.ch/anlageguide.